Europacup: Das kommt auf die ÖFB-Klubs zu

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2018 ist ein Reform-Jahr, was den österreichischen Fußball betrifft.

National wird ab Sommer im Oberhaus in einer Zwölfer-Liga gespielt, darunter startet die neue 2. Liga mit 16 Teams.

International greift auch die UEFA-Reform in Champions und Europa League.

Am Dienstag gab der europäische Fußball-Verband den neuen Quali-Modus bekannt (Hier nachlesen).

LAOLA1 erklärt, was auf die ÖFB-Klubs ab 2018/19 zukommt.

Cupsieger 2019/20 fix in EL-Gruppenphase

Ein ganzes Drittel ist in der österreichischen Bundesliga in dieser Saison noch zu absolvieren.

Während offen ist, welche Vereine Europacup-Quali spielen werden, ist längst klar, wie viele ÖFB-Klubs 2018/19 international vertreten sein werden.

Weil Österreich die UEFA-Fünf-Jahreswertung nach der Saison 2016/17 auf Rang 15 abschloss, dürfen 2018/19 fünf ÖFB-Klubs europäisch spielen.

Der Meister und der Vizemeister spielen in der Champions-League-Quali, der Cupsieger sowie der Dritt- und Viertplatzierte der Bundesliga spielen Europa-League-Quali.

Sollte der Meister oder Vizemeister den Cup gewinnen, rückt der Fünftplatzierte der Bundesliga nach.

Heimische Fußball-Fans schielen bereits auf die Saison 2019/20, denn sollte Österreich den aktuell elften Platz in der Fünfjahres-Wertung bis zum Ende dieser Saison halten, dann wäre der österreichische Meister fix in der Champions-League-Gruppenphase, sofern sich der CL-Sieger 2019 auch via Liga qualifiziert - darauf hofft etwa zur kommenden Saison Tschechien.

Fix ist: Österreichs Cupsieger spielt 2019/20 fix in der Gruppenphase der Europa League, denn dafür reicht auch Platz zwölf in der Fünfjahres-Wertung und der ist dem ÖFB nicht mehr zu nehmen.

Ein absoluter Anreiz: Denn in eine Gruppenphase durch die Quali zu gelangen, wird durch die Reform ab kommender Saison schwieriger.

Schwierigere Quali

Schon länger war klar: 26 statt bislang 22 Teams haben einen Fixplatz in der Gruppenphase der Champions League. Hier wurden Europas Top-Ligen von der UEFA besänftigt, denn die ersten vier Verbände in der Fünfjahreswertung (2018/19: Spanien, Deutschland, England, Italien) stellen je vier Teilnehmer.

Der Fünfte (Frankreich) und Sechste (Russland) je zwei und der Siebente (Portugal), Achte (Ukraine), Neunte (Belgien) und Zehnte (Türkei) je einen. (Hier die offizielle Zugangsliste)

Österreichs Meister startet in der 2. CL-Quali-Runde des Meisterweges und versucht in sechs Partien in die Gruppenphase zu gelangen. Der Vizemeister startet in der 2. CL-Quali-Runde des Ligaweges und muss ebenfalls drei Runden überstehen.

Neu ist: Sollten österreichische Vertreter, egal in welcher Runde, in der CL-Quali fliegen, dürfen sie noch auf eine Teilnahme in der Europa League träumen.

Hier hat die UEFA einen eigenen Meister-Weg in der Europa-League-Quali ins Leben gerufen, in der acht Fixplätze ausgespielt werden. 17 Plätze der Europa-League-Gruppenphase sind den zwölf Cupsiegern der besten Verbände in der Fünfjahres-Wertung vorbehalten, dazu sind fünf weitere Liga-Vertreter der ersten fünf Verbände in dieser Wertung automatisch dabei.

Dann gibt es weitere Fixplätze für zehn Verlierer aus der CL-Quali (vier Verlierer der 4. Runde im Meisterweg und sechs Verlierer der 3. bzw. 4. Runde im Liga-Weg). Sprich: 35 von 48 Plätzen für 2018/19 sind bereits vergeben, ehe die österreichischen Klubs, die sich für die Europa League qualifiziert haben, eingegriffen haben.

Denn nur noch 13 statt 22 Plätze werden in der reinen Europa-League-Quali ausgespielt, die insgesamt 144 Klubs in Angriff nehmen.

Szenarien für ÖFB-Klubs

Gehen wir nun davon aus, dass die aktuelle Tabelle nach 24 Runden auch jene am Ende darstellt, würde Red Bull Salzburg seinen elften Anlauf in die Champions League in der 2. Runde des Meisterweges starten.

Wie zuletzt auch 2017 gilt es drei Runden zu überstehen, wenngleich im Playoff eben nur noch sechs statt zehn Teams vertreten sind. Sollte wie 2012 gegen Düdelingen das Out in Runde zwei kommen, folgt nicht das komplette Europacup-Aus, sondern dann geht es weiter im neuen Meisterweg der 3. EL-Quali-Runde.

Bei einem Aus in der 3. CL-Quali-Runde geht es im Meisterweg der 4. EL-Quali-Runde weiter und bei einem Aus in der 4. CL-Quali-Runde (Playoff) ist der EL-Fixplatz wie zuletzt sicher.

Sollte Sturm Vizemeister werden, startet man in der 2. CL-Quali-Runde des Liga-Weges und kann bei einem Aus ebenfalls in den Meisterweg der EL-Quali umsteigen. Die Grazer bräuchten allerdings nur eine Runde überstehen, um fix in der EL-Gruppenphase zu sein. Denn im CL-Ligaweg "reicht" ein Aus in der 3. CL-Quali.

In der 2. Runde warten allerdings bereits Kaliber, nämlich die Tabellenzweiten aus der Türkei, Tschechien, Schweiz, den Niederlanden und Griechenland.

Sollte der Cupsieger gemäß dieses Szenarios nicht Salzburg oder Sturm heißen, startet dieser in der 3. Quali-Runde des Ligawegs und braucht "nur" zwei Runden überstehen, um an der Gruppenphase teilzunehmen.

Der Dritte (Admira) und der Vierte (Rapid) steigen dann in der 2. EL-Quali-Runde des Ligawegs ein und müssen drei Runden überstehen - bei lediglich 13 in der Quali zu vergebenen Plätzen eine schwierige Aufgabe.


Textquelle: © LAOLA1.at

Champions und Europa League: So funktioniert neue Quali

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