Harte Hütter-Kritik an Rebic nach Straßburg-Pleite

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Eintracht Frankfurt muss um seine diesjährige Teilnahme an der Europa League bangen.

Der Halbfinalist der Vorsaison steht nach einer 0:1-Hinspielpleite in Straßburg unter Zugzwang (Spielbericht >>>). Sowohl das Ergebnis, als auch die Leistung, vor allem in der ersten Halbzeit, ließ bei Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter viel zu Wünschen übrig.

Speziell Ante Rebic, nach den Abgängen von Luka Jovic (Real Madrid) und Sebastien Haller (West Ham) der letzte verbliebene Stürmer des fantastischen Offensiv-Dreiecks der Vorsaison, muss sich nach der Partie eine Menge Kritik von seinem Coach gefallen lassen. Der Kroate fungierte als Sinnbild für die total verpatzte erste Halbzeit der "Adler", durfte zur zweiten Halbzeit gar nicht mehr zurück auf das Spielfeld.

Auswechslung war "Erlösung" für Rebic

Hütter zeigt direkt nach dem Spiel überhaupt kein Verständnis für die Leistung seines Star-Stürmers. "Eine Erklärung habe ich grundsätzlich überhaupt keine, ich habe aufgrund der Leistung auch das Verständnis nicht", meint der Vorarlberger nach dem Spiel gegenüber "NITRO".

Zwar könnte eine kleine Verletzung Schuld an der Leistung des 25-Jährigen gewesen sein, dennoch will der Vorarlberger dies nicht als Entschuldigung gelten lassen. "Er hat zwar dann in der Halbzeit hier im Kabinengang angezeigt, dass er ausgewechselt werden möchte, weil er vielleicht irgendwas hat, ich hätte ihn aber grundsätzlich so oder so rausgenommen."

"Weil diese Leistung passt einfach nicht, passt auch nicht zu ihm, weil er auch schon gezeigt hat, dass es viel besser geht. Aber in so einem wichtigen Playoff-Spiel sich so zu bewegen, sich so zu verhalten, das hat mir nicht so gut gefallen, deswegen hätte ich ihn auch erlöst", sagt der 49-Jährige.

Abschiedsgedanken bei Rebic?

"Es geht um die Europa League und er spielt bei Eintracht Frankfurt. Da möchte ich einfach sehen, dass man sich zerreißt. Wenn er hier bleiben möchte, dann will ich, dass er das auch dementsprechend zeigt. Wenn nicht, müssen wir eine Lösung finden. Natürlich werden wir uns mit ihm zusammensetzen und Klartext sprechen", so Hütter über die aktuelle Situation des Kroaten.

Rebic als Sündenbock für die verpatzte Eintracht-Vorstellung in Straßburg herauszupicken, wäre allerdings der falsche Ansatz, so Hütter. "Wir waren einfach nicht bereit, was das Umschaltspiel betroffen hat. Wir haben uns vorne überhaupt nicht gut bewegt, sind jedes Mal in einen Konter gelaufen, der dann gefährlich war."

"Wenn wir jetzt glauben, wir sind letztes Jahr im Europa-League-Halbfinale gewesen und fahren zu einem Hobby-Ausflug nach Straßburg, der hat sich getäuscht", ortet der Trainer vielleicht sogar ein wenig Überheblichkeit in seiner Mannschaft.

Aus den Fehlern des Hinspiels soll die Eintracht auf alle Fälle gelernt haben, immerhin steht in einer Woche noch ein Rückspiel in Frankfurt auf dem Programm, das die Gefühlslage der Hessen wieder komplett auf den Kopf stellen könnte. "Wenn wir in der ersten Halbzeit so gespielt hätten wie in der zweiten, dann hätten wir sicher ein besseres Ergebnis erzielt. Aber trotz allem wissen wir: Wir haben noch das Heimspiel. Aber natürlich wird die Aufgabe um einiges schwieriger."

Textquelle: © LAOLA1.at

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