Rose fordert mehr Wertschätzung für sein Team

Rose fordert mehr Wertschätzung für sein Team Foto: © GEPA
 

Marco Rose warnte schon unmittelbar nach dem Europa-League-Aufstieg gegen Borussia Dortmund davor, die Sensation zu sehr an der schwachen Leistung des BVB festzumachen. Vielmehr sei es angebracht, auch die Leistung des FC Red Bull Salzburg zu würdigen.

Zumindest die deutschen Medien hörten nicht auf ihn und gingen mit Dortmund hart ins Gericht. Die "Bild"-Schlagzeile "Peinlich" blieb auch dem Salzburg-Coach nicht verborgen.

"Man kann ja Dortmund bewerten, wie man will, aber mir ist wichtig, dass auch rüberkommt, dass meine Mannschaft zwei Topspiele abgeliefert hat. Ich hätte mich auch zur Pressekonferenz setzen und sagen können, dass es nicht so gut von uns war, wir es trotzdem geschafft haben, obwohl wir mehr können. Das würde jedoch den Kern nicht treffen. Mir ist wichtig, dass meine Mannschaft jene Wertschätzung bekommt, die ihr zusteht", fordert Rose.

Roses Emotionen

Auch wenn medial der Respekt nicht allerorts vorhanden war, ernete Rose jede Menge Gratulationen aus seinem Heimatland: "Selbst Leute, die eher BVB-affin sind, haben gratuliert, weil sie gesehen haben, dass es sehr verdient war."

Für den gebürtigen Leipziger waren die beiden Matches gegen Dortmund fraglos die Gelegenheit, sich auf der heimatlichen Fußball-Bühne zu präsentieren. Dabei ging es zwischenzeitlich emotional zur Sache, etwa mit dem Schiedsrichter.

"Alle meine Freunde aus Deutschland wundern sich immer, dass ihr mich so emotionslos einstuft", grinst Rose, "schon in Mattersburg war ich hart an der Grenze, dass ich vielleicht erstmals auf die Tribüne muss. Ich mache das aber nicht absichtlich, sondern nur, falls ich in dem Moment etwas als ungerecht empfinde. Emotionen gehören dazu, und gegen Dortmund war es eine Partie auf hohem emotionalen Niveau. Es ist aber wichtig, dass man in den richtigen Momenten auch sachlich bleibt."

Grinsender Nachsatz: "Vielleicht lernt ihr mich irgendwann richtig kennen."

Keine Kampfansagen an Lazio

Sachlich beurteilt der Deutsche auch, dass selbst beim Aufstieg gegen den BVB nicht alles funktioniert hat, beispielsweise das Fertigspielen von Kontersituationen.

"Die Kritik ist zulässig. Natürlich kann man in einem Spiel immer Dinge besser machen, darüber reden wir intern natürlich auch. Aber wenn man in Summe weiterkommt, kann man das entspannter machen. Aber keine Sorge, wir bleiben schon drauf und reden über die Dinge, die es braucht, um erfolgreich zu bleiben. Denn bei aller Euphorie wissen wir auch, dass wir bis jetzt noch nichts gewonnen haben."

Neben Meistertitel und Cupsieg sei das Ziel für die verbleibende Saison "international das Maximum für uns herauszuholen". Dies wolle er jedoch nicht ergebnistechnisch verstanden wissen, sondern leistungstechnisch. Leistungen wie jene in den beiden Spielen gegen den BVB würden die Wahrscheinlichkeit eines Weiterkommens erhöhen.

Auch wenn Rose die Gier seiner Truppe hervorstreicht, Kampfansagen gibt es auch vor dem Kräftemessen mit Lazio keine: "Wir bleiben am Teppich, brauchen keine Sprüche raushauen oder durchdrehen, nur weil wir im Viertelfinale sind. Wir freuen uns einfach, dass wir uns auf diesem Niveau mit Lazio messen dürfen und werden uns gut vorbereiten."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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