Frankreich-Kroatien: 20 Jahre nach dem Halbfinale

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Frankreich gegen Kroatien - ein unerwartetes Finale der WM 2018. Und eine Begegnung, die es vor 20 Jahren im Rahmen einer WM schon einmal gab.

Am 8. Juli 1998 duellierten sich die "Equipe Tricolore" und die Überraschungsmannschaft der jungen Balkan-Nation im Stade de France. Nicht um den Titel, sondern um den Einzug ins Endspiel.

Der Gastgeber behielt mit 2:1 die Oberhand, doch der Neuling konnte erhobenen Hauptes in das Spiel um Platz 3 gehen, der auch geholt wurde. Frankreich krönte sich im eigenen Land erstmals zum Weltmeister.

Der jeweils größte Erfolg beider Nationen - bis dato. Er liegt exakt 20 Jahre zurück.

Grund genug, wenige Tage vor dem erneuten Aufeinandertreffen, diesmal um den ganz großen Titel, einen Blick zurück zu werfen. Wer waren die Akteure von 1998 - und wer sind sie heute?

LAOLA1 mit einer kleinen Reise durch Vergangenheit und Gegenwart aller Spieler des Halbfinales 1998:

Am 8. Juli 1998 trafen Frankreich und Kroatien im Halbfinale der WM 1998 im Stade de France von Paris aufeinander. LAOLA1 zeigt, was die Spieler von damals heute machen:

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Die Torhüter - FABIEN BARTHEZ: Der Glatzkopf hielt den Laden der Franzosen dicht und avancierte zum Publikumsliebling.

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Aktiv war der heute 44-Jährige bis Sommer 2007, ehe er beim FC Nantes seine Karriere beendete.

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Seither ließ er als Motorsportler (u.a. Teilnahme an den 24h von LeMans) aufhorchen, im Fußball war er zeitweise als Funktionär aktiv.

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DRAZEN LADIC: Der Torhüter war die ganzen Neunziger hindurch Stamm-Einser bei Dinamo Zagreb und im Nationalteam, so auch bei der EM 1996 und WM 1998.

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Nach dem Karriereende 2000 machte ihn Otto Baric 2002 zum Tormanntrainer der Nationalmannschaft, später wurde er auch U21-Cheftrainer. Den Job verlor er nach einem von ihm verursachten Autounfall mit Schwerverletzten, nachdem er Versicherungsdokumente fälschte.

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Am aktuellen Erfolg Kroatiens hat er als Co-Trainer unter Zlatko Dalic seinen Anteil.

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Die Verteidiger - LILIAN THURAM: Das Halbfinale wurde zur Sternstunde des Rechtsverteidigers, als er beim 2:1-Sieg über Kroatien beide Treffer erzielte.

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Es sollten zugleich seine einzigen bleiben - in wohlgemerkt 142 Spielen, die er am Ende seiner Karriere 2008 auf dem Buckel hatte.

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Thuram gründete eine Stiftung gegen Rassismus und wurde 2008 in den Bundesrat des Fußballverbandes gewählt. Des Weiteren engagiert er sich im Kampf gegen soziale Ungleichheit.

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MARCEL DESAILLY: Der ehemalige Milan- und Chelsea-Star war in der Innenverteidigung nicht zu bezwingen und schon gar nicht zu ersetzen.

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1998 war er einer der fairsten Spieler des Turniers - bis zum Endspiel, in dem er gegen Brasilien mit Gelb-Rot vom Platz flog.

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Nach seinem Karriereende 2005 in Katar gründete er eine Jugend-Akademie und wurde Athletenbotschafter. Auch als Experte kommt er immer wieder zum Einsatz.

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LAURENT BLANC: Der Abwehrchef avancierte mit seinem Golden Goal gegen Paraguay zum Achtelfinal-Helden, holte sich aber ausgerechnet gegen Kroatien eine Rotsperre für das Finale ab.

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Mit dem EM-Titel 2000 trat er aus der Nationalmannschaft zurück, 2003 beendete er auch seine Vereinskarriere bei Manchester United.

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Vom Fußball kam er nie los. Nachdem er drei Jahre Bordeaux coachte, war er von 2010 bis 2012 französischer Teamchef und eilte im Anschluss mit PSG von Erfolg zu Erfolg. Nach dem Ende des dortigen Engagements wartet er gegenwärtig noch auf die nächste Aufgabe.

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BIXENTE LIZARAZU: Er beackerte unermüdlich die linke Abwehrseite und bestritt insgesamt 97 Länderspiele (bis 2004).

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Im Gedächtnis blieb auch seine Zeit beim FC Bayern, mit dem er u.a. die Champions League gewann. Dort zog er 2006 einen Schlussstrich unter seine aktive Karriere.

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Der 69er-Jahrgang wurde als Co-Moderator fürs französische Fernsehen verpflichtet und kaufte mit Ex-Kollegen (Alain Boghossian und Zinedine Zidane) Anteile am aktuellen Zweitligisten Evian. Mittlerweile hat er als Klubrepräsentant wieder eine offizielle Funktion bei den Bayern inne.

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FRANK LEBOEUF: Der Verteidiger wurde in der Schlussviertelstunde gegen Kroatien für einen Stürmer eingewechselt, was gut war, weil zwei Minuten später Laurent Blanc mit Rot vom Platz flog. Im Finale wurde Lebouef Nutznießer der Rotsperre und durfte von Beginn an ran.

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Insgesamt blieb er bis 2002 Teil des Nationalteams, 2005 sagte er dem Profifußball in Katar Lebewohl.

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Danach war er als Schauspieler aktiv und trat als Kandidat einer Realitiv-TV-Sendung in Erscheinung.

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SLAVEN BILIC: Der damalige England-Legionär war Stamm-Verteidiger bei der WM, fiel gegen Frankreich aber mit einer Schauspiel-Einlage auf, die Laurent Blanc den Platzverweis bescherte.

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Nach der Karriere machte er sich bald als kroatischer Teamchef einen Namen, bei der EURO 2008 war er der jüngste aller Trainer. Der Mitfavorit ging im Viertelfinale aus dem Turnier, das Aus in der EURO-Vorrunde 2012 markierte sein Ende auf diesem Posten.

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Es ging zurück auf die Klub-Ebene, zuerst zu Lok Moskau, dann zu Besiktas und schließlich zu Ex-Verein West Ham. Nach stetig sinkendem Erfolg ist Bilic seit Herbst auf Jobsuche.

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ROBERT JARNI: Elf Spiele an WM-Erfahrung durfte der Außenverteidiger in seiner Karriere sammeln, denn neben allen sieben Spielen für Kroatien 1998 absolvierte er auch drei Partien 2002 und schon zuvor 1990 eine Halbzeit für Jugoslawien.

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Bis 2006 war er Rekord-Nationalspieler seines Landes, das WM-Spiel 2002 gegen Ecuador sollte das letzte auf dem Platz sein.

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Als Aktiver war Jarni bekannt für seine Schnelligkeit, als Trainer wartete er lange auf den Nachbrenner. Neben Stationen bei Hajduk Split, NK Istra und FK Sarajevo hat es ihn nach Ungarn verschlagen, seit 2017 ist er nun U19-Trainer Kroatiens.

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DARIO SIMIC: EM 1996, 2000 und 2002, WM 1998, 2002 und 2006 - der anno 98 22-jährige Simic war während seiner Karriere bei jedem großen Turnier Bestandteil des Nationalteams.

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Das machte ihn zwischenzeitlich auch zum Rekordspieler. Genau 100 Einsätze absolvierte der Veretidiger für das A-Nationalteam Kroatiens.

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Gut genug für die Mailänder Klubs: Für den AC und Inter trat er zwischen 1999 und 2008 auf, danach kam die Karriere bis 2010 beim AS Monaco langsam zu einem Ende. Seither organisiert der gläubige Katholik auch Wallfahrten und ist Inhaber der Firma "Aquaviva".

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IGOR STIMAC: Bei der WM 1998 war Stimac mit 30 Jahren schon ein Routinier, mit dem Libero durfte er zumindest zeitweise eine Position bekleiden, die nicht viel später in dieser Form aus der Mode kam.

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Im Juli 2012 trat der bis dahin in seiner Heimat als Vereinstrainer engagierte Ex-Verteidiger die Nachfolge von Slaven Bilic als Teamchef an, aufgrund der verpassten WM-Qualifikation 2014 dauerte dieses Arbeitsverhältnis aber nur etwas länger als ein Jahr an.

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Seither werden kleinere Trainerbrötchen von Stimac gebacken. Zuletzt war er im Iran und Katar auf der Trainerbank zu sehen.

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Die Mittelfeldspieler - EMMANUEL PETIT: Er stach nicht nur mit seinen langen Haaren, sondern auch durch seinen ausgeprägten Kampfgeist hervor.

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Als Aktiver blieb er dem Fußball bis 2004 (Chelsea) erhalten, seinen Rücktritt verkündete er nach monatelanger Vereinssuche im Jänner 2005.

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Neben seiner Beratertätigkeit veröffentlichte Petit auch ein Buch, zudem war er schon für mehrere Fernsehsender als Experte und Co-Kommentator im Einsatz.

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DIDIER DESCHAMPS: Er war der Kapitän der Weltmeister und war maßgeblich am riesigen Erfolg der Franzosen rund um die Jahrtausendwende beteiligt.

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Direkt nach seinem Karriereende 2001 wechselte er auf die Trainerbank der AS Monaco. Es folgten Juventus Turin und Olympique Marseille.

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Seit 2012 ist er Teamchef der "Equipe Tricolore". Den großen Titel, den er bei der Heim-EURO 2016 verpasste, will er nun im WM-Finale 2018 nachholen.

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CHRISTIAN KAREMBEU: Auf vier Einsätze, darunter trotz Startelf-Auftritt ein nur 30 Minuten langer gegen Kroatien, brachte er es im Rahmen der WM 1998.

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Der 45-Jährige war ein begnadeter Kicker, sorgte aber auch abseits des Platzes für Aufsehen - so mit seiner Ex-Frau, dem bekannten Model Adriana Karembeu.

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Nach seiner Karriere förderte er den ozeanischen Fußball - wurde er doch selbst in Neukaledonien geboren. Auch Karembeu ist Fernsehkonsumenten zudem als Experte bekannt.

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ZINEDINE ZIDANE: Er war schon längst ein Star, wurde mit der WM allerdings zum absoluten Sport-Superstar und - vor Hermann Maier - zum Weltsportler 1998 gewählt.

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Seine beiden WM-Finaltore gingen in die Geschichte ein, ebenso sein internationaler Abschied acht Jahre später, als er Marco Materazzi im Finale 2006 einen Kopfstoß verpasste.

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Als Trainer ist der einstige Hitzkopf (sah auch bei der WM 98 Rot in der Vorrunde) deutlich ruhiger. Nach seinen beispiellosen Erfolgen mit Real Madrid wartet die Fußballwelt gespannt auf seine nächste Destination.

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ALJOSA ASANOVIC: Eine Stammkraft im Nationalteam, auf Vereinsebene ein Nomade: Zwischen 1990 und 2002 spielte er für neun verschiedene Vereine in Kroatien, Frankreich, Spanien, England, Italien, Griechenland und Australien. Bei der WM 1998 absolvierte der damals 32-Jährige alle Spiele über 90 Minuten und lieferte immerhin drei Assists ab.

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Achtung, Österreich-Bezug: Zwischen Juli 2000 und Juli 2001 stand Asanovic bei Austria Wien unter Vertrag. Zu einem Einsatz kam es nie, der damals 35-Jährige verletzte sich bei einem Länderspiel im Mai 2000 und wäre erst im März 2001 wieder einsatzfähig gewesen, weswegen man sich im Oktober auf eine Trennung einigte. Die möglicherweise größte Transfer-Pleite in der Geschichte der Veilchen.

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Die Trainerkarriere lief in den letzten zwölf Jahren langsam an: Erst Assistent von Slaven Bilic im Nationalteam, dann in gleicher Position bei Lok Moskau. Seit 2017 ist Asanovic Coach der Melbourne Knights, einem zweitklassigen australischen Verein mit starkem Bezug zur dortigen kroatischen Community.

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ZVONIMIR BOBAN: Der Kapitän und damalige AC-Milan-Dauerbrenner war nicht nur durch sein Spiel ein Volksheld, sondern auch durch eine Aktion gegen einen jugoslawischen Polizisten 1990, als er einen Dinamo-Zagreb-Fan mit einem Tritt gegen den Beamten schützte.

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Dass Boban nicht nur austeilen kann, sondern auch viel im Kopf hat, bewies er nach seiner aktiven Karriere mit einem Doktor in Geschichte.

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Auch im Sportjournalismus - als Chefredakteur einer kroatischen Sportzeitung und TV-Kommentator - war er im Laufe der Zeit tätig. Aktuell ist Boban stellvertretender Generalsekretär der FIFA und damit wohl der einflussreichste Kroate im Weltfußball.

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ZVONIMIR SOLDO: Der "andere Zvonimir" im Kader ist vor allem bei Fans des VfB Stuttgart bekannt und beliebt, absolvierte er doch insgesamt 301 Spiele für die Deutschen.

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Das Trainer-Dasein begann bei Dinamo Zagreb und führte ihn später zurück nach Deutschland zum 1. FC Köln. Nach einem schwachen Start in seine zweite Saison bei den Geißböcken reichte es Soldo erst einmal wieder, er ging zurück nach Zagreb und machte ein Restaurant auf.

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Seit 2017 gibt es wieder Stuttgart-Bezug im Lebenslauf von Soldo, denn er ist nun Co-Trainer seines ehemaligen Chefs Felix Magath bei Shandong Luneng in China.

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ROBERT PROSINECKI: Der Blondschopf hatte 1998 schon eine ordentliche Karriere mit Stationen bei Real, Barcelona und Sevilla vorzuweisen. Mitte der Neunziger galt der in der Jugendzeit schon abgeschriebene, spätere Star als bestbezahlter Fußballer der Welt. Bei der WM war er allerdings keine Stammkraft, kam in der K.o.-Phase zu einer einzigen Minute Einsatzzeit - eben gegen Frankreich im Halbfinale.

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Prosinecki ist der einzige Spieler der WM-Geschichte, der für zwei verschiedene Länder treffen konnte, weil er bereits 1990 für Jugoslawien erfolgreich war. Nach dem Karriereende 2002 ging es ins Trainergeschäft, erst einmal ab 2006 als Assistent von Slaven Bilic beim Nationalteam.

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Zwei Stationen bei Roter Stern Belgrad und Kayserispor blieben die einzigen auf Klub-Ebene, zwischen 2014 und 2018 war er Nationaltrainer Aserbaidschans. Seit 4. Jänner 2018 betreut er Bosnien-Herzegowina.

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Die Stürmer - YOURI DJORKAEFF: Er war fester Bestandteil der 98er-Truppe (sieben Einsätze) und jederzeit für das eine oder andere Gustostückerl gut.

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Seine Karriere ließ er 2006 in New York ausklingen, international feierte er bereits 2002 nach 82 Länderspielen und 28 Treffern seinen Abschied.

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Der 47-Jährige ging unter die Autoren und veröffentliche eine Autobiografie namens "Snake". Djorkaeff machte es vielen Kollegen gleich und arbeitete ebenfalls als TV-Experte, zudem gründete auch er eine Stiftung, um Jugendlichen unter die Arme zu greifen.

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STEPHANE GUIVARC'H: Kaum zu glauben, aber er war tatsächlich die Nummer eins im Sturm der Franzosen. Nicht umsonst hieß es, die Mannschaft hätte den Titel ohne echten Stürmer gewonnen.

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Auf sechs Einsätze brachte er es seinerzeit, Treffer war ihm keiner vergönnt. Seine Karriere im Nationalteam endete 1999, als Vereinsfußballer sagte er 2002 "Adieu".

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In der Karriere danach machte er sich zunächst als Swimmingpool-Verkäufer breit, später aber als TV-Berater einen Namen, trainierte unterklassige Vereine und wurde sogar Klubpräsident. Er fungierte auch als Stimme im Videospiel "Pro Evolution Soccer".

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THIERRY HENRY: Blutjung (20) war er, als sein Stern bei der WM aufging.

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Mit drei Treffern in sechs Spielen war er Topscorer der "Grande Nation", gegen Kroatien wurde er nach 30 Minuten eingewechselt. Im Finale war er dann aber überhaupt nur Zuschauer.

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Bei Arsenal-Fans genießt er bis heute Kult- und Legenden-Status, wie eine Statue vor dem Emirates Stadium beweist. Henry engagiert sich als Anti-Rassismus-Botschafter und war - welch Überraschung - auch als TV-Experte engagiert. Seit 2016 ist er Co-Trainer Belgiens und musste mit den roten Teufeln ausgerechnet gegen sein Heimatland im Halbfinale 2018 den Kürzeren ziehen.

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DAVID TREZEGUET: Er war mit zwei Monaten weniger als Henry der Jüngste im 22-Mann-Kader Frankreichs und erzielte immerhin einen Treffer bei sechs Einsätzen. Gegen Kroatien ersetzte er in der Schlussphase Stephane Guivarc'h.

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In die Geschichte ging er zwei Jahre nach der WM ein, als er Frankreich mit seinem Golden Goal im EM-Finale gegen Italien zum Titel schoss.

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Erst im Jänner 2015 erklärte er seine Karriere für beendet und kehrte zurück ins Management von Juventus, wo er von 2000 bis 2010 aktiv war.

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MARIO STANIC: Eines der größten Talente Jugoslawiens in den letzten Jahren des Staates. Er war der allererste Torschütze Kroatiens nach der Unabhängigkeit des Landes. Bei der WM 1998 sollte es nur zu einem Tor zum Auftakt gegen Jamaika reichen, er wurde damit allerdings auch bei WM-Endrunden erster erfolgreicher Scorer der Männer mit dem Rautenmuster.

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Mit Sporting Gijon, Benfica Lissabon und dem Club Brügge hatte er zu diesem Zeitpunkt schon bekannte Auslandsstationen absolviert, mit dem damals durchaus erfolgreichen AC Parma (UEFA-Cup-Sieger 1999) und dem FC Chelsea sollten die prominentesten Stationen aber noch folgen.

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Mit 32 Jahren musste er seine Karriere aufgrund einer schweren Knieverletzung beenden, nach einigen Jahren Fußball-Auszeit ist Stanic seit 2011 Scout bei Brügge.

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DAVOR SUKER: Der berühmteste kroatische Fußballer war schon vor der WM 1998 ein Star und unterstrich das mit der Torschützen-Krone bei der Endrunde. Suker traf mit Ausnahme der 0:1-Niederlage gegen Argentinien in jedem Spiel einmal, so auch zur Führung im Halbfinale gegen Frankreich.

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FC Sevilla, Real Madrid, FC Arsenal, West Ham - eine beeindruckende Vita für einen großen Namen, der später auch eine Akademie zierte.

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Mit 45 Treffern in 69 Spielen ist Suker nach wie vor Rekordtorschütze seines Landes und darüber hinaus als einziger Spieler Kroatiens auf der Top-100-Liste der größten Fußballer aller Zeiten vertreten. Seit 2012 leitet er die Geschicke des kroatischen Fußballverbandes HNS und ist damit indirekt auch am größten bisherigen Erfolg des Nationalteams beteiligt.

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GORAN VLAOVIC: Trotz sieben Einsätzen kam der Mittelstürmer nur auf einen Treffer während der WM 1998 - beim 3:0 gegen Deutschland im Viertelfinale. Auch vier Jahre später sollte er noch im Kader stehen, allerdings in Japan und Südkorea zu keinem Spiel mehr kommen.

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Bei der EM 1996 wurde er mit dem 1:0-Siegtreffer gegen die Türkei der erste Torschütze Kroatiens bei einem Großereignis. Auf Klub-Ebene war er mit einer Trefferquote von rund 0,75 Toren pro Spiel ein Dauerbrenner, im Ausland (Padova, Valencia und Panathinaikos) lief es nicht ganz so rund.

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In Kroatien ist Vlaovic nach wie vor ein bekanntes Gesicht - hier etwa bei der "UEFA Champions League Trophy Tour" in Zagreb 2014.

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Die Trainer - Coach der französischen Weltmeister-Mannschaft war AIME JACQUET.

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Der heute 76-Jährige wurde in Frankreich zum "Trainer des 20. Jahrhunderts" gewählt und wechselte nach dem Titelgewinn auf den Posten des Technischen Direktors.

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Im Jahr des WM-Titels wurde er von der Ehrenlegion zum Ritter geschlagen, 2007 ernannte man ihn sogar zum Offizier. Ein Jahr zuvor trat er seinen wohlverdienten Ruhestand an.

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GORAN BLAZEVIC: Der gebürtige Bosnier begann seine Laufbahn in der Schweiz, wo er schon als Aktiver tätig war. 1976 trainierte er auch die eidgenössische Nationalmannschaft. Erfahrung war also en masse vorhanden, als der damals 59-Jährige 1994 das kroatische Nationalteam übernahm.

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Der dritte Platz bei der WM 1998 brachte ihm in diesem Jahr den Titel als "Bester Trainer der Welt". Der Kredit war aber bald futsch, nach verpasster Qualifikation für die EM 2000 und einem schlechten Start in die Quali zur WM 2002 trat Blazevic zurück, um sein Glück mit dem Iran zu versuchen - und zu scheitern, während Kroatien doch zur Endrunde fuhr.

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Im Anschluss folgten diverse kürzere Engagements auf Vereinsebene in Kroatien, der Schweiz, dem Iran, Bosnien und sogar China, seit Jänner 2015 geht es der heute 83-Jährige aber ruhiger an.

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Textquelle: © LAOLA1.at

Kroatien: Planlos ins WM-Finale

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