Dutt: "Defensiv haben wir noch enorme Probleme"

Dutt: Foto: © GEPA
 

Der Saisonstart verlief für den Wolfsberger AC unter Neo-Coach Robin Dutt nicht gerade nach Wunsch. Nach vier Runden liegen die Kärntner mit nur zwei Punkten auf dem letzten Platz.

"Das ist natürlich zu wenig, auch wenn Rapid und Sturm dabei waren", sagte Dutt am Montagabend in der Sky-Sendung "Talk und Tore".

"Defensiv haben wir noch enorme Probleme, die letzte Saison schon da waren. Da müssen wir noch eine Lösung finden. Grundsätzlich sind wir in einem Entwicklungsprozess", meint der ehemalige DFB-Sportdirektor, der schon zehn Gegentreffer seiner Mannschaft miterleben musste.

"Du hoffst natürlich auf einen guten Saisonstart, aber schon in der letzten Saison hatte die Mannschaft viele Gegentreffer bekommen. Wir konnten auch nur kleine Kaderveränderungen vornehmen. Deshalb wussten wir schon, dass es schwierig werden wird. So eine Situation war abzusehen, bis wir die passende Balance finden", sagt der Deutsche.

„Wenn du ganz neu in den Verein kommst, bist du selbst noch ein Lernender. Da musst du in aller Ruhe analysieren, ehe du Entscheidungen triffst“, erklärte Dutt auf die Frage, warum er bis jetzt nur sehr wenige Veränderungen in der Mannschaft vornahm.

Verstärkungen nicht ausgeschlossen

Zusätzliche Neuzugänge, um die Mannschaft zu verstärken, schließt Dutt nicht explizit aus: "Wenn sich etwas ergibt, werden wir sicherlich noch etwas tun. Die Kaderplanung ist noch nicht abgeschlossen."

Trotz der aktuellen schwierigen Situation bereue es Dutt aber nicht, den Sprung nach Österreich gewagt zu haben. "Ich fühle mich mit jedem Tag bestätigt, nach Wolfsberg gekommen zu sein. Die Österreicher müssen sich gar nicht klein machen. Bei der Europameisterschaft haben sie den deutlich besseren Fußball als wir gespielt", sagt der 56-Jährige, der mit Bayer Leverkusen auch schon einen Verein in der Champions League betreuen durfte.

Bei den Wolfsbergern, bei denen er einen Drei-Jahres-Vertrag erhielt, warten nun gänzlich andere Aufgaben: "Der WAC ist in den letzten Jahren steil aufgestiegen. Wenn ein Klub so schnell größer wird, kommen neue Herausforderungen auf einen zu. Es ist nicht einfach, oben zu bleiben und deshalb wird man auch einige Veränderungen vornehmen müssen."

"Ich möchte dem Verein helfen, Stabilität zu bekommen. Nächstes Jahr laufen sehr viele Verträge aus. Auch die Infrastruktur gehört ausgebaut. Es braucht Fingerspitzengefühl und harte Arbeit, um das aktuelle Level zu halten. Wir haben eine langfristige Planung, die nicht von Tagesaktualitäten abhängig ist", so Dutt, der glaubt, dass er selbst bei einer Fortsetzung des Negativlaufs weiterhin das Vertrauen von WAC-Präsident Dietmar Riegler geschenkt bekommt.

"Dietmar Riegler und seine Frau stecken als Unternehmer sehr viel Zeit in diesen Verein. Wir verstehen uns sehr gut und er lässt mir auch freie Hand. Es macht viel Spaß mit ihm. Er ist auch ein sehr verlässlicher Mensch. Ich schätze auch die kurzen Wegen beim WAC. Hier gibt es keine Gremien mit 20 Leuten, die erstmal überzeugt werden müssen", erklärt Dutt die Vorzüge des WAC gegenüber größeren Vereinen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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