Marsch: "Gegen beste Gegner beste Leistung"

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Viel Zeit hatte der FC Salzburg nicht, um das 2:2-Unentschieden zum Auftakt der Champions League gegen Lokomotive Moskau zu verarbeiten. Nur sechs Tage nach dem Remis in der Mozartstadt und drei Tage nach einem 2:0-Sieg bei der Wiener Austria wartet Atletico Madrid auf den Doublesieger (ab 21:00 Uhr im LIVE-Ticker und LIVE auf DAZN).

"Das ist ein unglaublich starker Gegner", sagt Salzburg-Trainer Jesse Marsch auf der Abschluss-Pressekonferenz in Madrid über die Hausherren. Zwar hätten die Salzburger viel Respekt vor dem Trainer und den Spielern, "am Ende müssen wir einen guten Matchplan haben, müssen aber mit unserer Stärke spielen. Wir müssen mit Selbstvertrauen unseren Fußball aggressiv spielen", so der US-Amerikaner.

Anders als in Israel

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

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Die Corona-Pandemie macht die Auswärtsspiele der Salzburger zu unangenehmen Reisen. Im September mussten die "Bullen" zu Maccabi Tel Aviv nach Israel reisen, wo kurz zuvor ein landesweiter Lockdown verhängt wurde.

In Madrid, wo sich Österreichs Double-Sieger zu Stunde befindet, grassiert das Virus ebenfalls. Die spanische Regierung hat am Wochenende den nationalen Notstand ausgerufen. Dennoch stellt sich die Situation vor Ort laut Marsch anders da als in Israel.

"Es sind viele Leute auf der Straße, die Straßen sind nicht total leer", berichtet der 46-Jährige, der mit Wehmut an die leeren Ränge im Stadion, dem Estadio Metropolitano, denkt.

"Es ist ein schönes Stadion, sehr groß. Wenn man hier steht und sich vorstellt, wie schön ein volles Stadion ist, ist es sehr schade."

Viel Feuerkraft im Angriff

Atletico Madrid weist im Angriff viel Qualität auf. Neuzugang Luis Suarez fügte sich nahtlos in das Spiel der "Colchoneros" ein. In sechs Spielen traf der 33-jährige Uruguayer viermal. Dazu kommt Diego Costa, der verletzungsbedingt gegen Salzburg fehlen wird, Flügelflitzer Yannick Carrasco, der im September fix vom chinesischen Erstligisten Dalian Pro verpflichtet wurde und 127-Millionen-Mann Joao Felix.

Der Portugiese wurde seinem massiven Preisschild allerdings nur selten gerecht. In der aktuellen Saison steht nur ein Treffer beim 6:1-Schützenfest gegen Granada zu Buche.

Für Salzburg-Verteidiger Andre Ramalho ist es das Wichtigste, die Null zu halten.

"Das ist mein, unser Hauptziel als defensive Spieler. Wir müssen immer, jedes Spiel, egal gegen wen, versuchen zu null zu spielen", so der Brasilianer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

"Es ist logisch - Wenn wir kein Tor bekommen, spielen wir zumindest unentschieden. Morgen wird es genauso sein. Wir wissen, wie stark unser Gegner ist, wie schwer das sein wird. Wir müssen eine perfekte Leistung bringen, damit wir das schaffen. Ich bin mir sicher, dass die ganze Mannschaft bereit ist dafür."

Für diese Aufgabe sei das Team perfekt vorbereitet, meint der 28-Jährige.

"Wir wissen, wie sie normalerweise spielen. Ich bereite mich gerne auf so einen Gegner vor. Jeder kenn solche Spieler. Ich glaube, es schadet nicht, mehr Informationen zu haben, wie sie in der Box positionieren, wie sie reagieren. Vor allem auf meiner Position. Ich treffe immer auf die torgefährlichsten Spieler der Mannschaften. Ich muss mich immer so solche Stürmer einstellen."

Die Madrilenen werden es den "Roten Bullen" jedoch alles andere als einfach machen. Während die Mannschaft von Diego Simeone in der Liga noch ungeschlagen ist, setzte es in der vergangenen Woche eine herbe 0:4-Niederlage bei den Bayern.

Da die "Colchoneros" von sich selbst den Anspruch haben, die Gruppenphase zu überstehen, müssen gegen Salzburg unbedingt drei Punkte her. Punkte, die auch Salzburg gut gebrauchen kann, um den Achtelfinal-Einzug irgendwie am Leben zu halten oder das Minimalziel Europa League zu erreichen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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