Was RBS-Matchwinner Szoboszlai noch lernen muss

 

Er war zweifelsohne der Matchwinner aufseiten der Salzburger beim 3:1-Heimsieg zum Abschluss der 25. Bundesliga-Runde gegen Sturm Graz: Der erst 18-jährige Dominik Szoboszlai.

Obwohl "Domi", wie er von Coach Marco Rose genannt wird, erst zu Beginn der laufenden Saison vom FC Liefering hochgeholt wurde und erst im November 2018 sein erstes Pflichtspiel für die Salzburger absolvierte, drückte er dem Spiel der "Mozartstädter" in der jüngsten Vergangenheit bereits öfters seinen Stempel auf.

Den bisherigen Höhepunkt dieses erst kurz andauernden Höhenflugs nimmt mit Sicherheit Szoboszlais Leistung am Sonntag ein: Nachdem der Ungar den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich durch Gulbrandsen perfekt vorbereitete und den Führungstreffer durch Munas Dabbur einleitete, traf er auch noch nach mustergültigem Solo in der 71. Minute zum 3:1-Endstand.

Rose hat hohe Anforderungen

Szoboszlais aktuellste Leistungen erkennt selbstverständlich auch Noch-Coach Marco Rose an. Das wird vor allem daran bemerkbar, als dass Rose den Youngster im "Sky"-Interview gar nicht mehr als solchen wahrnimmt: "Bei ihm geht es nicht mehr um Talent oder Alter in irgendeiner Form sondern: Bringt er das auf den Platz, was wir sehen wollen, oder nicht? Das hat er heute natürlich wieder sehr gut gemacht."

Dennoch ist der scheidende Salzburg-Coach nicht nur voll des Lobes - doch in diesem Fall ist auch diese Tatsache eine spezielle Art der Anerkennung. Es zeigt nämlich, dass Rose in Szoboszlai viel Potenzial sieht und deshalb auch viel verlangt. Speziell beim 0:1-Gegentreffer stellte sich der Youngster laut Rose nicht sonderlich gut an: "Das sind Kleinigkeiten, was die Aufmerksamkeit betrifft, die so ein junger Spieler auch noch lernen kann", sagt der Deutsche.

Der Matchwinner selbst fühlt sich zurzeit jedenfalls mehr als nur wohl: "Ich fühle mich sehr gut, aber es geht weiter. Ich habe einen Assist gemacht, ein Tor geschossen und irgendwie den Ball zu Munas gebracht, das ist nur ein Spiel gewesen – wir haben aber noch viele Spiele."

Wann kommen die ersten relevanten Anfragen?

Langsam aber sicher müssen sich die Verantwortlichen der "Mozartstädter" wohl fragen, wie lange Szoboszlai gehalten werden kann. So soll erst Ende Jänner diesen Jahres kein geringerer Verein als Juventus Turin hinter dem 18-Jährigen hergewesen sein.

Dennoch: Zumindest vorerst bleibt Szoboszlai ein Salzburger. Erst im März verlängerte er seinen Vertrag vorzeitig bis 2022. "Es ist für mich wahnsinnig spannend, Teil dieser Mannschaft und dieses Vereins zu sein. Ich habe in den letzten Jahren große Unterstützung vom Trainerteam sowie vom gesamten Klub erhalten und mich dabei gut weiterentwickelt", sagte der Ungar damals.

In Marco Rose hat der Shooting-Star jedenfalls einen Fan gefunden: "Dass er richtig Spaß macht und Fähigkeiten hat, die außergewöhnlich sind, das steht außer Frage. Ich freue mich, dass er heute so gespielt hat." Mit dieser Ansicht ist Rose mit Sicherheit nicht der einzige...

Textquelle: © LAOLA1.at

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