Spielmanipulation bei Roter Stern Belgrad?

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Heftige Anschuldigungen gegen Roter Stern Belgrad!

Laut "L'Équipe" haben französische Behörden Untersuchungen wegen möglicher Spielmanipulation gegen den serbischen Meister eingeleitet.

Konkret geht es um die Champions-League-Partie gegen Paris Saint Germain, die der Salzburg-Bezwinger mit 1:6 verlor.

Bereits Tage vor der Partie soll die UEFA einen Bericht darüber erhalten haben, dass eine ranghohe Führungsperson von Roter Stern zusammen mit Komplizen eine Wette in Höhe von fünf Millionen Euro auf eine Niederlage seines Teams mit fünf Toren Unterschied platzieren wird. Er soll zudem mehrere Spieler in seinen Plan eingeweiht haben und so sichergestellt haben, dass dieser auch aufgeht.

Belgrad-Spieler "verdächtig passiv"

Die für derartige Angelegenheiten zuständige Behörde PNF (Nationales Finanzamt) schaltete nach der von der UEFA weitergeleiteten Information Ermittler des Central Racing and Gaming Service (CSCJ) ein.

Diese untersuchten die Anschuldigungen vor und während der Partie, so auch ein mutmaßliches Treffen zwischen dem verdächtigen Serben und PSG-Präsident Nasser Al-Khelaïfi. Diese sollen zu einer Zusammenkunft in einem Pariser Fünf-Sterne-Hotel verabredet gewesen sein, tauchten aber nicht wie von den Ermittlern erwartet auf.

So richtig besorgt zeigten sich die Ermittler, als PSG tatsächlich mit fünf Toren Vorsprung gewann. Um sich nicht alleine auf die eigenen fußballerischen Kenntnisse verlassen zu müssen, engagierten die Ermittler im Vorfeld der Partie einen Experten, der im Parc des Princes anwesend war und in einem Bericht, die Passivität der Belgrader Spieler als schwer verdächtig bezeichnete.

Szenen wie im Thriller?

Die verdächtige Führungsperson von Roter Stern soll seine Gewinne, die mehrere zweistellige Millionengewinne ausmachen sollen, noch vorort im Zentrum von Paris von mehreren Spekulanten entgegengenommen haben. Diese Nachricht erreichte die Ermittler aber zu spät, so dass die verdächtige Person ohne Probleme Frankreich verlassen konnte. Ob dieses spekulierte Treffen tatsächlich stattgefunden hat, ist aber unklar.

Die Online Glücksspiel Regulations Behörde (Arjel), die bei Wetten in ungewöhnlicher Höhe normalerweise anschlägt und diese im Fall der Fälle blockiert, schritt nicht ein.

"Weder Frankreich, noch die Partner-Länder der Copenhagen Group (Plattform zur Manipulations-Bekämpfung mit 22 teilnehmenden Ländern), noch das Globale Lotterie Überwachungssystem (GLMS) hat untypische Wetten auf dieses Spiel erfasst", heißt es von Arjel. Es sollen zwar ungewöhnlich hohe Summen investiert worden sein, dies soll aber außerhalb der Operatoren des globalen Radars erfolgt sein.

"Das ist nicht möglich, das ist nicht wahr"

Bei Roter Stern Belgrad selbst streitet man diesbezügliche Vorwürfe konsequent ab. "Ich habe von sowas überhaupt noch nichts gehört. Das ist nicht möglich, das ist nicht wahr", so Roter Sterns Ehrenpräsident Dragan Dzajic.

Von PSG erhielt "L'Équipe" folgendes Statement: "Wir hören von Ihnen von diesen Informationen mit großem Staunen und Empörung. Paris Saint Germain beruft sich auf seine Hingabe gegenüber der Prinzipen des Sports und des Wettbewerbs und damit auf Zurückweisung aller Praktiken, die diese Integrität gefährden könnten."

Die UEFA erinnerte die "L'Équipe" auf Anfrage daran, "niemals Ermittlungen in Bezug auf Spielmanipulation zu kommentieren - egal ob sie existieren oder nicht."

Textquelle: © LAOLA1.at

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