Thorsten Fink und die violette Rumpftruppe

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Ismael Tajouri, Florian Klein, Abdul Kadiri Mohammed, David de Paula, Alexandar Borkovic, Ruan, Osman Hadzikic, Christoph Martschinko, Alexander Grünwald, Lucas Venuto, Robert Almer und Vesel Demaku.

Nicht weniger als ein Dutzend Spieler seines Profi-Kaders konnte Austria-Trainer Thorsten Fink beim Gastspiel in Pasching gegen den LASK verletzungsbedingt nicht einsetzen.

Eine unglaubliche Verletzungsserie, die bei den Veilchen freilich ihre Spuren hinterlassen hat. Nach zuletzt vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge hat die Austria in der 13. Runde dennoch den Negativlauf gestoppt und beim 2:2 (Spielbericht) immerhin einen Punkt geholt.

Defensive ohne Stammspieler

So richtig glücklich waren die Violetten damit aber nicht. Kein Wunder, haben sie doch zur Pause schon mit 2:0 geführt. „Wenn man 2:0 führt, will man das Spiel gewinnen, aber es hat nicht gereicht“, sagt Fink bei „Sky“.

Aus Sicht des FAK-Trainers war es – wie könnte es angesichts der vergangenen Wochen auch anders sein – eine Verletzung, die die Wende gebracht hat. In der 58. Minute musste nämlich Heiko Westermann unfreiwillig aus dem Spiel.

„Mit seiner Auswechslung war Unruhe in der Abwehr. Er ist unser Abwehr-Stabilisator. Dann hatten wir niemanden mehr, der Erfahrung mit sich bringt“, so Fink.

VIDEO: Die Highlights des Spiels in Linz

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)


Am Ende verteidigten vor Goalie Patrick Pentz, nominell Tormann Nr. 3 bei den Violetten, Petar Gluhakovic, der sein Startelf-Debüt für die FAK-Profis gab, Marco Stark, der davor nur eine Bundesliga-Minute in den Beinen hatte, Tarkan Serbest, der aufgrund der Verletzungen von Kadiri, Borkovic und Ruan nur Aushilfs-Innenverteidiger ist, und Thomas Salamon, der normalerweise nur Backup für Martschinko ist.

Fink meint: „Einen Spieler von der zweiten Mannschaft reinzunehmen, alles gut, der kann sich mitentwickeln. Aber wenn es zu viele werden, schafft man das auch nicht mehr. Das sind viele Leute aus der zweiten Mannschaft, von daher wissen wir, dass es derzeit nicht hundertprozentig laufen kann. Alles auf einmal kann man auch nicht verkraften.“

Ärger über den Referee

Zudem mussten die Austrianer einmal mehr mit einer Schiedsrichter-Entscheidung hadern. Das Anschlusstor von Peter Michorl hätte nämlich eigentlich nicht zählen dürfen, hatte Keeper Pentz doch die Hand am Ball, als der LASK-Kicker die Kugel über die Linie stocherte.

„Wie ich es sehe, ist ja eh wurscht. Aber aus meiner Sicht war es ein klares Foul. Wenn der Tormann die Hand am Ball hat, ist es ein Foul, das ist die Regel“, meint Fink.

Was hat Westermann?

Und Westermann? Fällt auch er längerfristig aus? „Er konnte sich gar nicht mehr bewegen, hatte einen starren Nacken. Ich hoffe, die Physios kriegen das schnell wieder hin. Ich glaube nicht, dass er lange ausfällt“, gibt der Deutsche Entwarnung.

Ob er sich künftig überhaupt noch mit den Verletzungsproblemen der Veilchen herumschlägt, wird am Montag bekannt. Wie FAK-Vorstand Markus Kraetschmer verrät, ist der Coach der Veilchen nämlich einer der letzten vier Teamchef-Kandidaten.

Textquelle: © LAOLA1.at

Markus Kraetschmer: "Der ÖFB hat noch vier Kandidaten"

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare