Zur 0:10-Watschn droht Nachspiel

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Zur 0:10-Watsch'n droht auch noch ein Nachspiel

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"Jetzt sind wir die Depp'n. So auszuscheiden, tut uns sehr weh."

Der Gesamtscore von 0:10 war eine Watsch'n für Rapid. Kein Wunder, dass aus Stefan Schwab und seinen Kollegen nach dem 0:4 im Rückspiel die Enttäuschung sprach.

So viel hatte man sich vorgenommen, 60 Minuten auch ganz gut umgesetzt, doch dann wurden die Grün-Weißen erst recht wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

 

Im Endeffekt können alle Beteiligten froh sein, dass der Albtraum gegen Valencia nach 180 Minuten ein Ende hat.

Rapid-Fans sorgen für Skandal und Nachspiel

Doch ganz so ist es dann auch wieder nicht. Denn Rapid droht ein Nachspiel - sozusagen eine Nachspielzeit, die man durchaus vermeiden hätte können.

Schuld daran sind derbe Beschimpfungen der Rapid-Fans, Transparente mit Botschaften unter der Gürtellinie und verbale Angriffe auf Verantwortliche des FC Valencia.

„Puta Valencia“ zierte ein Riesenplakat, ein Stinkefinger sollte noch die extreme Abneigung unterstreichen. Weitere Plakate folgten, lautstark untermalt von der singenden Fankurve.

Wer dies als Antwort auf das 0:6-Debakel einordnete, irrte. Viel mehr war es eine unpassende Reaktion des harten Kerns, nachdem den „Ultras“ aufgrund eines Banners vor einer Woche der Zugang ins Mestalla-Stadion verwehrt wurde.

Trotz Entschuldigungen ist UEFA gefragt

Die Aktion sorgte nicht nur für Entsetzen bei der spanischen Delegation, sondern auch im Lager der Hütteldorfer, die in dieser Hinsicht keinen Spaß verstanden.

„Wir werden klarstellen, wie Transparente dieser Art in den Sektor gelangen konnten. Sowohl die Wortwahl als auch generell die Beleidigungen sind abzulehnen“, richtete Kommunikationschef Peter Klinglmüller im Namen von Geschäftsführer Christoph Peschek aus.

Offiziell werden Plakate dieser Größenordnung im Vorfeld eines Spieles kontrolliert. Verfehlungen konnten in diesem speziellen Fall somit auch von Seiten Rapids nicht vom Tisch gewischt werden.

Valencias englischer Trainer Gary Neville war wahrlich „not amused“, obwohl die Rapid-Verantwortlichen noch vor Ort versuchten, die Wogen zu glätten.

„Ich habe mich bei ihm entschuldigt“, meinte Coach Zoran Barsic, auch Präsident Michael Krammer soll den Vorfall bedauert haben.

Nun drohen aber Sanktionen seitens der UEFA. Es ist fast auszuschließen, dass Aktionen dieser Dimension keine Strafe nach sich ziehen werden.

Auch kein Happy-End für Österreich

Dabei hätte es ein versöhnlicher Abschied aus der Europa League, nach dem ersten Überwintern seit 20 Jahren in einem internationalen Bewerb, werden sollen.

Trotz des von Vornherein aussichtslosen Unterfangens fanden sich offiziell 39.800 Zuschauer im Happel-Oval ein. Auch vor den TV-Bildschirmen werden neben den Rapid-Fans auch einige Patrioten die Daumen gedrückt haben – schlussendlich ohne Erfolg.

Denn das Ziel, einen fünften österreichischen Europacup-Startplatz zu ergattern, wurde nicht erreicht. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass es nur an Rapid lag, dass so lange vom 15. Platz in der UEFA-Fünfjahreswertung geträumt werden durfte.

Schlussendlich fehlte lediglich ein Sieg, um Rumänien noch zu verdrängen. Doch auch diese Enttäuschung passte zum unrühmlichen Abschied des letzten verbliebenen rot-weiß-roten Europacup-Vertreters.

„Haben uns am Ende alles zusammengehaut“

Nach aufopferungsvollem Kampf war der Gegentreffer zum 0:1 letztendlich der Anfang vom Ende.

„Danach war es vom Mentalen her schwer für uns, wir wussten, dass es nun 0:7 stand“, erklärte ausgerechnet Schwab, der davor die beste Chance auf die Führung vergab.

Auch Thanos Petsos meinte: „Wir haben uns dann am Ende alle zusammengehaut, was wir 60 Minuten gut gemacht haben.“

Rapid unterliegt im EL-Sechzehntelfinale zu Hause Valenica 0:4 und scheidet mit dem Gesamtscore von 0:10 aus:

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Weil Rapid es in zwei Spielen nicht zustande brachte, den Gegner defensiv in den Griff zu bekommen. Da waren sich alle einig, das wollte niemand schönreden.

„Valencia ist weit über uns zu stellen“

Vielmehr ergab man sich nach dem Schlusspfiff in Ehrfurcht vor einem übermächtigen Gegner – auch wenn dieser in der spanischen La Liga zur Zeit alles andere als top ist.

„Wir haben zu akzeptieren, dass Valencia weit über uns zu stellen ist. Das ist eine Champions-League-Mannschaft, die in allen Belangen besser war und das Potenzial hat, sogar den EL-Titel zu holen. Dieser Vergleich ist für uns wahrscheinlich noch ein, zwei Jahre zu früh gekommen“, begründete Barisic.

Petsos sah etwa eine ordentliche Leistung seiner Mannschaft, ordnete Valencia aber noch eine Klasse über Villarreal ein, da man gegen die gelben U-Boote in zwei Spielen nicht unterlegen war und sogar ein Mal als Sieger vom Platz gehen konnte.


Trotz allem wusste man, dass gegen die Fledermäuse viel zusammenkam und das Duell eigentlich nach den ersten 45 Minuten in Valencia entschieden war.

„Dieser Sprung war noch zu groß für uns“

Selbst der deutsche Weltmeister in Diensten der Spanier, Shkodran Mustafi, hatte in gewisser Weise Verständnis für die Enttäuschung der Rapid-Spieler.

„Wenn du nach einer Halbzeit 0:5 zurückliegst, muss man fairerweise sagen, dass es nicht einfach ist, damit umzugehen. Wir kennen das gut, wir haben in der Copa del Rey selbst 0:7 gegen Barcelona verloren. Wir haben gegen Rapid im Hin- und Rückspiel alles gegeben und den Gegner nie unterschätzt.“

Doch darum können sich die Hütteldorfer nichts kaufen. Diese können das Aus gegen einen spanischen Spitzenklub nur richtig einordnen und dann abhaken, so wie es Sonnleitner versucht:

„Man muss schon eine Relation haben, gegen welchen Gegner wir gespielt haben und gegen welche Teams dieser ständig in seiner Liga spielt. Dieser Sprung zu einer CL-Mannschaft war noch zu groß für uns. Die Europa League ist unser Niveau, da sind wir Gruppensieger geworden.“

Das kann Rapid keiner mehr nehmen.


Alexander Karper

 

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