Mesut Özil erklärt das Erdogan-Foto

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Mesut Özil hat sich erstmals öffentlich zu dem umstrittenen Foto mit dem türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan im Vorfeld der WM geäußert.

"Wie bei vielen Menschen reichen auch meine Wurzeln in mehr als ein Land zurück. Während ich in Deutschland aufgewachsen bin, ist mein familiärer Hintergrund tief in der Türkei verwurzelt. In meiner Brust schlagen zwei Herzen, ein deutsches und ein türkisches", leitet der DFB-Teamspieler sein in den sozialen Netzwerken veröffentlichtes Statement ein.

"Für mich hatte das Bild mit Präsident Erdogan nichts mit Politik oder Wahlen zu tun - es bedeutete für mich eine Frage des Respektes vor dem höchsten Amt im Land meiner Familie. Mein Beruf ist Fußballspieler und nicht Politiker. Unser Treffen stellte zudem keinerlei Zustimmung zu irgendeiner politischen Richtung dar. (...) Obwohl die deutsche Medienlandschaft etwas Gegenteiliges dargestellt hat, ist die Wahrheit, dass eine Absage des Treffens mit dem Präsidenten eine Respektlosigkeit für all meine Vorfahren gewesen wäre, die stolz auf das sind, was ich bis heute geleistet habe. Für mich macht es keinen Unterschied, wer der Präsident ist, für mich kam es darauf an, dass es der Präsident ist. Ob nun türkischer oder deutscher Präsident - ich hätte nichts anders gemacht", so Özil weiter.

Der Mittelfeldspieler weiter: "Ich verstehe, dass dies möglicherweise schwierig zu verstehen ist, da in den meisten Kulturen führende Politiker nicht von der Person dahinter getrennt werden können. In diesem Fall ist es jedoch anders. Wie auch immer das Ergebnis der letzten Wahl oder der Wahl davor gewesen wäre - ich hätte immer noch das Foto gemacht."

Özil und sein DFB-Teamkollege Ilkay Gündogan hatten nach dem Auftauchen des Fotos mit Erdogan öffentlich teils heftige Kritik einstecken müssen, sogar der Ausschluss aus der deutschen Nationalmannschaft wurde gefordert. Während sich Gündogan noch vor Beginn der WM zu dem Foto äußerte, schwieg Özil bis jetzt.

Özils komplettes Statement im Wortlaut:

Textquelle: © LAOLA1.at

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