WSG Tirol: Keine Zukunft für Sinan Kurt

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Es war wohl der mit Abstand überraschendste Transfer in der vergangenen Saison in der HPYBET 2. Liga.

Sinan Kurt, einstiges Top-Talent von Bayern München, schloss sich in der Winterpause der WSG Wattens (jetzt bekanntlich die WSG Tirol) an und wollte im "heiligen Land" seine Karriere endlich in die richtige Bahn lenken.

Die Bilanz nach einem halben Jahr liest sich jedoch nicht berauschend: 13 Spiele, nur fünf davon in der Startelf, dazu kommt lediglich ein Tor - ein Elfmeter in der letzten Minute gegen die Young Violets.

In der Bundesliga wird er auf jeden Fall nicht für die WSG auflaufen, wie Manager Stefan Köck im exklusiven Gespräch mit LAOLA1 bestätigt: "Aufgrund der Ausländerbeschränkung ist es schwierig bzw. nicht möglich, dass wir ihn bei uns behalten."

Der Aufsteiger braucht das Geld aus dem sogenannten Österreicher-Topf, zudem stehen bereits acht Legionäre im Kader.

Keine sportlichen Gründe

Leicht fällt Köck die Trennung vom 22-jährigen Offensivspieler nicht: "Sinan Kurt tut uns allen weh. Er hat zwar jetzt von der Statistik nicht das gebracht, was wir uns erwartet haben und was er sich erwartet hat. Ich kann mich aber erinnern, dass er gegen die Young Violets einen richtig tollen Charakter gezeigt hat, wie er in der 90. Minute den Elfmeter ins Kreuzeck haut. Hätte er das nicht gemacht, hätten wir den Titel nicht geholt."

"Er hat immer wieder seine Klasse gezeigt, war ein sehr angenehmer und super Typ. Daher waren wir sehr gewillt, ihn bei uns zu behalten, weil wir überzeugt sind, dass er Talent hat und kicken kann", hätte man Kurt sehr gerne weiterhin in Wattens gesehen.

Auch der Spieler selbst wäre gerne noch länger in Tirol geblieben: "Er hat sich bei uns sehr wohl gefühlt und hat das als guten Schritt gesehen."

"Viele Punkte haben für Sinan gesprochen und hätte er einen österreichischen Pass, wäre er wahrscheinlich noch bei uns", so Köck.

Kein Skandalprofi

Nach diversen Eskapaden als Jugendspieler bei Bayern München und später auch bei Hertha BSC gilt das einstige Supertalent in Deutschland als schwieriger Charakter und Problemspieler. So soll er sich sowohl mit Pep Guardiola als auch mit Pal Dardai zerstritten haben.

In Wattens kann man das nicht bestätigen: "Ich kann von dem Jungen nur das Beste sagen, er hat null Star-Allüren gehabt, er ist ein toller Mensch."

Auch innerhalb der Mannschaft hatte er ein hohes Standing, wie Köck berichtet: "Er hat sich in der Kabine vom ersten Tag an eingebracht, hat auf der Bank mitgefiebert."

Dennoch endet das Kapitel Sinan Kurt bei der WSG nach nur einem halben Jahr. Im Gegensatz zu seinen vorherigen Stationen jedoch mit vielen positiven Worten.

Textquelle: © LAOLA1.at

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