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Salzburgs Fazit: "Ergebnis? Ja. Performance? Verbessern"

Der FC Salzburg legt im Europa-League-Playoff gegen Mjällby AIF vor - und ist trotz des Last-Minute-Siegs alles andere als zufrieden.

Salzburgs Fazit: "Ergebnis? Ja. Performance? Verbessern" Foto: © IMAGO / Bildbyran

Mit einem Sieg im Rücken geht der FC Salzburg ins Rückspiel des Europa-League-Playoffs - und trotzdem zeigen sich Spieler und Trainer mit der Leistung im Hinspiel wenig zufrieden.

Gegen den schwedischen Sensations-Meister Mjällby AIF reicht den "Bullen" ein Eigentor der Gastgeber in der Nachspielzeit, um im Hinspiel vorzulegen (zum Spielbericht >>>). Karim Konaté bringt den Ball dabei kurz vor Ende scharf zur Mitte - Tom Pettersson bugsiert den Ball beim Versuch zu retten ins eigene Tor.

"Sicher sind wir glücklich, dass wir noch in allerletzter Sekunde das Tor gemacht haben", sagte Kapitän Nikolas Veratschnig bei "ServusTV". "Aber über die Performance können wir diskutieren."

Auch Trainer Danny Röhl war nicht wirklich zufrieden mit der Leistung seiner Elf. "Geteilt" falle sein Fazit aus. "Natürlich nehmen wir den Sieg gerne mit, auch wenn er spät kommt."

Aber, das bestätigte er wie Veratschnig, die Stimmung in der Kabine sei schon kritisch. "Ich glaube, das muss nach dem Spiel auch so sein."

Gute Phase, schwache zweite Hälfte

Denn eigentlich dominieren die Salzburger im Auswärtsspiel zunächst die Partie, erarbeiten sich gleich mehrere gute Möglichkeiten, Mjällby-Tormann Wallinder ist aber wiederholt zur Stelle. "Wir haben einen guten Start gehabt, mit ein paar guten Chancen. Der letzte Pass hat gefehlt, daran ist es heute gescheitert", sagte Veratschnig.

20, 25, 30 Minuten lang habe man hervorragend gespielt, sagte Röhl. "Da hat man klar gesehen, was wir wollten."

Insbesondere ab der 60. Minute sei aus der Dominanz der ersten Hälfte aber ein 50/50-Spiel geworden. Schon zuvor hatten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel mehrere Möglichkeiten, darunter einen Lattentreffer von Petterson in Minute 62. Salzburg wackelte plötzlich überraschend stark.

Mit vielen Ballverlusten in der ersten Aufbauphase lade man den Gegner zu Kontern ein, erklärte Röhl. Mjällby habe die Angriffe relativ schnell ausgespielt, man sei da nicht gut genug gewesen, habe die Geduld verloren, und die richtige Positionierung nicht gefunden.

"Dass du eine Kontersituation zulässt, kann passieren - aber nicht die Vielzahl", sagte der Coach. Tormann Christian Zawieschitzky sah es ähnlich: "Wir haben den Gegner zu oft eingeladen, bei Ballverlusten haben sie die Möglichkeit sehr schnell gehabt, auf unser Tor anzugreifen."

Salzburg trifft wieder spät

Auch Veratschnig meinte, dass die gezeigte Leistung nicht die Messlatte sein sollte. Es sei zwar ein ausgeglichenes Spiel gewesen - aber eben auch ein glückliches Ergebnis.

"Trotzdem ist es nicht das erste Spiel, dass wir spät entscheiden. Das spricht fürs Team", meinte Röhl. Auch gegen den WAC (1:1), Paphos (1:0) und Hartberg (1:0) traf Salzburg bereits spät. Auch Zawieschitzky meinte, dass der Last-Minute-Treffer in Schweden "brutal gut" getan habe. "Ein Sieg ist immer toll, auch wenn es nur ein kleiner Vorsprung ist." 

Bis zum Rückspiel am kommenden Donnerstag ist Salzburg nun spielfrei. "Es ist jetzt auch gut, dass wir mal eine Woche Zeit haben, uns auf ein Spiel vorzubereiten, nicht immer nur zwei Trainingstage", betonte Veratschnig.

Und auch Zawieschitzky sagte: "Es gibt immer etwas zu verbessern - aber das werden wir hinkriegen mit den Trainingseinheiten, die wir noch haben."

Dann, in einer Woche, gehe es darum, den letzten Schritt zu machen, so Röhl. Deshalb müsse man das Hinspiel klar analysieren, denn: "Ergebnis: ja. Perfomance: verbessern."

Röhl stellte klar: "Wir wollen mehr - und für große Ziele dieses Jahr muss auch mehr kommen."

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