5 Erkenntnisse nach 5 WM-Tagen

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Der erste Spieltag der WM 2018 in Russland nähert sich dem Ende.

Am Dienstag stehen noch die Spiele der Gruppe H (14 Uhr: Kolumbien-Japan bzw 17 Uhr: Polen-Senegal) auf dem Programm, ehe Gastgeber Russland ab 20 Uhr seinen zweiten WM-Auftritt gegen Ägypten hat.

Was ist in den ersten fünf WM-Tagen aufgefallen? LAOLA1 hat fünf Erkenntnisse:

Aller Anfang ist schwer

Wer hat die besten Chancen, den WM-Pokal am 15. Juli in den Moskauer Nachthimmel zu stemmen? Gute Frage! Denn von den großen Titelanwärtern legte zwar nur Deutschland einen kapitalen Fehlstart hin, ins Straucheln kamen jedoch einige Mitfavoriten. Ob Frankreich, Argentinien, Brasilien, England oder auch von der Anzahl an Gegentoren her Spanien - sie alle konnten im ersten Gruppenspiel noch nicht vollends überzeugen. Teilweise ist auch viel Luft nach oben, aber aller Anfang ist bekanntlich schwer. Das betonten zahlreiche Spieler, die nach durchschnittlichen Leistungen - oder darunter - den Teufel noch nicht an die Wand malen wollten und Besserung versprachen. Wichtiges Turnier, viel Druck, anderes Land, teils unbekannte Gegner - alles Gründe, warum die Eingewöhnung schwer fällt. Auch die neutralen Beobachter würde ein Anstieg der fußballerischen Qualität mit Sicherheit freuen. Auch die Superstars sind noch nicht alle ganz angekommen. Lionel Messi? Neymar? Cristiano Ronaldo legte freilich einen Traumstart hin, auch Harry Kane oder Diego Costa konnten ihre Ausnahmestellung unter Beweis stellen. Das Turnier ist jedoch noch jung, nach dem zweiten Spiel bleiben wohl weniger Ausreden übrig.

Weltmeister-Fluch und europäischer Einzelfall

Weltmeister werden ist schwierig. Den Titel zu verteidigen ist offenbar noch viel schwieriger - oder fast unmöglich? Deutschlands Auftaktniederlage gegen Mexiko kam zwar überraschend, aufgrund des Fluchs der Titelträger jedoch nicht ganz unerwartet. Drei der vier letzten Weltmeister scheiterten vier Jahre darauf bereits in der Vorrunde, ebenso viele patzten auch bei ihrer Auftaktpartie. 2002 war es Frankreich (0:1 gegen Senegal), 2010 Italien (1:1 gegen Paraguay) und 2014 Spanien (1:5 gegen Niederlande). Nur Brasilien trotzte 2006 der Tradition in diesem Jahrtausend, gewann alle drei Gruppenspiele und scheiterte erst im Viertelfinale mit 0:1 an Frankreich. Erfolgreich waren bislang die Auftritte der europäischen Vertreter in Russland, denn bisher verlor nur ein Team dieses Kontinents: Deutschland! Die Löw-Truppe gesellte sich damit zu Marokko, Tunesien, Nigeria, Australien, Peru, Costa Rica, Panama und Südkorea, die allesamt eine Niederlage im Auftaktspiel kassierten.

50 Prozent der Tore fielen nach Standards

32 Tore sind in den ersten 14 Spielen der WM 2018 gefallen - und 16 fielen nach Standards. Wenn es spielerisch nicht geht, kann der ruhende Ball den Unterschied ausmachen. So sorgte etwa Cristiano Ronaldo noch für den späten Ausgleich gegen Spanien nach einem perfekt getretenen Freistoß. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, dann wird die Statistik von 2014 deutlich getoppt, denn vor vier Jahren fielen "nur" rund 22 Prozent der Tore nach Standards. Acht Elfmeter wurden in den ersten 14 Spielen gegeben, sechs wurden verwandelt - nur Perus Christian Cueva und Argentiniens Superstar Lionel Messi konnten den Strafstoß nicht verwandeln. Auch auffällig ist, dass viele Tore in der Nachspielzeit fallen - ein Achtel aller Tore (also 4) fielen in der Nachspielzeit, immerhin sieben von 32 nach der 80. Minute. Bei der WM 2010 in Südafrika wurden über das komplette Turnier nur sechs Tore in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte erzielt, vier Jahre später in Brasilien waren es schon zwölf.

Noch gab es keine Rote Karte

Der erste Spieltag ist fast abgeschlossen und noch gab es keine Rote Karte und auch keine Gelb-Rote Karte bei diesem Turnier. 44 Gelbe Karten wurden bislang gezückt, was einen Durchschnitt von 3,14 pro Spiel ausmacht. Im Vergleich zur letzten Endrunde in Brasilien bedeutet dies einen Anstieg von 0,22 pro Spiel. In Südamerika gab es damals am Ende zehn Ausschlüsse zu verzeichnen, aber bislang zeigten sich die Spieler in Russland weitestgehend fair. Panama kassierte bei seinem WM-Debüt fünf Gelbe Karte und führt diesbezüglich die Team-Statistik an. Was die "Bad Boys" abseits des Rasens betrifft, verläuft die WM bislang friedlich, zumindest drang bislang nichts Gegenteiliges an die Öffentlichkeit. Punkto Fan-Zuspruch ist allerdings Luft nach oben, was etwa die Partie Ägypten gegen Uruguay zeigte, wo gar 6.000 Sitze frei blieben. Mehr als 5.000 verkaufte Tickets seien in Jekaterinburg nicht genutzt worden, berichtete die FIFA und sprach vom Desinteresse russischer Fans an den beiden Teams. Doch auch andernorts waren immer wieder freie Plätze auszumachen.

Der VAR löscht die Diskussionen nicht aus

Zum allerersten Mal ist der Video Assistant Referee (VAR) bei einer Fußball-Weltmeisterschaft im Einsatz - und eines ist schon jetzt klar: Es gibt weiterhin Diskussionen. War es früher für viele das Totschlag-Argument gegen den Video-Beweis, die so genannten Stammtisch-Diskussionen im Keim zu ersticken, so machen die ersten Tage auf der größten Fußball-Bühne der Welt klar - es wird nicht weniger über Entscheidungen der Schiedsrichter diskutiert. Eines der prominenten Beispiele war der Zweikampf zwischen Diego Costa und Pepe beim bislang mit Abstand besten Vorrunden-Spiel zwischen Portugal und Spanien (3:3). Während viele nur darauf warteten, dass der Super-Treffer zum 1:1 wegen eines Foulspiels aberkannt werden würde, gab es nach einem Check keine Einwände. Am Samstag wurde bei Frankreich gegen Australien erstmals ein Elfmeter nach Einsatz des VAR gegeben - hier gab es keine Diskussionen. Doch sie wird es weiter geben, weil am Ende wiederum Menschen entscheiden. Nachzufragen bei Brasilien...

Die besten Bilder von WM-Tag 5:

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Tunesien - England

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Gruppe G: Belgien - Panama

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Gruppe F: Schweden - Südkorea

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WM 2018: England feiert "Captain fantastic" Harry Kane

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