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Liendl: "Das sollte Warnung genug sein"
Als Mittelfeldmotor und Kapitän fällt dem gebürtigen Vorarlberger, der über den GAK-Nachwuchs und den Kapfenberger SV 2009 zur Wiener Austria kam, beim WAC derzeit die Hauptrolle zu. "Mir ist schon bewusst, was für ein Standing ich im Verein habe und wie wichtig mein Wort ist", erklärt der Linksfuß.
"Entscheidend ist, das nicht auszunutzen, sondern behutsam damit umzugehen." Für den Erfolg sei im übrigen nicht allein er, sondern "die Qualität der gesamten Mannschaft" verantwortlich.
Damit der internationale Erfolg - in der Liga kam man erst mit dem 3:1 bei der Admira am Sonntag wieder auf Touren - anhält, müssten die Sinne weiter geschärft werden. Am Donnerstag wartet auf den Tabellenführer von Gruppe K (4 Punkte) mit Dinamo (2) ein renommierter Gegner.
"Wir sind im vergangenen Jahr auch genau gleich gestartet und haben den Aufstieg dann nicht geschafft. Das sollte Warnung genug sein", sagt Liendl, räumt aber auch ein, dass die Gruppe vergleichsweise "ausgeglichener als im Vorjahr" sei. Damals landete man nach dem sensationellen 4:0 bei Borussia Mönchengladbach und einem Heim-1:1 gegen AS Roma in den ersten beiden Partien am Ende auf Platz vier.
Das Duell in Zagreb wird auch zu einer Zeitreise, mit Außenverteidiger Marin Leovac absolvierte er zwischen 2009 und 2012 mehrere gemeinsame Partien in Violett. "Ich habe mich damals richtig gut mit ihm verstanden und freue mich, ihn wiederzusehen", meinte Liendl. "Ich erinnere mich überhaupt gerne an die Zeit zurück, auch weil ich damals mit richtig guten Spielern zusammenspielen durfte."
Liendl will sich "kein Limit setzen"
Wie lange der Profikick auf höchstem Niveau für ihn noch möglich ist, will der Vater zweier Söhne (5 und 8 Jahre) nicht genau beziffern. "Mental kann ich mir noch sehr viel vorstellen, körperlich auch. Ich fühle mich richtig gut, habe zum Glück nie eine schwere Verletzung gehabt. Ich will mir kein Zeitlimit setzen", meint er.
Dem Fußball wird er aber wohl auch nach dem Ende seiner aktiven Karriere erhalten bleiben. "Das ist für mich ein ganz großes Thema. Ich will in dem Geschäft bleiben, habe auch schon Trainerausbildungen gemacht. Aber auch einen Posten als Sportdirektor kann ich mir vorstellen."