Bayern-Gala: Nur Robben nicht wirklich happy

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Der FC Bayern München hat das Ticket für das Viertelfinale der Champions League mit einem 5:0-Heimsieg im Hinspiel gegen Besiktas Istanbul quasi gebucht.

Der klare Erfolg gegen die Türken war der höchste Sieg in einem K.O.-Duell seit der Saison 2008/09 unter Jürgen Klinsmann (7:1 gegen Sporting Lissabon) und der 14. Pflichtspielsieg des FCB in Folge.

Erstmals seit 1980 konnte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes einen derartigen Erfolgslauf hinlegen.

Bereits in der ersten Hälfte stellte der deutsche Rekordmeister mit 20 Torschüssen einen vereinsinternen Saisonrekord auf.

Unzufriedenheit über erste Hälfte

Maßgeblichen Anteil an der Gala hatten aber auch die Türken, die sich durch die Rote Karte in der 16. Minute für Vida nach einer Notbremse an Lewandowski selbst schwächten.

"Der Ausschluss hat uns natürlich in die Karten gespielt", wusste auch Doppeltorschütze Thomas Müller bei "Sky".

Dennoch kam der Bayern-Motor erst kurz vor der Pause mit dem 1:0 so richtig in Fahrt. "Wir haben aus unserer numerischen Überlegenheit zunächst kein Kapital schlagen können. Wir waren im Kopf nicht aggressiv genug", gestand Müller.

Das sah auch der FCB-Coach so. "Wir haben uns zu Beginn sehr schwer getan, hatten keinen Rhythmus und waren komischerweise nervös. Der Schlüssel zum Erfolg war neben der Roten Karte das 1:0 vor der Pause."

Robben mit Rolle unzufrieden

Nach dem Seitenwechsel machten Lewandowski und Co. dann kurzen Prozess. "Da waren wir viel besser, weil wir den Ball gut zirkulieren ließen, schnell und präzise gespielt und die Tiefe gesucht haben", erklärte Heynckes.

Während alle Bayern-Akteure einen glücklichen Eindruck hinterließen, war Arjen Robben nicht zum Lachen zu Mute.

Der Niederländer musste sich zunächst mit der Reservistenrolle abfinden und kam nur deswegen bereits in der 43. Minute zum Einsatz, weil James angeschlagen vom Platz ging.

Angesprochen auf seine Gefühlswelt sagte der 34-Jährige: "Wenn ich jetzt über meine Emotionen spreche, sitze ich morgen beim Sportdirektor…"

Heynckes meinte abschließend: "Arjen ist ein Top-Profi, der nach seiner Einwechslung ein belebendes Element war. Seine aktuelle Situation ist auch nur eine Momentaufnahme. Aber wenn man bei Bayern einen Vertrag unterschreibt, muss man damit rechnen, nicht immer zum Zug zu kommen."


Textquelle: © LAOLA1.at

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