Beendet
2:2
0:1 , 2:1
NEWS

15 Minuten kosten Rapid Siegesserie in "überragender Atmosphäre"

Die Ausgangslage ist in Ordnung, hätte aber besser sein können. "Wir wussten, wie schnell das Momentum in diesem Stadion umschlagen kann", bleibt als Selbstkritik.

15 Minuten kosten Rapid Siegesserie in "überragender Atmosphäre" Foto: © GEPA

Neun Spiele, acht Siege - und jetzt ein Remis.

Die Siegesserie des SK Rapid ist im Hinspiel beim Heart of Midlothian FC zwar gerissen, mit dem 2:2 stehen aber alle Chancen zum Überstehen des Playoffs in der UEFA Conference League offen. Das entscheidet sich am Mittwoch im Wiener Westen.

Ein wenig komfortabler hätte die Ausgangsposition noch sein können. Die Hütteldorfer waren den Großteil der ersten Halbzeit überlegen, gingen folgerichtig in Führung. Dass es zur Pause nur 1:0 stand, war auch auf einen starken Hearts-Torhüter Beau Reus zurückzuführen.

15 Minuten vermiesen das Fazit etwas

Dann aber riss der Faden - lange genug, dass der schottische Vizemeister in die Partie zurückfand. Serge-Philippe Raux-Yao lenkte eine Hereingabe ins eigene Tor ab, dann traf James Wilson einen Schuss aus rund 30 Metern perfekt - Spiel in sieben Minuten gedreht.

"Den hat er überragend getroffen. Ich stehe ein bisschen weiter vorne, weil ich die Verteidiger supporten will", erklärt Niklas Hedl seine ungünstige Positionierung dabei im ORF.

Johannes Hoff Thorup hätte gerne mehr mitgenommen: "Ich bin enttäuscht über die 15 Minuten in der zweiten Hälfte. Wir wussten, dass das Momentum in einem Stadion wie diesem schnell umschlagen kann. Da haben wir nicht gut mit dem Ball gespielt. Dann war es zu einfach für sie, uns den Ball abzunehmen."

Einfach drauf

Dass es keine Niederlage setzte, war dann Joker Nikolaus Wurmbrand zu verdanken, der es mit Gewalt versuchte und erfolgreich war.

"Es war so viel los vor dem gegnerischen Tor. Da hab ich einfach draufgehaut und geschaut, was passiert", so der Ausgleichsschütze.

"Wir haben es als Mannschaft in den letzten 20 Minuten wieder richtig gut gemacht. Wenn wir unsere Leistung bringen, können wir den Gegner schlagen", blieb er sicher.

Bleibender Eindruck

Zumal es jetzt die Überzeugung gibt, den Hearts mit dem eigenen Spiel wehtun zu können. Wenn es gelingt, dranzubleiben.

"Insgesamt haben wir eine gute Leistung gezeigt. Die erste Hälfte war gut, sie hatten da gar keine Chancen", blieb auch der Trainer zufrieden. "Aber meine Spieler haben den Ehrgeiz, noch mehr zu erreichen. Das gefällt mir an ihnen."

"Das Match wird uns allen länger in Erinnerung bleiben, die Atmosphäre war überragend", gab Hedl zu, dass auch das Umfeld dem Gegner durchaus helfen konnte. Dieser Vorteil wird in sechs Tagen aber auf Seiten von Grün-Weiß sein.

Kommentare