Hasenhüttl: "Wir sind zu fair und ehrlich"

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Mit dem 3:2-Sieg gegen den FC Porto in der Champions League ist RB Leipzig wieder voll im Aufstiegs-Geschäft dabei.

Dennoch schlugen die zwei österreichischen Erfolgsexporte bei den Bullen aus Ostdeutschland, Marcel Sabitzer und Ralph Hasenhüttl, nach dem Heimspiel kritsiche Stimmen an.

Für Sabitzer müssen die defensiven Patzer ein Ende nehmen, um ganz oben im internationalen Fußball anzuklopfen. Für Hasenhüttl war die Chancenerarbeitung das größte Manko.

"Das kannst du dir auf internationalem Niveau nicht leisten"

Drei Dinge macht Sabitzer für den Erfolg verantwortlich: "Leidenschaft, Einsatz und fußballerische Qualität."

Aber auch der ÖFB-Flügelspieler weiß, dass wohl etwas mehr dazu gehört, um eine Klasse-Manschaft wie den FC Porto zu schlagen: "Wir haben nach vorne sehr gut gespielt und haben gute Chancen herausgespielt. Wir hätten aber ein paar Tore mehr schießen können."

Dies ist wohl einer der Gründe, weshalb es trotz Leipziger Überlegenheit bis zum Ende spannend blieb. Aber auch das Defensivverhalten seiner Mannschaft war der Offensivkraft ein Dorn im Auge: "Wir hätten ein paar Tore mehr schießen können, stellen uns nach hinten ein bisschen blöd an und gewinnen so nur 3:2. Wir kriegen zurzeit einfach zu viele Gegentore. Schon gegen Dortmund haben wir zwei unnötige Tore bekommen, heute haben wir wieder daran angeknüpft, das müssen wir auf jeden Fall abstellen, weil das kannst du dir auf diesem Niveau eigentlich nicht leisten."

Dass es dennoch für den Sieg gereicht hat freut den 23-Jährigen merkbar: "Wir wollen europäisch überwintern. Da war der Dreier zu Hause sehr wichtig. Die Heimspiele müssen wir dazu gewinnen und auswärts wenn es geht auch punkten."

Auch seinen Assist analysiert er in der typisch trockenen Sabitzer-Art: "Ich hab den Schuss ein bisschen angedeutet, hab schon im Augenwinkel gesehen, dass Emil (Forsberg Anm.) tief läuft, dann steck ich den Ball einfach durch und er macht den Ball eiskalt rein. So einfach kanns´ sein."

Leipzig zu naiv

Auch seinem Trainer Ralph Hasenhüttl gefiel viel am Leipziger-Spiel: "Nach vorne waren wir sehr variabel, wir haben sehr viel Speed gehabt in unseren Aktionen und haben versucht mit wenig Kontakten schnell tief zu kommen. In der zweiten Halbzeit sind wir nicht mehr das allerletzte Risiko gegangen. Wir wollten auf unsere Konterchancen warten. Die sind auch gekommen, die müssen wir aber uneigennütziger zu Ende spielen. Dann gewinnen wir das Spiel auch mit zwei oder drei Toren, wir waren die klar bessere Mannschaft. Aber wir sind jetzt in der Champions League angekommen."

Eine Rolle spielte laut dem Steirer auch die Jugendlichkeit des Bullen-Teams: "Wir haben die Standard-Situationen nicht konsequent verteidigt. Wobei man vor allem beim ersten Tor sagen muss, dass wir zu fair und zu ehrlich sind, weil das ein klares Foul an Klostermann war, wo er weggeschubst wird und stehen bleibt. Da sind wir noch zu jung und naiv. Dadurch wurde das Spiel nochmal spannend."

Textquelle: © LAOLA1.at

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