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Beendet
4:2
0:1 , 1:1 , 0:0
Endstand 1:2
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Die violetten Elfer-Geheimnisse

Was anders war als vor zwei Jahren. Welchen Plan Fischer verwarf. Welchen mentalen Trick Goalie Sahin-Radlinger angewandt hat.

Die violetten Elfer-Geheimnisse Foto: © GEPA

Stephan Helm hatte einen Backflash.

Plötzlich war der 31. Juli 2024 wieder präsent. Das Europacup-Rückspiel gegen Ilves Tampere. Das 4:3 hatte damals nicht gereicht, die Austria musste ins Elferschießen. Und verlor.

Gegen Ilves wollte fast niemand

Doch es war gar nicht so sehr die Niederlage, es war die Situation vor dem Elferschießen, die ihm in Erinnerung geblieben ist.

"Damals haben sich zwei Spieler recht schnell gemeldet, dass sie schießen werden, für die restlichen waren fast Überredungskünste notwendig", sagt der Austria-Trainer.

Gegen Beitar dann fast alle

Zwei Jahre später geht es wieder ins Elferschießen. Nach dem 2:1 im Hinspiel gegen Beitar Jerusalem steht es im Rückspiel nach Verlängerung 1:2. Spielbericht >>>

Helm betritt den Rasen, um seine Schützen auszuwählen. Und diesmal ist alles anders.

"Zehn Spieler auf mich zugekommen, die mir alle signalisiert haben, dass sie schießen wollen", freut er sich. Sanel Saljic hebt die Hand, Vasilije Markovic geht aktiv auf den Trainer zu.

Sinnbildlich für die Entwicklung

Kapitän Manfred Fischer dazu: "Hut ab vorm Vaso! Der ist 17 Jahre alt und hat sich sofort gemeldet. Ich bin stolz auf ihn."

Helm sagt: "Das ist ein Sinnbild dafür, was in den letzten zwei Jahren gewachsen ist. Wir haben ein ganz anderes Selbstbewusstsein. Wir glauben auch in schwierigeren Situationen an uns."

Kein Elfer-Training

Dabei war ein Elferschießen im Vorfeld gar kein großes Thema. "Ich habe mich nicht damit beschäftigt. Ich habe in der 113. Minute dem Wegi (Anm.: Assistent Christian Wegleitner) gesagt, er soll sich Gedanken machen, wie die Liste aussehen könnte", verrät der FAK-Coach.

Extra trainiert wurde im Vorfeld nicht. Erst am Spieltag haben einige Kicker probeweise Elfer geschossen. "Ich habe beim Aktivieren noch zwei geschossen, andere auch", sagt Fischer.

"Wenn er den runterfängt, bist du der Depp der Nation"

Manfred Fischer verwarf den Plan, in die Mitte zu schießen

Der Kapitän eröffnete das Elferschießen. Seinen ursprünglichen Plan hatte er da schon verworfen: "Eigentlich wollte ich ja in die Mitte schießen, habe mir aber gedacht: Das kannst du nicht machen, wenn der stehenbleibt und den Ball runterfängt, bist du der Depp der Nation."

Die Gedanken am Weg zum Punkt

Was er sich gedacht habe, als er zum Punkt ging? "Ich habe die Möglichkeit, vor ganz Österreich einen Elfer zu schießen, was gibt’s Schöneres?", schildert der Steirer seine Gedanken.

Ganz anders das Innenleben von Sanel Saljic, der mit seinem Elfer dann für die Entscheidung sorgte. Was er gedacht habe? "Nix. Ich war ganz entspannt, wusste, in welche Ecke ich schieße", grinst er.

Radlingers mentale Tricks

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Der FAK-Goalie parierte einen Elfer
Foto: ©GEPA

Und dann war da noch Samuel Sahin-Radlinger. Der FAK-Goalie parierte einen Elfer. "Das freut mich, aber wir waren 17 Matchwinner heute", will er dem gar nicht zu viel Bedeutung beimessen.

Aber über Elfmeter hätten Tormanntrainer Udo Siebenhandl und er schon immer wieder gesprochen: "Gegen den LASK habe ich endlich wieder mal einen Elfer gehalten (Anm.: Schütze Usor traf dann im Nachschuss), davor hat es leider lange nicht geklappt – das war schon ein Thema."

Und das Elferschießen? "Es war eine mentale Geschichte. Ich bin mit einem positiven Mindset ins Elferschießen gegangen, habe mir die Jubelbilder im Kopf vorgestellt, das hat gewirkt. Wenn der Schütze dann bereitsteht, ist es Autopilot, da bin ich in meinem Bewegungsablauf drinnen, entscheide mich nur noch für eine Ecke", verrät der Goalie.

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