"Salzburg ist weiter Favorit"

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Die Tabelle in der heimischen Bundesliga schiebt sich an der Spitze wieder zusammen.

Leader Sturm Graz hat nur noch sieben Punkte Vorsprung auf den Vierten Austria Wien. Und am kommenden Sonntag (16:30 Uhr) müssen die Steirer in die Hauptstadt zu den Violetten.

„Es wäre ja für alle gut, wenn wir Sturm besiegen, dann wäre die Meisterschaft wieder offen“, grinst FAK-Coach Thorsten Fink nach dem 2:0-Sieg im Wiener Derby (VIDEO) und meint mit „alle“ vermutlich alle außer Sturm und den Fans der Grazer.

"Das ist der Anspruch bei Austria Wien"

Irgendwie ist die Austria also wieder mittendrinnen im Titelkampf. Fink meint: „Wir haben immer gesagt, dass wir es in diesem Jahr schwer haben – Europa League, wenig große Neueinkäufe.“

Doch wie sieht es mit den Zielen nun wirklich aus? „Es war klar, dass wir durch die Europa League den einen oder anderen Punkt liegen lassen. Trotzdem haben wir gesagt, dass wir Meister werden wollen. Das ist der Anspruch bei Austria Wien. Wir sind letztes Jahr Dritter geworden, da kann ich nicht sagen: ‚Wir wollen wieder Dritter werden.‘ Bei uns ist es aber kein Muss“, erklärt Fink.

"Salzburg ist weiter Favorit"

Die Pflicht, Meister zu werden, liegt weiter im Westen. Der Austria-Trainer deutlich: „Salzburg ist weiterhin der Meisterschaftsfavorit. Wenn ich mir die Vergangenheit ansehe und sehe, was sie für Spieler ausgegeben haben, müssen sie der Favorit sein.“

Generell will er die aktuelle Tabellensituation nicht überbewerten: „Wir waren letztes Jahr Herbstmeister und sind dann weit hinter Rapid und Salzburg gelandet. Ich war mit Basel auch schon mal zehn Punkte hinter Young Boys Bern und habe noch die Meisterschaft geholt. Das ist alles möglich.“

Die LAOLA1-Redakteure zerlegen das 319. Wiener Derby in seine Einzelteile:

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)


Deswegen werde man „den Moment genießen“ und „die gute Stimmung weiter mitnehmen“. Nach den jüngsten guten Ergebnissen das gute Recht der Violetten. Raphael Holzhauser stellt zufrieden fest: „Der Trend zeigt ganz klar nach oben – auch vom Fußballerischen her.“

Ein neuer Rhythmus

Fink gibt zu bedenken: „Bei uns spielen Spieler, die sehr, sehr jung sind und noch nie in der Europa League gespielt haben. Das ist ein ganz anderer Rhythmus, daran muss man sich gewöhnen.“

Es scheint so, als kämen die Veilchen aktuell gut damit zurecht. Auf das 0:0 gegen Viktoria Pilsen folgte ein 2:1 gegen St. Pölten, auf das 3:3 in Rom der 2:0-Sieg im Wiener Derby.

Der Austria-Trainer verdeutlicht die Herausforderung mit einer kleinen Anekdote: „Letztens hat mich jemand gefragt, warum wir nicht immer so spielen können wie beispielsweise gegen Pilsen. Ich habe ihn dann gefragt: ‚Kommst du morgen zum Spiel gegen St. Pölten?‘ Er so: ‚Nein, St. Pölten schau ich mir nicht an.‘“

Fink weiter: „Es ist schwierig für eine Mannschaft, Woche für Woche die Top-Leistung abzurufen. Die, die das können, spielen heute woanders, die spielen in England oder in Deutschland. Aber wir haben junge Spieler und wollen sie entwickeln.“

"Das tut der Seele gut"

Neu war im Derby auch, dass die Veilchen ein Duell mit einem anderen Top-4-Klub gewonnen haben – die Spiele gegen Rapid, Sturm und Salzburg gingen im ersten Saisonviertel allesamt verloren.

Alexander Grünwald freut es, dass dieser Trend gestoppt wurde: „Ich habe schon vor einiger Zeit angesprochen, dass wir das im zweiten Viertel der Meisterschaft besser machen wollen. Der erste Schritt ist uns gelungen.

Grünwald weiter: „Das war eine sehr gute Woche. In Rom hat uns keiner etwas zugetraut und wir haben etwas erreicht. Gegen Rapid haben uns auch nur wenige etwas zugetraut und wir haben drei Punkte geholt. Wir sind überglücklich, dass wir endlich wieder ein Derby gewonnen haben – das tut der Seele sehr gut.“

Alles eitel Wonne in der violetten Welt.


Harald Prantl/Alexander Karper



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