Rapid: Läuft die Galgenfrist ab?

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In Hütteldorf herrscht Sehnsucht.

Sehnsucht nach dem ersten Sieg seit genau einem Monat. Sehnsucht nach einem Befreiungsschlag in der Krise, die zuletzt von Spiel zu Spiel größer wurde.

Die Schlinge um den Hals von Trainer Mike Büskens zieht sich langsam zu. Die Galgenfrist gilt wohl nur mehr für die Duelle mit Sassuolo und im Derby.

"Es geht nicht um einzelne Personen, sondern darum, als Verein erfolgreich zu sein. Sicher wäre ein Sieg befreiend, weil wir uns danach sehnen", so der Deutsche.

"Wir sehnen uns alle nach dem Erfolg"

Es steht eine heiße Woche bevor, von Ruhe ist in Wien-Hütteldorf derzeit keine Spur.

In der Europa League würde eine Heimniederlage gegen Sassuolo den Traum vom neuerlichen Aufstieg in die Ferne rücken lassen. Im Derby dürfen sich die Wiener bei elf Punkten Rückstand auf Tabellenführer Sturm keinen Ausrutscher mehr leisten.

"Es stellt uns nicht zufrieden, wenn sie das hören wollen", geht Büskens auf den anwachsenden Rückstand auf die Tabellenspitze ein. "Aber genauso wird der Rückstand RB Salzburg nicht zufriedenstellen."

Eine Pleite im Europacup würde dabei wohl noch am ehesten "unbestraft" bleiben. Und trotzdem gibt Büskens die Hoffnung nicht auf, dass im Heimspiel im Allianz-Stadion der Schalter wieder umgelegt und die Situation dadurch ein wenig beruhigt wird.

Auf Nachfrage gibt er deshalb zu: "Ich gebe Ihnen recht, wir sehnen uns alle nach dem Erfolg. Wir sind bereit, alles dafür zu investieren. Ich kann nur immer wieder betonen, dass wir Vertrauen in unsere Mannschaft haben."

Konsequenzen nach dem Wiener Derby?

Alles in allem wiederholten sich die Begründungen des deutschen Chefbetreuers in den vergangenen Wochen. Trotz seiner Meinung nach guter Ansätze, blieben die positiven Ergebnisse jedoch aus. Die Durststrecke hält nun schon viel zu lange an.


Zwei Stürmer? Büskens verteidigt seine Taktik:


Nicht vorstellbar ist deshalb, dass bei verpatzten Auftritten gegen die Italiener und vor allem im Derby Konsequenzen ausbleiben würden. Zu erfolsorientiert treten die Hütteldorfer in der Öffentlichkeit auf, zudem läuft langsam die Zeit davon, um das Versäumte aufzuholen.

Zu laut waren die zum Saisonbeginn erstmals seit langem wieder geäußerten Rufe nach dem Meistertitel, auch im ÖFB-Cup ist abermals der Wunsch nach dem ersten Triumph seit 1995 vorhanden, zudem wollte man international zum zweiten Mal in Folge "überwintern".

"Wir müssen wieder an unsere Stärken glauben. Wir wissen, dass wir Fußball spielen können. Wir haben es jetzt nicht verlernt im letzten Monat. Wir müssen jetzt wieder Gas geben, den Schalter umlegen und zeigen, was wir wirklich können. Dann werden wir wieder gewinnen und den Turnaround schaffen", gibt Louis Schaub die so einfach klingende Formel aus.

Fans als Zünglein an der Waage

Trotz des Duells mit Sassuolo kann jedoch keiner abstreiten, nicht schon auf den ersten Showdown mit der Wiener Austria im neuen Allianz-Stadion vorauszublicken. Denn da geht es ums Eingemachte - für die Spieler und die sportliche Leistung, allen voran Büskens.

"Über das Derby brauchen wir nicht reden, da muss ein Sieg her!", weiß auch Schaub, dass die Situation im Falle einer Niederlage endgültig eskalieren würde. In dieser Hinsicht gilt die Europa League als Generalprobe, bei der im Hinblick auf Sonntag durchaus viel auf dem Spiel steht.

"Wir werden nicht die Europa League beiseite schieben, nur weil es in der Liga nicht läuft. Das Sonntag-Spiel ist noch weit weg. Aber für das Selbstvertrauen wäre es natürlich gut, wenn wir eine gute Leistung zeigen und punkten. Dann kriegen wir wieder eine Brust und können hoffentlich das Publikum mitziehen. Und dann wartet das Derby", gibt Kapitän Stefan Schwab zu verstehen.

Die Fans sind dabei ein gutes Stichwort. In welche Richtung die Stimmung ausschlägt, wird auch das Handeln des Vereins beeinflussen, in welchem Ausmaß auch immer. Zumindest wäre es nicht das erste Mal.

Sollte es wie oben erwähnt gegen Sassuolo und im Wiener Derby keine Erlösung geben, wird es für einige Beteiligte ganz, ganz eng - allen voran für Büskens.


Das sagt Italien-Experte Stefan Schwab:


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