"Wenn er den runterfängt, bist du der Depp der Nation"
Der Kapitän eröffnete das Elferschießen. Seinen ursprünglichen Plan hatte er da schon verworfen: "Eigentlich wollte ich ja in die Mitte schießen, habe mir aber gedacht: Das kannst du nicht machen, wenn der stehenbleibt und den Ball runterfängt, bist du der Depp der Nation."
Die Gedanken am Weg zum Punkt
Was er sich gedacht habe, als er zum Punkt ging? "Ich habe die Möglichkeit, vor ganz Österreich einen Elfer zu schießen, was gibt’s Schöneres?", schildert der Steirer seine Gedanken.
Ganz anders das Innenleben von Sanel Saljic, der mit seinem Elfer dann für die Entscheidung sorgte. Was er gedacht habe? "Nix. Ich war ganz entspannt, wusste, in welche Ecke ich schieße", grinst er.
Radlingers mentale Tricks
Und dann war da noch Samuel Sahin-Radlinger. Der FAK-Goalie parierte einen Elfer. "Das freut mich, aber wir waren 17 Matchwinner heute", will er dem gar nicht zu viel Bedeutung beimessen.
Aber über Elfmeter hätten Tormanntrainer Udo Siebenhandl und er schon immer wieder gesprochen: "Gegen den LASK habe ich endlich wieder mal einen Elfer gehalten (Anm.: Schütze Usor traf dann im Nachschuss), davor hat es leider lange nicht geklappt – das war schon ein Thema."
Und das Elferschießen? "Es war eine mentale Geschichte. Ich bin mit einem positiven Mindset ins Elferschießen gegangen, habe mir die Jubelbilder im Kopf vorgestellt, das hat gewirkt. Wenn der Schütze dann bereitsteht, ist es Autopilot, da bin ich in meinem Bewegungsablauf drinnen, entscheide mich nur noch für eine Ecke", verrät der Goalie.