Fitz ist und bleibt ein Pechvogel
Speziell in der Offensive präsentierten sich die "Veilchen" gegen eine bessere B-Elf des "Gelben U-Boots" durchaus mutig, aber nähesten kam Fitz in Halbzeit eins mit einem Lattenschuss einem Tor.
"Bei mir zieht es sich schon durch die ganze Saison. Vier Mal habe ich jetzt schon die Latte getroffen und nur zwei Mal ins Tor. Das Glück ist nicht auf meiner Seite, aber ich werde trotzdem weitermachen", ärgert sich der Pechvogel.
So vielversprechend die violette Offensivleistung teilweise war, so wenig war es das Abwehrverhalten. Eine naive, zum Teil schülermäßige Defensivleistung brachte die Favoritner um die Chance, sich jemals ernsthafte Hoffnung auf einen Punktgewinn zu machen.
"Wir haben bis zur 70. Minute eigentlich gut mitgespielt, haben zwei vermeidbare Tore bekommen und waren 2:0 hinten", so Fitz. Vier Minuten später wurde der 23-Jährige ausgetauscht und musste mitansehen, wie seine Austria in alle Einzelteile zerfiel.
Altstar schenkt Austria drei Tore in 12 Minuten ein
Der zur Pause eingewechselte Jose Luis Morales schnürte ab der 76. Minute binnen zwölf Minuten einen lupenreinen Hattrick, der dem 35-Jährigen auch von einer sich auflösenden Austria-Defensive ermöglicht wurde.
"Ich denke schon, dass die Niederlage ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. Bis zum 0:2 hat die Mannschaft einen mutigen Auftritt hingelegt, aber danach hat man den Klassenunterschied schon erkannt", weiß Coach Manfred Schmid.
Speziell das Defensivverhalten seiner Mannschaft war dem 51-Jährige ein Dorn im Auge: "Im Großen und Ganzen haben sie alles reingeworfen, aber natürlich sind einige Dinge passiert, die so nie passieren dürfen."
Nicht vergessen darf man bei der Kritik an der violetten Abwehrleistung, dass Villarreal noch vor wenigen Monaten in der Runde der letzten vier im höchsten europäischen Bewerb stand. Auch wenn vom Halbfinal-Auftritt in der "Königsklasse" nur ein Spieler auch am Donnerstag in der Startelf des "Gelben U-Boots" stand, lief noch immer eine hochklassige, technisch perfekt ausgebildete Villarreal-Mannschaft im Ausweichstadion in Valencia auf.
Mühl: "Da können wir uns viel abschauen"
"Wir hatten keine Chance, Villarreal war die klar bessere Mannschaft. Da können wir uns viel abschauen, wie internationaler Fußball geht. Die Truppe weiß genau, was sie macht. Wenn du einen Ball zu ungenau spielst, läufst du sofort in einen Konter. Daraus müssen wir lernen, weil in solchen Spielen wird einfach jeder Fehler bestraft", hofft Kapitän Lukas Mühl, dass aus der Lehrstunde von Valencia bei der Austria auch tatsächlich was hängen bleibt.
Mit nur einem Punkt zur Halbzeit der Gruppenphase stehen die "Veilchen" bei ihrem Debüt in der Europa Conference League nämlich bereits mit dem Rücken zur Wand. Das große Glück der Wiener ist, dass Villarreal auch die anderen beiden Spiele gewinnen konnte und Hapoel Beer Sheva nach einer Nullnummer bei Lech Posen im Parallelspiel als Zweiter momentan nur drei Zähler vor dem FAK liegt.
Dennoch fordert Mühl: "Wir müssen die restlichen Spiele gewinnen, sonst wird es eng in der Gruppe", und meint damit auch das Heimspiel kommende Woche gegen Villarreal. Dann benötigt die Austria aber mehr als nur 70 brave Minuten, wenn sie gegen das spanische Spitzenteam tatsächlich etwas mitnehmen möchten.