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Sturm gewarnt: "Treffen auf guten Gegner"

Mit Slovan Bratislava wartet ein Rekordmeister aus einem Nachbarland. Das sagt der Sturm-Sportdirektor Andreas Schicker zum Los.

Sturm gewarnt: Foto: © GEPA

Der SK Sturm Graz überwintert als einziger Klub Österreichs im Europacup.

Die Aufgabe für die beiden Playoff-Duelle in der UEFA Conference League ist jetzt klar: Slovan Bratislava>>>.

Der slowakische Rekordmeister und amtierende Titelträger wurde mit zehn Punkten in seiner Gruppe Zweiter hinter dem OSC Lille (14) und vor Olimpija Ljubljana (6) sowie Klaksvik (4).

Ein Gegner, vor dem Respekt, aber keine Furcht angebracht ist. Das schätzen auch die Verantwortlichen so ein.

Schicker: "Aus zwei Spielen mehr machen"

"Mit Slovan Bratislava haben wir einen slowakischen Traditionsverein gezogen, der über Jahre hinweg international immer dabei war, klarer Tabellenführer ist und in der Conference League in einer schwierigen Gruppe Zweiter geworden ist", fasst Andreas Schicker zusammen.

"Es ist so, dass wir auf einen guten Gegner treffen. Aber wir haben vorher schon gesagt, dass wir aus zwei Spielen noch mehr machen wollen, das ist auch in dieser Begegnung das Ziel", sagt Sturms Sportdirektor.

In jüngerer Vergangenheit bekam es Rapid mit Slovan zu tun: In der Europa-League-Qualifikation stiegen die Wiener 2018 nach einem 1:2 auswärts mit einem 4:0-Heimsieg noch auf. Ende 2011 gewann Red Bull Salzburg beide Duelle mit den Slowaken in seiner Europa-League-Gruppe.

Der Aufsteiger aus den beiden Begegnungen, die am 15. und 22. Februar 2024 steigen, steht im Achtelfinale. Sturm spielt zuerst daheim.

Aufstieg wäre finanziell attraktiv

Auch Eintracht Frankfurt oder Dinamo Zagreb hätten den Grazern, die erstmals seit 23 Jahren wieder europäisch überwintern, als Gegner gedroht.

"Die Conference League ist eine riesige Chance, noch länger international vertreten zu sein", hatte Sturm-Trainer Christian Ilzer zuletzt gemeint.

Es werden die ersten Auftritte von Sturm in der 2021/22 neu geschaffenen Conference League. Für das Erreichen des Achtelfinales gibt es 600.000 Euro, das Viertelfinale brächte eine Million ein. Weitere UEFA-Prämien aufgrund des Klub-Koeffizienten sowie auf Basis des Fernsehmarktes sind ebenfalls garantiert.

Durch ihre vier Punkte in der Europa League haben die Grazer bisher inklusive Startgeld 4,47 Mio. Euro an reinen UEFA-Prämien verdient.

Mit einem Ex-Rapidler

Bratislava ist 16-facher nationaler Meister (zuletzt 2023). Mit 45 Punkten aus 18 Spielen ist der Hauptstadtklub überlegener Tabellenführer in der Slowakei.

Der frühere ÖFB-Verteidiger Kevin Wimmer spielt seit seinem Abgang von Rapid unregelmäßig in der Innenverteidigung. Toptorschütze (12 Tore) und aktuell wertvollster Spieler ist der serbische Rechtsaußen Aleksandar Cavric.

Slovan schrieb wiederholt Negativschlagzeilen mit Rechtsextremismus. Teile des Fananhangs sind der rechtsextremen Szene zuzuordnen, 2019 wurde ein damaliger Slovan-Vizepräsident verurteilt, weil er nach einem Meisterschaftsspiel öffentlich den Hitlergruß gezeigt und dazu "Heil Hitler!" gerufen hatte.

Spiele mit Hochrisiko-Charakter sind quasi vorprogrammiert. Die organisierte Fanszene von Sturm möchte als unpolitisch gelten, wird politisch aber mehrheitlich als links eingestuft.

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