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Stephan Helm: Die Tabelle ist kein Experte

Die Wiener Austria atmet nach dem Last-Minute-Sieg gegen Austria Lustenau auf. Stephan Helm will sich aber gar nicht so sehr an den Resultaten messen lassen.

Stephan Helm: Die Tabelle ist kein Experte Foto: © GEPA

"Pure Erleichterung", atmet Samuel Sahin-Radlinger ganz tief durch.

Die Wiener Austria hat in der 6. Runde der ADMIRAL Bundesliga mit einem 2:1 daheim gegen Austria Lustenau den zweiten Sieg eingefahren und die Rote Laterne abgegeben.

Und das mit Toren von Julian Hettwer in der 81. und Kelvin Boateng in der 93. Minute. Bis dahin sah es ganz danach aus, als ob es in Wien-Favoriten eine ganz ungemütliche Woche werden könnte.

"Extreme Emotionen"

"In mir sind gerade extreme Emotionen, ich freue mich irrsinnig. Die letzten zwei Wochen waren nicht so einfach. Der Druck war schon relativ groß", gibt der Austria-Goalie zu.

Trainer Stephan Helm streicht die "Never-give-up-Mentality" seiner Truppe heraus.

Sahin-Radlinger sieht es ähnlich: "Wir sind drangeblieben und belohnt worden. Dass wir diese Partie noch drehen, zeigt den Charakter der Mannschaft."

Die Stimmung war am Kippen

Die Veilchen legten vor der Pause eine sehr passable Leistung hin, hatten aber dasselbe Problem wie in den Wochen zuvor – im letzten Drittel fehlten Präzision und Ideen.

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Julian Hettwer: Frustabbau nach dem Ausgleich
Foto: ©GEPA

Keine drei Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als die Lustenauer einen Fehlpass von Kang Hee Lee zu einem schnellen Konter ausnutzten und durch Dominik Weixelbraun in Führung gingen.

Die Dynamiken im Stadion

Die Austria hatte gegen in weiterer Folge tiefstehende Vorarlberger so ihre liebe Not, just in dem Moment, in dem die Stimmung im Stadion endgültig zu kippen drohte, fiel der Ausgleich.

FAK-Debütant Valentino Müller erkennt: "Man merkt, dass in diesem Stadion gewisse Dynamiken entstehen können. Wenn es nicht so rund läuft, spürt man eine gewisse Nervosität. Aber wenn du dann den Siegtreffer schießt, herrscht da eine Atmosphäre, die richtig cool ist und Spaß macht."

Helm freut sich nun auf eine weitere volle Trainingswoche: "Wir brauchen diese Zeit, um im Detail besser zu werden."

Was Helm wirklich bewertet wissen will

Dass es tabellarisch nach oben geht, ist angenehm, für den Austria-Trainer aber nicht zwingend die primäre Bewertungsgrundlage.

"Es ist logisch, dass von außen die Tabelle und das Resultat beurteilt werden. Das ist aber keine Expertise. Als Experte, als Vereinsverantwortlicher musst du bewerten, wie gearbeitet wird, was die Etappenziele sind und was wir erreichen können."

"Ja, natürlich tut es gut, wenn man sich in die richtigen Tabellenregionen bewegt, aber man darf sich in der Bewertung und der täglichen Arbeit nicht davon abhängig machen. Man darf nicht zu schnell die Nerven verlieren, wenn man nach fünf Runden in einer schwierigen Situation steckt", sagt der Burgenländer.

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