Schmid gefiel, wie seine junge Truppe mit der heißblütigen Stimmung im Stadion umging. "Für uns war es wichtig, dass wir die Mannschaft auf die Stimmung hier vorbereiten. Das haben wir im Laufe der Woche getan, haben sehr viele Gespräche geführt.
"Wir haben ihnen auch mitgeteilt, dass sie dieses Erlebnis, dieses Stadion, die Euphorie und die Leidenschaft, die auf den Rängen stattfindet – das sieht man wahrscheinlich nicht sehr oft in Europa -, dass man diese Leidenschaft am Platz erwidert. Das habe ich am Beginn durchaus gesehen", freute sich der Austria-Trainer.
Die Gegentore eins und zwei liegen ihm trotzdem schwer im Magen, Vorwürfe will er seinem Team aber keine machen, denn: "Eigentlich haben sie es gut gemacht."
"Wir haben sechs internationale Top-Spiele"
Was man aus dem Spiel mitnehmen könne? "In erster Linie muss man konzentrierter sein, die Chancen, die man hat, nützen", meinte Schmid.
"Wenn man sieht, wieviele Chancen wir hatten, weil die Spieler von Fenerbahce sehr hoch gestanden sind, wir die Bälle durchgespielt haben und acht Mal im Abseits gestanden sind, oder die eine oder andere Halbchance hatten, dann musst du einfach konsequenter werden und hundertprozentig konzentriert sein. Dann kannst du auch in so einem Spiel bestehen", sagte der Coach weiter.
Nun gelte es, die Enttäuschung aufzuarbeiten. Diese wird laut dem 51-jährigen Wiener aber spätestens am Freitag, um 14:30 Uhr ohnehin verflogen sein. "Bei der Auslosung (Anm: der Conference League) wird diese Enttäuschung in Freude übergehen. Wir haben sechs internationale Top-Spiele vor uns und freuen uns auf eine schöne Gruppenphase."