Sturm Graz in "Champions League von heute"

Sturm Graz in Foto: © GEPA
 

Die Vorfreude hätte beim SK Sturm Graz nicht größer sein können. Zehn lange Jahre ohne Europacup-Gruppenphase liegen hinter den Steirern. Anhand der starken Vorsaison mit Tabellenrang drei und dem lockeren Aufstieg im Europa-League-Playoff gegen den NS Mura schnuppern die "Blackies" nun endlich wieder Europacup-Luft.

Als Lohn folgte am Freitag eine absolute Hammergruppe. Neben dem Leckerbissen AS Monaco warten PSV Eindhoven mit ÖFB-Legionär Philipp Mwene und La-Liga-Verein Real Sociedad. Rein vom Papier her sind die Chancen auf ein Weiterkommen eher gering anzusiedeln, auch wenn der Drittplatzierte ab diesem Jahr in das Playoff zum Achtelfinale der Europa Conference League rutscht.

"Von den 32 Mannschaften sind riesige Klubs dabei. Die Marktwerte sind teilweise zehn Mal höher als bei uns", zeigt sich Sportdirektor Andreas Schicker nach der Auslosung bei ORF Sport Plus über die eigene Gruppe sowie über die restlichen Konstellationen erstaunt.

Sturm-Gegner auf Champions-League-Niveau

Erklären lässt sich die wohl attraktivste Europa-League-Saison aller Zeit durch die Einführung der Conference League. Das Teilnehmerfeld im zweitgrößten Europacup-Bewerb wurde damit um 16 Mannschaften verkleinert, wodurch die Europa League eine qualitative Aufwertung erlebt. Schicker spricht dabei sogar von einer "Champions League von heute." Und damit hat der 35-Jährige gar nicht mal so unrecht.

(Text wird darunter fortgesetzt.)

Blickt man auf Salzburgs Gruppengegner LOSC Lille, FC Sevilla und VfL Wolfsburg in der Champions League, errechnet sich ein Marktwert von 1,01 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Sturms Kontrahenten AS Monaco, PSV und Real Sociedad kommen auf 903,9 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.at). "Wir haben die Auslosung mit sehr viel Spannung verfolgt. Ein Top-Team aus Frankreich, Spanien und Holland, es sind viele Kracher dabei. Wir sind zufrieden und werden uns der Aufgabe stellen", so Schicker.

"Nicht als Schießbude dienen"

An Attraktivität ist die Grazer Gruppe wohl kaum zu überbieten gewesen. Freuen wird das neben dem Verein auch die schwarz-weiße Anhängerschaft. Im letzten Jahrzehnt blieben die großen Destinationen verwehrt. Nun folgen - sofern Corona-bedingt möglich - Reisen zu den Top-Adressen des Fußballs. "Für unsere Fans ist das sehr attraktiv. Ich hoffe Auswärtsreisen sind möglich, weil man sich als Sturm-Fan auf solche Gegner sicher auch freut", meint Schicker.

In Stein gemeißelt ist jedoch der Fakt, dass Sturm am 16. September als Underdog in die Gruppe B starten wird. Wobei: "Wir wollen eine gute Rolle spielen und nicht als Schießbude der Gruppe dienen", gibt der Sportdirektor die Marschrichtung vor. "Wenn ich seh', wie die Mannschaft in der letzten Saison und heuer auftritt, trau ich ihnen den einen oder anderen Punkt zu. Es ist eine riesige Herausforderung und die perfekte Plattform für unsere jungen Spieler."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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