Sturm: Was sich Günter Kreissl vorwirft

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Unter Trainer Roman Mählich ist der SK Sturm Graz am Ende des Herbsts ergebnismäßig wieder auf Touren gekommen, davor hatten die Schwarz-Weißen eine schwierige Phase hinter sich, die ihren Ursprung in einem unerwartet großen Spieler-Aderlass im Sommer hatte.

Sportchef Günter Kreissl wollte diesen lange nicht wahr haben und kommunizierte dementsprechend euphorisch. Ein Fehler, wie er sich nun eingesteht.

"Wenn Ich mir heute etwas vowerfe, ist es, dass ich Euphorie betreffend der Kaderkontinuität geschürt habe. Es hat sich dann im Kader viel mehr verändert als wir wollten", sagt Kreissl im "Kurier".

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"Ich bin nicht amtsmüde, aber..."

"Da hätte nur noch geholfen, gnadenlos Erfolg zu haben. Da wir weit oben waren, tut das Runterpurzeln auch stärker weh", so Kreissl, an dem die letzten Jahre bei Sturm auch persönlich nicht spurlos vorbeigingen.

"Vielleicht mache ich das noch fünf oder zehn Jahre, bleibe aufrichtig und höre dann auf. Ich habe eine tolle Familie mit zwei Kindern, die viele Opfer bringen müssen, weil ich so viel arbeite. Um das klarzustellen: Ich bin nicht amtsmüde. Aber die aktuellen Entwicklungen sind extrem geldgetrieben."

Kreissl: Würde für mehr Geld nicht weggehen

Den Grund dafür sieht Kreissl in der Auswirkung des Geldes auf den Charakter der Menschen im Fußball: "Zu mir sagen viele: Du würdest auch weggehen, wenn du mehr Geld verdienen kannst. Nein mache ich nicht!"

Der Geschäftsführer der Blackies gibt an, sowohl beim SC Wiener Neustadt, als auch in Graz bereits besser dotierte Angebote abgelehnt zu haben. "Mir ist lieber, wenn ich Überzeugungen und Werten nachgehen kann. Ich kann mich mit Sturm sehr gut identifizieren, das ist von Grunde her ein erdiger Arbeiterverein, kein abgehobenes Luxusprodukt."

Im Hinblick auf die Spannung, aber auch den Stress, den die Ligareform mit sich brachte und bringt, meint Kreissl: "Das ist aus Sicht der Liga voll aufgegangen, aus neutraler Sicht ein Erfolg, für uns ist es aber sicher ein Stressfaktor. Und daran sind die größeren Veriene wie Rapid, Austria und Sturm selbst schuld."


Textquelle: © LAOLA1.at

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