Rapid kürt sich zum Vizemeister

 

Der SK Rapid Wien kürt sich am letzten Spieltag doch noch zum Bundesliga-Vizemeister! Die Hütteldorfer besiegen den LASK, der sich trotz Niederlage auf den vierten Platz rettet, vor heimischem Publikum mit 3:0.

Die Partie beginnt mit einem Aufreger, als Husein Balic nach einem vermeintlichen Foul von Richard Strebinger im Sechzehner zu Boden geht, Schiedsrichter Gishamer entscheidet aber auf Schwalbe.

Während beim LASK Rene Renner u.a. nur die Latte trifft, findet Rapid in Halbzeit eins nur eine echte Torchance vor, Yusuf Demir scheitert jedoch alleine vor Alexander Schlager.

Dafür startet Rapid perfekt in den zweiten Durchgang - Taxiarchis Fountas schließt einen feinen Angriff wuchtig ab (47.). Der LASK hat daraufhin wenig entgegenzusetzen, ein Doppelpack von Christoph Knasmüllner macht in der Schlussphase alles klar (73., 95.).

Rapid schließt die Saison wegen des zeitgleichen Dreiers von Sturm punktgleich mit den Grazern ab (36 Pkt.), wird aufgrund des besseren Torverhältnisses aber auf Platz zwei vorgereiht. Der LASK profitiert indes von der Niederlage des WAC, beendet die Saison auf dem vierten Rang (30 Pkt.).

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LASK trotz Möglichkeiten torlos

Beide Teams begannen bei der Fan-Rückkehr vor 3.000 Anhängern äußerst ambitioniert, die Folge war eine hart umkämpfte, temporeiche erste halbe Stunde, in der es schon nach fünf Minuten den ersten Aufreger gab. Husein Balic umkurvte Rapid-Tormann Richard Strebinger und ging dann zu Boden, Schiedsrichter Sebastian Gishamer entschied allerdings nicht auf Elfmeter, sondern zeigte dem ÖFB-Teamspieler für eine Schwalbe die Gelbe Karte. Die Entscheidung war äußerst umstritten.

Rapid war in der 18. Minute erstmals brandgefährlich - nach einem groben Schnitzer von Andres Andrade. Der LASK-Abwehrspieler "schenkte" Yusuf Demir den Ball, der alleine auf Alexander Schlager zuzog, den allerdings nicht bezwingen konnte. Nur drei Minuten später zeigte Peter Michorl erstmals seine Schussqualitäten, zudem traf Rene Renner nach einem von Thomas Goiginger eingeleiteten Konter aus spitzem Winkel die Außenstange (24.).

Rapid konnte wiederum aus einer Schlager-Unsicherheit nach einem Demir-Eckball kein Kapital schlagen (31.), Strebinger zeigte bei einem wuchtigen Michorl-Freistoß aus rund 25 Metern sein Können (35.). Zu dem Zeitpunkt war die Partie nicht mehr auf jenem Niveau wie zu Beginn, viele Ballverluste prägten das Geschehen.

Rapid zieht am Ende davon

Nach Wiederbeginn legten die Hausherren einen Traumstart hin. Der Ball lief über mehrere Stationen wie geschmiert, vor allem dank Demir, der die Aktion selbst eingeleitet hatte und dann im Strafraum Stojkovic bediente, der wiederum Fountas gekonnt einsetzte und der Grieche verwertete trocken. "Joker" Knasmüllner machte mit einem platzierten Schuss ins Eck aus 20 Metern alles klar und tief in der Nachspielzeit gar noch seinen Doppelpack perfekt. Von den Linzern war nach dem Seitenwechsel offensiv kaum mehr etwas zu sehen.

Sie müssen auf dem Weg zu einer europäischen Gruppenphase zwei Runden in der Conference-League-Quali überstehen. Rapid startet in der 2. Quali-Runde zur "Königsklasse" und würde bei einem Out in der Quali der Europa League sowie bei einer dortigen weiteren Niederlage in der Quali der Conference League weitere Chancen für eine Gruppenphase bekommen. Die hat der Dritte Sturm Graz schon sicher, sollte es im Europa-League-Play-off nichts werden.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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