Nordirland hofft gegen Deutschland auf Märchen

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Für Deutschland geht es im abschließenden Gruppenspiel am Dienstag (18 Uhr) gegen Nordirland um den Gruppensieg.

Alles andere als ein Sieg wäre eine Überraschung: "Einen anderen Weg kenne ich nicht", betont DFB-Teamchef Joachim Löw.

Die Nordiren wissen um ihre Außenseiterrolle, hoffen aber auf ein Fußball-Märchen. "Das wird ein sehr hartes Spiel gegen Deutschland. Aber manchmal ist Fußball auch ein romantisches Spiel, manchmal kommen die Underdogs durch", sagt Gareth McAuley.

Nach dem 2:0-Auftaktsieg gegen die Ukraine und dem torlosen Remis gegen Polen ist Deutschland mit vier Zählern vor den punktegleichen Polen Spitzenreiter der Gruppe. 

Unabhängig von der Außenwahrnehmung und der öffentlichen Kritik an den bisherigen Auftritten in Frankreich sehen sich Betreuerstab und die Mannschaft auf Kurs. "Der Blick geht jetzt nach vorn. Punktemäßig stehen wir gut da. Wir sind jetzt nicht beunruhigt, dementsprechend passt alles", sagte Offensivspieler Thomas Müller.

Skepsis ausräumen

Löw plant gegen die Nordiren keine großen taktischen und personellen Veränderungen. Auch die Offensivkräfte um Torjäger Müller, der weiterhin ohne EM-Treffer ist, bekommen erneut das Vertrauen des 56-Jährigen. "Ich war nicht zufrieden mit der Offensive, aber ich weiß, was sie können und glaube an ihre Fähigkeiten", bekräftigte der DFB-Cheftrainer erneut.

Abwehr-Boss Jerome Boateng und seine Kollegen möchten gegen Nordirland auch dafür sorgen, dass sich bei den Fans in der Heimat Skepsis in Zuversicht verwandelt. Denn noch hat der Weltmeister bei der EURO in Frankreich kein spielerisches Feuerwerk gezündet.

"Wir wissen als Mannschaft, dass wir uns nicht nur auf unsere technischen Qualitäten verlassen dürfen, sondern auch Entschlossenheit zeigen müssen", sagt auch Teammanager Oliver Bierhoff. "Wir haben viele Spieler, die ständig solche Spiele haben, die sehen es ganz nüchtern. Sie wissen um ihre Stärke. Das werden wir entsprechend umsetzen."

"Respekt, aber keine Angst"

"Wir haben Respekt vor ihnen, aber keine Angst", erklärte Nordirlands Mittelfeldspieler Jamie Ward. "Wir wissen um die Stärken der Deutschen, sie verfügen über einige der weltbesten Spieler." Auch sein Teamkollege Josh Magennis ist überzeugt, dass "mit entsprechend guter Vorbereitung jeder Gegner zu schlagen ist".

In der EM-Qualifikation haben die Nordiren mit zwei Siegen über die Deutschen bereits Historisches geschafft: In der Ausscheidung für das Turnier 1984 in Frankreich setzte es für den damaligen Titelverteidiger in der Gruppe 6 ein 0:1 in Belfast, genau ein Jahr später siegten die Nordiren dann im November 1983 in Hamburg erneut 1:0.

Kein anderes Team hat gegen die Deutschen zwei Quali-Erfolge gefeiert. Die Gesamtbilanz spricht aber mit acht Siegen bei vier Remis und den zwei erwähnten Niederlagen sowie einem Torverhältnis von 32:13 ganz klar für den Titelanwärter.

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