ÖFB-Angriff auf Top 15 Europas oder alles umsonst?

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Nur mehr Austria Wien kann in dieser Europa-League-Saison noch den Aufstieg ins Sechzehntelfinale schaffen.

Für RB Salzburg und den SK Rapid geht es nur noch darum, sich anständig von der internationalen Bühne zu verabschieden - und die Austria beim Angriff auf Europas Top 15 zu unterstützen.

Somit geht es sehr wohl für alle noch um etwas. Denn mit drei verbliebenen Teams ist die Chance als derzeit 16. groß, Kroatien noch abzufangen und einen zweiten CL-Startplatz für 2018/19 zu sichern.

Österreich will in der Fünfjahreswertung zurück, wo man 2015 bereits war und mit Salzburg und Rapid zwei Starter in die Qualifikation für die Königsklasse schicken konnte.

Und es ist durchaus möglich, die relativ erfolgreiche Europacup-Saison am letzten Spieltag der Gruppenphase noch glorreich abzuschließen.

Land 12/13 13/14 14/15 15/16 16/17 Gesamt Teams
  1. Griechenland
4.400 6.100 6.200 5.400 4.400 26.500 3/5
  1. Kroatien
4.375 4.375 6.875 4.500 5.125 25.250 1/4
  1. ÖSTERREICH
2.250 7.800 4.125 3.800 6.625 24.600 3/4
  1. Rumänien
6.800 6.875 5.125 2.250 2.900 23.950 2/5
  1. Dänemark
3.300 3.800 2.900 5.500 6.750 22.250 1/4

Kroatien am letzten Gruppen-Spieltag in Reichweite

Denn während der direkte Konkurrent Kroatien nur mehr Dinamo Zagreb im Rennen hat, kann Österreich gleich mit drei Teams punkten. Zudem kann durchaus spekuliert werden, dass der Vorzeige-Klub der Kroaten bei Juventus Turin wie in den bisherigen fünf Gruppenspielen Federn lässt.

Die Ausgangslage für die Austria, die bei Viktoria Pilsen gastiert, RB Salzburg (daheim gegen Schalke) und Rapid (daheim gegen Bilbao) ist damit klar.

Vier erspielte Punkte müssen her, diese werden dann durch die teilnehmenden ÖFB-Klubs dieser Saison - also inklusive Admira - dividiert, und ergeben einen Punkt im Ranking. Dies würde bedeuten, dass Österreich Kroatien im Falle einer Niederlage von Dinamo Zagreb überholt.

Ein Sieg und ein Unentschieden, obwohl es nur mehr für ein Team um den Aufstieg geht, müssen aber auch erst einmal eingefahren werden. Im Falle des Austria-Aufstiegs wäre jedoch auch noch im Frühjahr das Sammeln von Punkten möglich.

Beste Europacup-Saison seit 2013/14

Zumal auch von hinten Ungemach droht. Denn Rumänien hat mit Astra Giurgiu und Steaua Bukarest noch zwei heiße Eisen im Feuer, die von hinten für Druck sorgen könnten, wenn diese Siege einfahren und Österreich nicht wie erhofft punktet.

Trotz allem blickt Österreich auf eine sehr positive Europacup-Saison zurück. Denn da rangiert Rot-Weiß-Rot europaweit auf Rang 9 mit insgesamt 17 Siegen, 8 Unentschieden und 12 Niederlagen.

Am meisten Punkte steuerte die Austria, vor Salzburg, Rapid und der Admira bei. Letztere überraschten aber mit zwei überstandenen Quali-Runden.

In den vergangenen Jahren konnte nur 2013/14 ein besseres Ergebnis eingefahren werden. Damals sammelte Österreich 7.800 Punkte, derzeit liegt man bei 6.625 Punkten.

ÖFB-Klubs Bewerb Q-Siege Q-Remis Q-Niederlage G-Siege G-Remis G-Niederlagen Punkte Durchschnitt
Austria Wien EL 5 0 1 1 2 2 9.0
FC Salzburg EL 4 1 1 1 1 3 7.5
Rapid Wien EL 2 1 1 1 2 2 6.5
Admira Wacker EL 3 1 2 0 0 0 3.5
GESAMT: 14 3 5 3 5 7 26.5 6.625

Macht UEFA-Reform Österreich einen Strich durch die Rechnung?

Und dann wäre da noch das Szenario, dass möglicherweise alles nichts nützt und die Fünfjahreswertung schon bald nichts mehr wert ist. Denn die Reform-Pläne der UEFA für die Champions- und Europa League könnten alle Bemühungen über den Haufen werfen.

Bereits fix sind folgende Änderungen ab 2018/19:

  • Der Sieger der UEFA Europa League qualifiziert sich automatisch für die Gruppenphase der UEFA Champions League (momentan nimmt dieser in bestimmten Fällen an den Play-offs teil).
  • Die vier Top-Klubs der vier bestplatzierten nationalen Verbände qualifizieren sich automatisch für die Gruppenphase der UEFA Champions League.
  • Alle weiteren Details der Zugangsliste werden für beide Wettbewerbe bis zum Ende des Jahres finalisiert.

Noch nicht fix, aber somit möglich ist die Abschaffung der Fünfjahreswertung in der Form, in der man sie kennt:

  • Ein neues System für die Klub-Koeffizienten: Die Vereine werden nach ihrer eigenen Bilanz beurteilt (Löschung des Nationenteils für den individuellen Klub-Koeffizienten, es sei denn, dieser Koeffizient ist niedriger als 20 Prozent des Verbandskoeffizienten).
  • Vergangene Erfolge im Wettbewerb werden bei der Berechnung des Koeffizienten ebenfalls berücksichtigt (Punkte für gewonnene europäische Titel, die nach UEFA Champions League und UEFA Europa League gewichtet werden).

Bis zum Ende des Jahres soll in dieser Hinsicht Klarheit herrschen. Dass nicht alles so eintritt, was definitiv zum Nachteil kleinerer Länder wie Österreich wäre, könnte mit dem neuen UEFA-Präsidenten Aleksandar Ceferin zusammenhängen.

Im schlimmsten Fall könnte es aber sein, dass sich Österreich sportlich Rang 15 und zwei CL-Plätze erkämpft, und am Ende doch durch die Finger schaut. Die Hoffnung lebt aber bekanntlich am längsten.


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Textquelle: © LAOLA1.at

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