Schulz: "Das darf nicht passieren"

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Satz mit X, das war wohl nix!

Der SK Sturm Graz bleibt im Hinspiel der 2. Qualifikations-Runde zur Europa League gegen Mladost Podgorica (0:1) auch im neunten Europacup-Match in Folge ohne Sieg – der letzte Erfolg (2:1) datiert vom 29. November 2011 gegen AEK Athen – und steht damit vor dem frühen Aus.

Ein Hauptgrund dafür ist das Blackout von Kapitän Christian Schulz in der ersten Minute.

„Nach 30 Sekunden darf das natürlich nicht passieren. Das hat für das Spiel maßgeblichen Anteil gehabt“, meint der Pechvogel zu seinem missglückten Rückpass, der das Elferfoul gegen Knezevic zur Folge hatte.

Mit Mann und Maus

Die frühe Führung spielte den Montenegrinern in die Karten, die ihre ohnehin schon defensive Ausrichtung danach weiter verschärfen konnten.

„Damit war für die andere Truppe klar, dass sie mit Mann und Maus verteidigen können. Da haben wir uns sehr, sehr schwer getan, uns durchzukombinieren“, spricht der Routinier die Probleme an, mit denen sich die „Blackies“ nach dem Horrorstart herumschlagen mussten.

Tatsächlich fehlten den in schwarz-weiß gekleideten Mannen in Spielhälfte eins die Ideen, um das Abwehr-Bollwerk von Mladost zu durchbrechen.

Pausenansprache zeigte Wirkung

„Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir oft durch das Zentrum gespielt. Dort waren wir oft nicht ballsicher genug, sind auch aus der zweiten Reihe selten zum Abschluss gekommen“, bemängelt Trainer Franco Foda das Spiel nach vorne in den ersten 45 Minuten.

Nach dem Seitenwechsel und der Pausenansprache habe dies dann besser funktioniert und man hat „die freien Räume viel besser genützt“. Dadurch ergaben sich auch zwei, drei Hochkaräter, der Ausgleich wollte aber nicht gelingen.

„Der Gegner war sehr defensiv, sehr tief mit fast zehn Mann am eigenen Strafraum. Da musst du Geduld haben, da musst du etwas schneller spielen, dass du dann Räume vorfindest. Das haben wir dann in der zweiten Halbzeit besser gemacht, aber die Möglichkeiten leider nicht genutzt“, trauert Foda den Chancen von Zulechner, Huspek und Schubert nach.

Zwei Abseitstore aberkannt

Vor allem Schuberts vermeintlicher Ausgleich in der vierten Minute der Nachspielzeit schmerzt besonders. Erst nach Absprache mit seinem Assistenten an der Seitenlinie entschied der Schiedsrichter – richtigerweise – auf Abseits.

Bereits in Halbzeit eins wurde Hierländer wegen der gleichen Regelwidrigkeit zurückgepfiffen. Auch hierbei zappelte die Kugel bereits im Netz.

Unterm Strich steht bei Sturm aber dennoch die Null. Ein Umstand, der Foda sauer aufstößt: „Gegen so einen Gegner musst du einfach ein Tor machen und vor allem darfst du nicht nach 30 Sekunden in Rückstand geraten.“

"Ein heißes Rückspiel"

Verloren ist aus Sicht der Beteiligten dennoch noch nichts.

„Alles ist noch möglich. Wir haben vor dem Spiel schon gesagt, dass heute erst die erste Hälfte gespielt wird. Wir sind in der Lage, auswärts gegen diese Mannschaft Tore zu erzielen. Die Chance, die wir haben, werden wir versuchen zu nutzen“, bleibt der Sturm-Trainer optimistisch.

Und Schulz ergänzt: "So wie die Mannschaft hier nach dem Sieg gefeiert hat, als ob sie schon weitergekommen wäre, wird das ein heißes Rückspiel."

Textquelle: © LAOLA1.at

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