National wird das reichen, aber international haben sie uns gezeigt, dass sie es besser gemacht und uns im Schießen ein bisschen etwas vorgezeigt haben.
LASK will "das Unmögliche noch schaffen"
Aufgeben war nach dem Spiel allerdings keine Option, der Blick richtete sich schon auf das Rückspiel in Linz am Dienstag. "Die Jungs müssen daraus lernen, aber dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir haben jetzt noch ein Heimspiel und werden alles daran setzen, dass wir das Unmögliche noch schaffen", so Kühbauer gegenüber CANAL+.
"Im Heimspiel brauchen wir natürlich eine außergewöhnliche Leistung. Wenn wir effizienter sind, ist es vielleicht noch machbar. Grundsätzlich haben wir nicht so viel falsch gemacht, die Kleinigkeiten haben es entschieden", meint der Trainer.
Dem schließt sich auch Kapitän Sascha Horvath an: "Jetzt musst du daheim erst mal drei Tore schießen."
Dennoch, Celtic habe mehr vom Ball gehabt, aber bei so vielen Chancen müsse mal einer reingehen, das werde man sich genau anschauen und versuchen, im Rückspiel besser zu machen. "Die Chancen, die wir heute gehabt haben, müssen wir alle nutzen, hinten müssen wir kompakt stehen und auch die Räume schließen."
Internationale Spiele dann doch anders als die Bundesliga
Für Adeniran ist klar, dass das Rückspiel zwar nicht perfekt sein müsse, aber schlicht und einfach gut genug: "Natürlich gibt es Hoffnung bei mir und auch bei meinen Mitspielern. Wenn Celtic drei Tore schießen kann, können wir das auch, es ist nicht unmöglich."
Kühbauer macht dazu auch nochmal den Unterschied zur Bundesliga klar: "In internationalen Spielen ist die Musik eine andere. National wird das reichen, aber international haben sie uns heute gezeigt, dass sie es besser gemacht und uns im Schießen ein bisschen etwas vorgezeigt haben."
Respekt zollt dem LASK Celtic-Coach Martin O'Neill nach der Partie. Es sei noch lange nicht vorbei und im Rückspiel warte viel Arbeit. "Sie hatten gute Chancen und können unglücklich sein. Ich will uns gar nicht schlechtreden, aber es war ein schweres Spiel."
Celtic freut sich über Offensivstärke
Letztlich machte vielleicht auch die individuelle Qualität den Unterschied.
Einer dieser Unterschiedsspieler war Benjamin Nygren, der das Duell folgendermaßen beurteilt: "Meiner Meinung nach waren wir überlegen, was den Ballbesitz angeht. Es gab einige Momente, wo wir nicht gut verteidigt haben, da haben wir zu viele Fehler gemacht und sie konnten Konter fahren. Dann haben wir zwei sehr gute Tore erzielt, das war wahrscheinlich der Wendepunkt."
Und auch Neuzugang Camilo Duran war mit seinen zwei Toren maßgeblich am Erfolg der Schotten beteiligt. Er erhielt Sonderlob von seinem Trainer: "Er ist ein Topspieler, neben seinen Dribblings und Toren arbeitet er auch gut nach hinten mit. Wir haben uns verbessert im Vergleich zur letzten Saison, da wir immer in der Lage sind, ein Tor zu schießen."
Bleibt für den LASK zu hoffen, dass die Topspieler bei Celtic Glasgow ihr Visier im Rückspiel nicht zu genau eingestellt haben, und man selbst genau diese Effektivität an den Tag legen kann. Dann könnte es tatsächlich nochmal spannend werden.