Skandal? Das sagt Schiedsrichter Josef Spurny

 

Groß war die Empörung und der Zorn von Sturm Graz über die Leistung von Schiedsrichter Josef Spurny beim 3:3 gegen den SV Mattersburg.

Der Tropfen, der das Fass schlussendlich zum Überlaufen brachte, war der Handelfmeter für die Burgenländer in der Nachspielzeit (Alle Infos).

Trainer Nestor El Maestro ließ nach Spielende seiner Wut freien Lauf und demolierte so manche Objekte im Pappelstadion, Goalie Jörg Siebenhandl sprach von einem "Verbrechen am Fußball" und Sport-Geschäftsführer Günter Kreissl reagierte ungewöhnlich gereizt auf die Fragen einiger Journalisten.

Doch was sagt der Schiedsrichter? Er gibt einen Fehler beim 1:0 für den SVM zu. "Es ist so, dass der Spieler Malic beim Abspiel grundsätzlich im Abseits steht und dann auch noch in den Zweikampf mit dem Tormann gerät. Das haben wir am Spielfeld nicht wahrgenommen. Es war alles sehr schwer zu sehen. Im Endeffekt war es eine falsche Entscheidung und ein strafbares Abseits. Es tut mir leid", erklärt der 33-jährige Wiener bei "Sky".

Anzeige gegen El Maestro

Weniger Einsicht hat er mit der Reaktion des Sturm-Trainers. Es wird eine Anzeige geben.

"Er hat mir nach dem Schlusspfiff den Ball aus der Hand gerissen, aber schon davor gegen ein Mikrofon getreten. Alles wird in einem Bericht verfasst werden. Und ich werde mit meinem Team absprechen, ob da noch andere Wahrnehmungen vorliegen", meint Spurny.

Die Aufregung über den Elferpfiff nach dem Handspiel von Thomas Schrammel sei für ihn nachvollziehbar, aber laut Regelwerk korrekt.

"Der Spieler bekommt den Ball über der Schulterhöhe an die Hand und zieht dann nach unten. Mir ist bewusst, dass kein Spieler im Strafraum absichtlich ein Handspiel begeht und diese Regel sehr schwer für einige Zuseher und Spieler zu verstehen ist. Aber das neue Regelwerk sieht vor, dass sobald der Ball über der Schulterhöhe ist, ist es als strafbares Handspiel zu ahnden", gibt der Unparteiische zu Protokoll.

Ob der Video-Assistent (VAR) helfen würden? "Natürlich würde uns das in solchen Situation helfen. Es arbeiten alle Stellen daran, dass der Videobeweis eingeführt wird. Wir Schiedsrichter sind sehr dankbar dafür und hoffen, dass es bald umgesetzt wird."

Textquelle: © LAOLA1.at

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