"Leute müssen kapieren, dass ich nicht Messi bin"

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Wenn Juventus Turin am Dienstagabend den FC Barcelona im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales empfängt (LIVE ab 20:45 Uhr im LAOLA1-Ticker), steht für Paulo Dybala eine ganz besondere Begegnung am Programm.

Der 23-jährige Argentinier trifft erstmals in seiner Karriere auf seinen legendären Landsmann Lionel Messi.

„Ich respektiere und bewundere Leo. Aber ich spiele für Juve und er für Barcelona. Ich werde alles unternehmen, um zu gewinnen“, verspricht Dybala vor dem Showdon in der "Marca".

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"Möchte nicht der nächste Messi sein"

In seiner Heimat wird der Offensivkünstler der „Alten Dame“ aufgrund zahlreicher Parallelen mit dem Superstar der Katalanen als der „neue Messi“ bezeichnet.

Ein Umstand, der Dybala nicht freut.

„Die Leute müssen kapieren, dass ich nicht Messi bin. Ich bin Dybala und das möchte ich auch bleiben. Ich verstehe die Erwartungen und die Vergleiche in Argentinien, aber ich möchte nicht der nächste Messi oder der Messi der Zukunft sein. Er ist einzigartig, genau wie Diego Maradona. Messi redet nicht viel, er bleibt eher für sich und wir haben keine großartige Beziehung zueinander.“

Gerüchte um Wechsel

Doch vielleicht ändert sich ihr Verhältnis schon bald. Denn möglicherweise werden die beiden „Gauchos“ ab nächster Saison Teamkollegen. Zuletzt häuften sich die Transfer-Gerüchte um den sechsfachen Teamspieler der „Albiceleste“. Neben Bayern und Real soll auch Barca seine Fühler ausgestreckt haben.

Dybala geht mit den ganzen Spekulationen jedenfalls gelassen um: „Vor drei Jahren, als ich bei Palermo in der Serie B unter Vertrag stand, habe ich auch nicht daran gedacht, dass ich einmal bei Juve landen könnte. Ich genieße einfach jeden Tag und blicke nicht in die Zukunft. Außerdem bin ich in Turin sehr glücklich. Hier wird mir von jedem eine große Liebe entgegen gebracht.“

Dennoch gesteht der Linksfuß, dass der FC Barcelona ein ganz spezieller Klub für ihn ist. Das hat einen Grund: „Weil wir Argentinier uns sehr mit Messi identifizieren. Er ist ein Idol. Das habe ich immer schon gesagt. Und bei diesem Klub sind natürlich auch noch andere großartige Spieler wie etwa Neymar.“

"Wir spielen derzeit besser als Barcelona"

Das Viertelfinal-Treffen der beiden Giganten kommt für den Juve-Kicker „genau zur richtigen Zeit, denn wir spielen derzeit besser als Barcelona.“

Dass die Enrique-Elf im Achtelfinale gegen PSG erstmals in der Champions-League-Geschichte ein 0:4 aufholen konnte, lässt seinen Optimismus nicht schmälern.

„Wir haben Respekt, aber sicher keine Angst. PSG hat beim 1:6 aber auch nicht die Leistung gebracht, die notwendig gewesen wäre. Dieses Spiel sollte für jeden eine Lehre sein.“

Die Stärken der Katalanen sind für Dybala offensichtlich – aber auch ihre Schwächen: „Sie verfügen über eine unglaubliche Offensive. Über die einzelnen Leute brauchen wir kein Wort verlieren. Doch die Mannschaft leidet, wenn sie nicht in Ballbesitz ist. Wir dürfen ihnen da nichts schenken.“

Tipps von Alves

Mit Dani Alves steht seit letztem Sommer ein Spieler in den Reihen von Juve, der Barca wie seine Westentasche kennt. Neun Jahre verbrachte der Brasilianer beim kommenden CL-Gegner.

„Wir sind Freunde, sprechen viel miteinander. Er weiß genau, wie Barcelona tickt. Deswegen habe ich ihn natürlich gründlich ausgefragt“, lacht Dybala, der abschließend ein Versprechen abgibt:

„Wenn mir ein Treffer gelingt, werde ich wieder den Maskenjubel machen. Das ist seit dem verschossenen Elfmeter in der Supercoppa meine Art, Tore zu feiern.“

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