Conference-League-Spiel in Bergamo im Zeichen von Protesten
Starkes Sicherheitsaufgebot anlässlich des Fußballmatchs Atalanta Bergamo-Hapoel Tel Aviv.
Kurz vor dem Anpfiff des Conference-League-Playoffs zwischen Atalanta Bergamo und Hapoel Tel Aviv ist die politische Spannung rund um das Spiel deutlich gestiegen.
Vor dem Stadion in der norditalienischen Stadt Bergamo versammelten sich am Donnerstag Demonstranten zu einem Protest gegen die Partie, Israel und für die Freilassung Palästinas. Auf einem Transparent stand: "Dem Zionismus einen Tritt geben".
Bereits am Vorabend war an den Außenwänden der New Balance Arena in Bergamo die Leuchtschrift "Boycott Israel" zu sehen. Die Aktion wurde vom Bergamo-Team der Global Sumud Flotilla für sich reklamiert. Die Aktivisten bezeichneten sie als "Geste des Lichts gegen den Genozid in Gaza".
Sicherheitsaufgebot in Bergamo deutlich verstärkt
Für die Partie am Donnerstagabend wurde das Sicherheitsaufgebot in Bergamo deutlich verstärkt. Rund 1.000 Anhänger von Hapoel Tel Aviv wurden erwartet. Im Stadion waren palästinensische Flaggen verboten; zugleich wurde eine pro-palästinensische Kundgebung in der Stadt angekündigt.
Die Proteste richten sich damit nicht nur gegen das israelische Team, sondern gegen die Verbindung von Sport und dem politischen Konflikt im Nahen Osten. Die Organisatoren der Kundgebung forderten unter anderem einen Ausschluss des "Zionismus aus dem Sport".