Klarer Sieg: Rapid bricht Altach-Auswärtsfluch

 

Der Bann ist gebrochen! Erstmals seit 10. Mai 2015 kann der SK Rapid Wien auswärts beim SCR Altach wieder ein Spiel gewinnen. In der 14. Bundesliga-Runde feiern die Hütteldorfer einen ungefährdeten 3:0-Auswärtssieg im Ländle.

Dabei sind es vor allem die Altacher selbst, die für die Heimniederlage verantwortlich sind - alle drei Treffer Rapids resultieren aus vorangegangenen Fehlern im Defensiv-Verhalten der Vorarlberger.

Zuerst verwandelt Schwab einen zurecht gegebenen Elfmeter (11.), nur 69 Sekunden später erhöht Thomas Murg nach schöner Vorarbeit von Christoph Knasmüllner zum 2:0. Kelvin Arase, der diesmal von Beginn an das Vertrauen von Didi Kühbauer bekommt, sorgt in der 35. Minute nach schönem Murg-Solo für die Vorentscheidung.

Altach-Coach Pastoor erkennt das Problem und nimmt nach dem dritten Gegentreffer einen Wechsel in der Verteidigung vor. Danach ist das Spiel deutlich ausgeglichener, in der zweiten Halbzeit ist Altach einem Treffer näher - mehrmals kann Keeper Richard Strebinger aber die Null halten.

Damit festigt Rapid mit nun 24 Punkten den vierten Tabellenrang, durch den Sieg des SKN St. Pölten im Parallel-Spiel gegen die WSG Tirol rutscht Altach auf Rang zehn ab, kann bei einem etwaigen Sieg der Admira am Sonntag gegen den LASK aber noch auf den vorletzten Platz zurückfallen.

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Totalausfall der Altach-Abwehr

Die Abwehr wirkte im Vergleich zum jüngsten Auftritt völlig verunsichert. Ein missglückter Pass beim Herausspielen von Anderson landete bei Arase und der wurde vom Brasilianer knapp innerhalb des Strafraums auch noch gelegt. Den verhängten Premierenelfmeter von Rapid in dieser Saison verwandelte Schwab souverän. Der anstelle des erkrankten Martin Kobras ins Team gerückte Altach-Goalie Reuf Durakovic konnte die Ecke nicht erraten.

Gleich darauf kam es noch bitterer: Arase und Christoph Knasmüllner setzten Maak unter Druck, Letzterer erkämpfte sich den Ball und seine Hereingabe drückte Murg über die Linie. Rapid konnte es mit der komfortablen Führung im Rücken ruhiger angehen, Altach verteilte aber nach wie vor Geschenke. Bei einem Rapid-Konter haute Maak bei einem Klärungsversuch über den Ball, weshalb Murg seinen Mitspieler Arase uneigennützig bedienen konnte, und der machte den Sack zu.

Vorarlberger nach der Pause gefährlicher

Altach war bis zur 44. Minute offensiv nicht vorhanden, dann setzte der in der 36. Minute für Maak eingewechselte Sidney Sam den 20-jährigen Johannes Tartarotti in Szene, sein Abschuss war aber mangelhaft. Nach Wiederbeginn stellten sich die Wiener nur noch hinten rein, der Anschlusstreffer der Hausherren lag in der Luft.

Christian Gebauer und Manfred Fischer ließen eine Doppelchance (70.) aus. Richard Strebinger fischte einen Fischer-Volley (72.) aus dem kurzen Eck und reagierte auch bei einem Abschluss des starken Sam (78.) glänzend. Der Ex-Rapidler Manuel Thurnwald (92.) schoss noch drüber.

Rapid nahm nach acht erfolglosen Anläufen wieder einmal drei Punkte aus dem Ländle mit. Positiv waren auch die Comebacks von Routinier Mario Sonnleitner (Startelf) und Philipp Schobesberger (ab der 66. Minute). Negativ dagegen der Ausfall des verletzungsgeplagten Innenverteidigers Christopher Dibon mit einer Oberschenkelblessur.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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