WSG nach Remis gegen Rapid in Meistergruppe

 

Die WSG Tirol steht in der Bundesliga-Meistergruppe! Ein 1:1 zuhause gegen den SK Rapid Wien am letzten Spieltag des Grunddurchgangs reicht den Wattenern letztlich für einen Platz unter den Top-6.

Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen ersten Halbzeit nimmt das Spiel von Rapid gegen Ende der ersten 45 Minuten aber so richtig Fahrt auf. Zum Leidwesen der Hütteldorfer lassen jedoch sowohl Maximilian Ullmann als auch Thorsten Schick zwei absolute Sitzer aus.

Rapid nimmt den Schwung in die zweite Spielhälfte mit - Keeper Ferdinand Oswald bleibt aber immer wieder Sieger bei den besten Rapid-Abschlüssen von Taxiarchis Fountas und Marcel Ritzmaier.

In der Schlussphase belohnt Kelvin Arase Rapid aber doch für den betriebenen Aufwand und schießt nach einer guten Einzelaktion ins lange Eck zur Rapid-Führung ein (73.). Die Tiroler werfen daraufhin aber nochmal alles nach vorne und erzielen durch Tobias Anselm auch noch den Ausgleich (84.).

Kurz vor Ende überaschlagen sich dann aber nochmal die Ereignisse! Rapid bekommt in der Nachspielzeit einen Elfmeter zugesprochen. Der gefoulte Ercan Kara tritt an, scheitert jedoch am überragenden Ferdinand Oswald.

Wegen des zeitgleichen Unentschiedens von Hartberg gegen St. Pölten bleibt die WSG Tirol (30 Pkt.) auf Platz sechs und sichert sich somit einen Platz in der Meistergruppe. Rapid (45 Pkt.) liegt weiterhin auf dem zweiten Platz, nach Halbierung der Punkte beträgt der Rückstand auf Leader Salzburg nun vier Punkte.

Rapid lässt viele Hochkaräter liegen

Die Tiroler verzichteten im "ultimativen Endspiel" angesichts der besseren Ausgangslage als Hartberg verständlich auf totale Offensive, wären beinahe in der 17. Minute mit der ersten gefährlichen Möglichkeit aber trotzdem in Führung gegangen.

Ein Weitschuss des Ex-Rapidlers Thanos Petsos streifte beinahe die Stange (17.), Richard Strebinger wäre wohl geschlagen gewesen. Einen Abschluss von Nikolai Baden Frederiksen konnte Abwehrspieler Mateo Barac gerade noch blocken (27.).

Danach übernahmen aber die Gäste klar das Kommando und stellten die Gäste-Abwehr immer wieder vor Probleme. Ein Fountas-Abschluss fiel zu schwach aus, Elfmeterreklamationen wegen einem vermeintlichen Handspiel von Rafael Behounek blieben von Schiedsrichter Dieter Muckenhammer ungehört (33.).

Zwei Minuten später wehrte Oswald einen Fountas-Schuss ab, den Nachschuss setzte Maximilian Ullmann vom Fünfer stümperhaft neben das Gehäuse. In der 39. Minute zog Thorsten Schick ab, diesmal rettete Abwehrspieler David Gugganig knapp vor der Linie.

Oswald rettet Tirol in die Meistergruppe

Diese Charakteristik setzte sich auch nach Wiederbeginn fort, Rapid kontrollierte klar das Geschehen und drängte auf den ersten Treffer. Ein Ljubicic-Schuss wurde zur Ecke abgewehrt (56.), bei einer Doppelchance von Fountas und Marcel Ritzmaier reagierte Oswald zweimal glänzend (59.). In der 74. Minute war der Bann dann gebrochen. Nach einem Petsos-Fehler traf Arase vom Sechzehner ins Eck, nachdem dieser die Aktion selbst eingeleitet hatte.

Die WSG war zu dem Zeitpunkt trotzdem noch im Fernduell mit Hartberg vorne, was sich kurz darauf durch den TSV-Führungstreffer in der Steiermark änderte. Die Tiroler standen plötzlich mit dem Rücken zur Wand, waren zum Siegen gezwungen und nahmen daher volles Risiko.

Kurze Zeit später stach mit Anselm gleich ein "Joker", vollendete nach Celic-Idealzuspiel. In der Nachspielzeit brachte Bruno Soares Rapids Kara im Strafraum zu Fall, der Angreifer scheiterte allerdings zuerst an Oswald und setzte den Nachschuss deutlich über das Gehäuse.

Aufgrund des Ausgleichs im Parallelspiel jubelten die Tiroler daraufhin nicht nur über den Punktgewinn und die Tatsache, dass man gegen Rapid wie auch schon in Wien (3:0) ungeschlagen blieb.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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