Ilzer: "Es gibt überhaupt keine Suderei"

 

Der Punkteverust beim 1:1 zu Hause gegen die Admira (Spielbericht >>>) ärgert Sturm-Coach Christian Ilzer naturgemäß.

Gleichzeitig sammelt der Trainer in dieser anspruchsvollen Phase auch wichtige Erkenntnisse über seine Mannschaft:

"Für mich ist es einfach spannend zu sehen, wie sich meine Spieler tun, wenn es schwierig wird, wenn nicht alles einfach geht, wenn sie sich echt alles erarbeiten müssen. Gibt es dann Motschgereien, Jammern, werden im Vorfeld Ausreden gesucht? Oder sagen sie sich im Vorfeld: Scheiß egal, es interessiert sowieso keinen, wir kommen da nur drüber, wenn wir unsere eigenen Grenzen nach oben verschieben?"

Gerade in einer solch harten Zeit würden Spieler die größten Anpassungen erleben, und auch seine Schützlinge würden diese Herausforderung annehmen:

"Es gibt überhaupt keine Suderei. Auch gegen die Admira war wirklich jeder bereit für das Spiel. Schade, dass wir es nicht mit einem 2:0 oder 3:0 in die Pause bringen, dann wäre es ein klarer Sieg geworden."

Gegentor aus dem Nichts

An Möglichkeiten für eine höhere Führung mangelte es den Steirern nicht, man präsentierte sich in der Verwertung jedoch zu verschwenderisch.

Ilzer: "Wir konnten einige Topchancen auf das 2:0 nicht nützen beziehungsweise hat Andi Leitner einige Bälle richtig gut gehalten. Dann kriegen wir aus dem Nichts das 1:1, das muss man einfach konsequenter verteidigen."

Bei einer 2:0-Führung hätte man laut dem Coach nach dem Seitenwechsel ganz andere Räume vorgefunden. So konnte die Admira kompakt agieren, und Sturm vermochte nicht mehr nachzulegen.

Erntezeit im Frühjahr

Dennoch wechselte der Sturm-Trainer nur ein Mal. In Minute 67 machte Niangbo für Kuen Platz.

"Ich habe überhaupt keinen Grund zum Wechseln gesehen", betont Ilzer, "ich habe mir bei Andi Kuen schon lange überlegt, ob ich den Wechsel überhaupt machen soll, weil die Jungs trotzdem läuferisch und vom Positionsspiel noch richtig gut drinnen waren."

Bei Kuen wiederum habe man gesehen, dass dies eine Partie war, in die man als Joker eher schwer hineinfinden würde.

Am Ende sei es ein Unentschieden, das man auch einmal mitnehmen müsse: "Es war ein Punkt auf unserem Weg in die Top-6, da müssen wir rein. Die Erntezeit ist im Frühjahr."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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