Rapid-Legende Fredi Körner ist tot

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Der österreichische Fußball trauert um eine Legende.

Alfred "Fredi" Körner, der bis dahin älteste lebende Rapid-Spieler, ist nach kurzer Krankheit im 94. Lebensjahr verstorben.

Bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz war er Mitglied der rot-weiß-roten Auswahl. Österreich erreichte den dritten Rang und die somit beste Platzierung in der Geschichte des österreichischen Fußballs. 47 Mal spielt er für das Nationalteam, Körner erzielte dabei 14 Treffer. Nach dem Ableben seines Freundes Turl Wagner vor zwei Tagen verstarb mit Fredi Körner der letzte Stammspieler dieser legendären Mannschaft.

Insgesamt 17 Saisonen spielte Alfred Körner für Rapid. In 283 Meisterschaftsspielen traf er insgesamt 157 Mal. Zwei Mal wurde er von der "Sportschau" in das Team der Saison berufen (1947/48 und 1949/50). 1945/46 gewann Körner mit Rapid den österreichischen Cupwettbewerb.

1950/1951 gewann er mit Rapid den Vorgänger des Europacups, den Zentropacup. Im Finale setzten sich die Hütteldorfer gegen Wacker Wien mit 3:2 durch. Gemeinsam mit seinem bereits 1989 verstorbenen Bruder Robert bildete der am 14. Februar 1926 geborene Alfred Körner das beste Brüderpaar, das je für Grün-Weiß spielte.

Bis zuletzt bei der jeder großen Rapid-Veranstaltung dabei

Von 1959 bis 1963 spielte er bei Admira, wo er seine Karriere schließlich ausklingen ließ. Der Ur-Wiener blieb stets an der Seite seines Hütteldorfer Herzensklubs. Bis zuletzt nahm er aktiv am Vereinsleben teil, war Mitglied des Ethikrates, besuchte jedes Heimspiel und war auch regelmäßiger Gast bei allen relevanten Klub-Veranstaltungen. Anlässlich seines 90. Geburtstags wurde der Hauptbewerb des Rapidlaufs, bei dem er von Beginn an das Startsignal gab, in Alfred-Körner-Lauf benannt.

Geschäftsführer Christoph Peschek meint zum Ableben des bis zuletzt rüstigen Vorzeige-Rapidlers: "Fredi Körner war einmalig und wird in den Herzen der großen Rapid-Familie weiterleben. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren, er wird als einer der größten Persönlichkeiten unserer Vereinsgeschichte in Erinnerung bleiben. Ich möchte seiner Familie und seinen zahlreichen Wegbegleitern und Freunden persönlich und im Namen des SK Rapid unsere aufrichtige Anteilnahme aussprechen. Wie kaum ein anderer lebte Fredi Körner bis zu seinem letzten Atemzug die klassischen grün-weißen Tugenden, er setzte stets auf Zusammenhalt und repräsentierte den personifizierten Rapidgeist."

Zum Gedenken an Fredi wird der SK Rapid das erste Pflichtspiel im neuen Jahr mit einer Trauerminute beginnen und mit Trauerflor spielen.

Windtner: "Eine der größten ÖFB-Legenden"

ÖFB-Präsident Leo Windtner zeigte sich tief betroffen über Tod "einer der größten ÖFB-Legenden".

"Mit Fredi Körner hat uns eine weitere Galionsfigur einer großen österreichischen Fußball-Ära verlassen. Unvergessen sind unter anderem seine beiden WM-Teilnahmen 1954 und 1958, bei denen er mit seinen Toren maßgeblichen Anteil an den Erfolgen der ÖFB-Elf hatte", erklärte Windtner.

Als einziger Spieler aus dem 1954er-Kader ist nach dem Ableben von Theodor "Turl" Wagner und Körner nun Alfred Teinitzer (90) noch am Leben. Er kam bei dieser Endrunde allerdings nicht zum Einsatz.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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