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LASK hadert: "International ist die Musik eine andere"

Der LASK spielt im Celtic Park phasenweise sehr gut mit, am Ende machen aber Kleinigkeiten, Effizienz und fehlendes Spielglück den Unterschied. Aufgeben will man aber noch nicht.

LASK hadert: "International ist die Musik eine andere" Foto: © GEPA
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Der LASK steht nach dem Hinspiel des Champions-League-Playoffs gegen Celtic bereits mit dem Rücken zur Wand.

Trotz einer eigentlich guten Leistung setzte es in Glasgow eine 0:3-Niederlage (zum Spielbericht), mit der ein Aufstieg zur Mammutaufgabe wird.

Entscheidend war an diesem Abend vor allem die verglichen mit Celtic mangelhafte Effizienz der Linzer. "Ich bin definitiv nicht glücklich. So ist Fußball: Wenn man die Chancen nicht macht, wird man bestraft. Wir müssen die Tore machen und dann ist es ein anderes Spiel", stellt Stürmer Samuel Adeniran nach der Partie im Interview mit CANAL+ fest.

Tatsächlich hatte der LASK am Ende sogar den höheren x-Goals-Wert. Hinzu kamen zwei Tore aus Abseitsposition, das erste schon nach gut 30 Sekunden. Wäre man hier in Führung gegangen, hätte das Spiel womöglich einen anderen Ausgang genommen.

Kühbauer hadert mit Kleinigkeiten

Trainer Didi Kühbauer hadert dementsprechend mit dem Resultat: "Das Ergebnis ist sehr hart, würde ich sagen. Wenn du 0:3 verlierst, denkt man, da war nichts drin für die Auswärtsmannschaft. Aber in diesem Fall hat meine Mannschaft ein echt gutes Spiel gemacht. Das einzige, was man ihnen vorwerfen muss: Aus diesen Chancen musst du zwei, wenn nicht drei Tore machen. Und das war das größte Manko in diesem Spiel. Celtic hat diese Effizienz gezeigt bei ihren Schüssen."

Es seien die Kleinigkeiten gewesen, die den Unterschied ausgemacht hätten. So hätte man etwa den zweiten Ball besser verteidigen müssen. Schließlich entstanden besonders die ersten beiden Tore aus sehr ähnlichen Situationen, in denen der LASK den Ball nicht ordentlich klären konnte.

National wird das reichen, aber international haben sie uns gezeigt, dass sie es besser gemacht und uns im Schießen ein bisschen etwas vorgezeigt haben.

Didi Kühbauer

LASK will "das Unmögliche noch schaffen"

Aufgeben war nach dem Spiel allerdings keine Option, der Blick richtete sich schon auf das Rückspiel in Linz am Dienstag. "Die Jungs müssen daraus lernen, aber dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir haben jetzt noch ein Heimspiel und werden alles daran setzen, dass wir das Unmögliche noch schaffen", so Kühbauer gegenüber CANAL+.

"Im Heimspiel brauchen wir natürlich eine außergewöhnliche Leistung. Wenn wir effizienter sind, ist es vielleicht noch machbar. Grundsätzlich haben wir nicht so viel falsch gemacht, die Kleinigkeiten haben es entschieden", meint der Trainer.

Dem schließt sich auch Kapitän Sascha Horvath an: "Jetzt musst du daheim erst mal drei Tore schießen."

Dennoch, Celtic habe mehr vom Ball gehabt, aber bei so vielen Chancen müsse mal einer reingehen, das werde man sich genau anschauen und versuchen, im Rückspiel besser zu machen. "Die Chancen, die wir heute gehabt haben, müssen wir alle nutzen, hinten müssen wir kompakt stehen und auch die Räume schließen."

Internationale Spiele dann doch anders als die Bundesliga

Für Adeniran ist klar, dass das Rückspiel zwar nicht perfekt sein müsse, aber schlicht und einfach gut genug: "Natürlich gibt es Hoffnung bei mir und auch bei meinen Mitspielern. Wenn Celtic drei Tore schießen kann, können wir das auch, es ist nicht unmöglich."

Kühbauer macht dazu auch nochmal den Unterschied zur Bundesliga klar: "In internationalen Spielen ist die Musik eine andere. National wird das reichen, aber international haben sie uns heute gezeigt, dass sie es besser gemacht und uns im Schießen ein bisschen etwas vorgezeigt haben."

Respekt zollt dem LASK Celtic-Coach Martin O'Neill nach der Partie. Es sei noch lange nicht vorbei und im Rückspiel warte viel Arbeit. "Sie hatten gute Chancen und können unglücklich sein. Ich will uns gar nicht schlechtreden, aber es war ein schweres Spiel."

Celtic freut sich über Offensivstärke

Letztlich machte vielleicht auch die individuelle Qualität den Unterschied.

Einer dieser Unterschiedsspieler war Benjamin Nygren, der das Duell folgendermaßen beurteilt: "Meiner Meinung nach waren wir überlegen, was den Ballbesitz angeht. Es gab einige Momente, wo wir nicht gut verteidigt haben, da haben wir zu viele Fehler gemacht und sie konnten Konter fahren. Dann haben wir zwei sehr gute Tore erzielt, das war wahrscheinlich der Wendepunkt."

Und auch Neuzugang Camilo Duran war mit seinen zwei Toren maßgeblich am Erfolg der Schotten beteiligt. Er erhielt Sonderlob von seinem Trainer: "Er ist ein Topspieler, neben seinen Dribblings und Toren arbeitet er auch gut nach hinten mit. Wir haben uns verbessert im Vergleich zur letzten Saison, da wir immer in der Lage sind, ein Tor zu schießen."

Bleibt für den LASK zu hoffen, dass die Topspieler bei Celtic Glasgow ihr Visier im Rückspiel nicht zu genau eingestellt haben, und man selbst genau diese Effektivität an den Tag legen kann. Dann könnte es tatsächlich nochmal spannend werden.


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