Pucher: "Letztlich muss man dann etwas tun"

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Der SV Mattersburg will mit Gerald Baumgartner statt Ivica Vastic als Trainer den Klassenerhalt schaffen.

"Wir haben nur 14 Punkte. Wir haben im Herbst nicht so schlecht gespielt, waren meistens nicht schlechter als der Gegner, haben aber viele Chancen vergeben und nicht viele Punkte geholt. Das alles hat dazu geführt, dass die Mannschaft unsicher geworden ist, letztlich muss man dann etwas tun", begründet SVM-Obmann Martin Pucher.

Aktuell fehlen dem Schlusslicht vier Punkte auf St. Pölten.

"Ich habe Vastic lange die Stange gehalten"

"Wir sind mit Vastic souverän Meister der Ersten Liga geworden, ich habe ihm lange die Stange gehalten und bin keiner, der einen Trainer schnell entlässt. Ich bedanke mich bei ihm für seine Arbeit der letzten Jahre. Aber wenn man was tut, muss man es jetzt tun, damit der neue Trainer die Mannschaft in der Vorbereitung gut einstellen kann. Jetzt sind die Spieler gefordert. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir auf dem Transfermarkt etwas tun, muss aber nicht sein", ergänzte der 60-jährige Klub-Boss.

"Ich wollte Baumgartner schon einmal haben, als er mit St. Pölten ins Cup-Finale gekommen ist, damals ist er mir sehr positiv aufgefallen."

Martin Pucher

Für ihn war Baumgartner der Wunschkandidat als Vastic-Nachfolger.

"Ich wollte Baumgartner schon einmal haben, als er mit St. Pölten ins Cup-Finale gekommen ist, damals ist er mir sehr positiv aufgefallen. Er ist dann aber zur Austria gegangen. Sein Vertrag läuft bis Sommer und würde sich automatisch um drei Jahre verlängern, sollten wir den Klassenerhalt schaffen", erklärte Pucher.

Baumgartner leitet am Dienstag erstes Training

Sein erstes Mattersburg-Training wird Baumgartner bereits am (morgigen) Dienstag leiten. Der ehemalige Red-Bull-Juniors-Coach hat sich mit dem sensationellen und historischen Cupsieg mit Regionalligist FC Pasching im Jahr 2013 einen Namen als Trainer gemacht.

Damals feierten die Oberösterreicher als erster Drittligist überhaupt einen 1:0-Finalsieg über Meister Austria Wien, nachdem sie im Halbfinale bereits Titelverteidiger Red Bull Salzburg und im Viertelfinale Rapid jeweils auswärts ausgeschaltet hatten.

Ein Jahr später führte er den Zweitligisten SKN St. Pölten ins Cup-Endspiel, in dem die Niederösterreicher Meister Salzburg 2:4 unterlagen.

Nur 14 Punkte aus 20 Spielen

In der Folgesaison betreute Baumgartner mit Austria Wien erstmals einen Bundesligisten. Er wurde jedoch am 22. März 2015 beurlaubt, nachdem die "Veilchen" in der Tabelle auf Platz sieben abgerutscht waren. Zuletzt war Baumgartner im Frühjahr 2016 Trainer beim insolventen Erste-Liga-Verein SV Austria Salzburg gewesen.

Vastic hatte den SVM drei Jahre betreut. In seiner ersten Saison schaffte der gebürtige Kroate den Klassenerhalt in der Ersten Liga, in der Folgesaison 2014/15 gelang der Bundesliga-Wiederaufstieg. Im Vorjahr wurde mit Rang neun die höchste Spielklasse gehalten.

Auch in der aktuellen Saison muss Mattersburg um die Bundesliga-Zugehörigkeit zittern: Nur 14 Punkte aus 20 Spielen stehen bisher auf der Habenseite. Vor allem die Auswärtsschwäche der Burgenländer, die als einziger Verein noch keinen Sieg in der Fremde gefeiert und lediglich zwei Zähler in bisher zehn Gastspielen geholt haben, sticht ins Auge.


Textquelle: © APA

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