Montenegro greift durch - Coach weg

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Montenegro hat sich am Samstag mit sofortiger Wirkung von seinem Teamchef Ljubisa Tumbakovic getrennt. Grund ist dessen Fernbleiben vom EM-Qualifikationsspiel am Freitag in Podgorica gegen den Kosovo (1:1).

Der Serbe Tumbakovic war der Begegnung - offenbar auf Druck aus seiner Heimat - ebenso ferngeblieben wie seine in Serbien geborenen Spieler Filip Stojkovic und Mirko Ivanic.

"Neben der unangenehmen Überraschung ist die Handlung von Tumbakovic auch ein Bruch seiner vertraglich festgelegten persönlichen Pflichten", gibt Montenegros Fußball-Verband (FSCG) am Samstag bekannt.

Politischer Druck aus Serbien

Der Vorstand bedauert, dass "Druck aus gewissen Kreisen" zum Fernbleiben von Stojkovic und Ivanic geführt habe. "Dinge, die nichts mit Sport zu tun haben, haben in diesem Fall den Sport und den Fußball besiegt."

Der Kosovo hatte sich 2008 von Serbien für unabhängig erklärt und ist mittlerweile von mehr als 110 Ländern, darunter Österreich, als souveräner Staat anerkannt. Eine andere Gruppe von Staaten - darunter Serbien, China, Russland und fünf EU-Mitglieder - lehnt die Anerkennung dagegen weiter ab.

Montenegro liegt in der EM-Quali-Gruppe A mit zwei Punkten aus drei Spielen auf dem letzten Platz. Tumbakovic betreute das Team seit Februar 2016.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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