Große Zufriedenheit bei Sturm Graz

 

Der SK Sturm Graz ist zurück in der Erfolgsspur.

Nach zuletzt zwei Niederlagen en suite gingen die "Blackies" doch mit einer gewissen Portion Unsicherheit in die fast zweiwöchige Länderspielpause, Sturm stellte allerdings gleich in Spiel eins nach der Pause klar, dass sie noch immer die mit Abstand zweitbeste Mannschaft in Österreich ist.

Mit der SV Ried hatten die Grazer einen durchaus anspruchsvollen Gegner vor der Brust, der letztlich souverän mit 1:0 besiegt werden konnte (Spielbericht >>>), ein Ergebnis, das aber nicht unbedingt die Stärke der Steirer widerspiegelt.

"Es war ein sehr souveräner Auftritt. Ich denke, wir waren ganz klar das bessere Team", erklärt Sturm-Cheftrainer Christian Ilzer nach dem Spiel vor dem "Sky"-Mikrofon. "Ich glaube, dass es wichtig war nach der Länderspielpause mit einem Sieg zu starten, das ist uns gelungen", fügt Jakob Jantscher an.

"Wut und Zorn nicht der richtige Zugang"

Vor allem das letzte Spiel vor der Länderspielpause, das Steirer Derby gegen Hartberg (2:3) führte zu ganz schlechter Laune im Lager der Grazer. Ein Sieg gegen Ried war daher wichtig, um nicht komplett die Spur zu verlieren.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

"Es brauchte eine gute Balance. Wenn man nur mit Wut und Zorn in so eine Partie geht, ist das nicht der richtige Zugang. Ried war vor dem Spieltag Vierter, dass sie nicht leicht zu bespielen sind, hat man heute auch wieder gesehen", so Ilzer, der vor allem eine bärenstarke erste Hälfte seiner Mannschaft sah.

Ilzer: "Ein sehr guter Auftritt"

"In der ersten Halbzeit war die Führung hochverdient, wir müssen da eigentlich viel höher führen. Wenn man das zweite Tor nicht macht, dann bleibt es spannend bis zum Schluss. Der Gegner hat aber nicht wirklich eine Torchance gehabt, wir haben es sehr souverän wegverteidigt, aber es einfach verabsäumt, das zweite Tor zu machen. Insgesamt war es aber ein sehr guter Auftritt", findet Ilzer.

"Wir haben es geschafft, einen sehr tiefstehenden und kompakten Gegner immer wieder vor Probleme zu bringen. Wir sind oft in den Rücken der Abwehr gekommen und haben, glaube ich, weit über 20 Abschlüsse gehabt. Das ist gegen so eine Mannschaft schon sehr ordentlich", führt der Steirer weiter aus.

Einer, der eine Reihe von Torchancen vorfand, war Jakob Jantscher: "Ich glaube, dass es ein interessantes Spiel war für die Zuschauer. Es waren viele Torraumszenen. Wir hätten das Spiel durchaus höher gestalten können, da muss ich mich auch in die Pflicht nehmen, hätte das eine oder andere Tor mehr machen können."

Jantscher klärt Wutausbruch auf

"Mehr" ist hier das Stichwort, denn zumindest einmal blieb der routinierte Angreifer eiskalt vor dem gegnerischen Kasten und sorgte mit einer herrlichen Einzelaktion für den einzigen Treffer des Tages.

"Wenn man sich das Tor anschaut, dann hatte Jantschi (Anm. Jakob Jantscher) einen richtig guten Tiefgang. Er hat sich den Ball super mitgenommen. Er hat in seinem Alter noch nichts liegengelassen. Er hat das Tor echt top gemacht", streut Ilzer seinem Schützling Rosen.

20 Minuten vor Spielende war für Jakob Jantscher dann Schluss, der Angreifer zeigte sich vor laufender Kamera sichtlich wütend, was allerdings nichts mit der Auswechslung zu tun hatte, wie er nach dem Spiel verrät.

"Da ist es um Standardsituationen gegangen, weil wir da nicht richtig eingelaufen sind. Das ärgert mich einfach, wenn man was eintrainiert und das dann nicht gemacht wird", so Jantscher.

Siebenhandl: "Karussell gefahren ohne Gurt"

Letztlich konnte Sturm den Sieg aber auch ohne eine erfolgreiche Standardsituation über die Zeit retten, so richtig gefährlich wurde Ried in der Schlussphase aber ohnehin nicht. Für die einzige Schrecksekunde sorgte Keeper Jörg Siebenhandl, der nach einem heftigen Aufprall kurz benommen wirkte.

"Ich bin einmal kurz Karussell gefahren ohne Gurt. Ich bin zum Glück gut gelandet, deswegen passt alles", spielt Siebenhandl die Szene nach dem Spiel herunter.

Weiter geht es für Sturm bereits kommenden Donnerstag (ab 21:00 Uhr im LIVE-Ticker), dann treffen die "Blackies" in der Europa-League-Gruppenphase auf Real Sociedad, den aktuellen Tabellenführer Spaniens.

"Wir wissen, dass Donnerstag ein anderes Kaliber auf uns zukommt. Wir werden schauen, dass wir eine gute Leistung zeigen", verspricht Jakob Jantscher.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

KOMMENTARE..