St. Pölten rechnet weiter mit Relegationsspielen

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Dass der SKN St. Pölten die Bundesliga-Saison 2017/18 als Schlusslicht beenden wird, steht so gut wie fest.

Zu groß dürfte der Rückstand mit zwölf Punkten vier Runden vor Schluss auf den Neunten WAC, dem man am Samstag im direkten Duell gegenübersteht, sein.

Dennoch hat sich für die Niederösterreicher mit der Lizenzverweigerung für den TSV Hartberg in erster Instanz ein Hintertürchen für den fixen Liga-Verbleib aufgetan, von dem Trainer Didi Kühbauer aber noch nichts wissen will.

Dass die Partien gegen den Dritten der Erste Liga entfallen könnten, ist für ihn "kein Thema. Wir wollen bereit sein, wenn es dazu kommt. Dafür arbeiten wir, darauf bereiten wir uns akribisch vor."

Sollten die Oststeirer auch vor dem Protestkomitee bzw. in Folge beim Gang vor das Ständig Neutrale Schiedsgericht scheitern, könnte St. Pölten die Relegation tatsächlich erspart bleiben.

Trainerfrage bald geklärt

Beim Gegner aus Wolfsberg steht hingegen mit der Trainerfrage im Moment ein ganz anderes Thema im Fokus. Diese soll laut Aussagen der Kärntner bis zum Sonntag geklärt sein.

Ziemlich sicher scheint bereits, dass Interims-Coach Robert Ibertsberger, der die Agenden von Heimo Pfeifenberger Ende März bis zum Saisonende übernommen hat, seiner Tätigkeit nicht über diese Spielzeit hinaus nachgehen darf.

Zwar würde der 41-Jährige "den Chef gerne weiter machen", zählt laut eigener Einschätzung aber nicht mehr zum Kreis der engeren Kandidaten auf den Posten.

Dieser Kreis soll sich laut Vizepräsident Christian Puff mittlerweile auf zwei, drei Personen beschränken. Erste Wahl dürfte Hartberg-Übungsleiter Christian Ilzer sein, der unter Heimo Pfeifenberger in der vergangenen Saison bereits als Co-Trainer beim WAC arbeitete und nun auch Teilnehmer am UEFA-Pro-Lizenz-Kurs des ÖFB ist.

"Not gegen Elend"

Doch noch betreut Ibertsberger, unter dem die Wolfsberger einen Sieg und vier Niederlagen verbuchten, den Tabellenneunten für die restlichen vier Saisonspiele an der Seitenlinie.

"Was schwarz auf weiß steht, ist nicht positiv", weiß der Ex-Profi. "Aber wir haben uns als Mannschaft entwickelt. Für mich passt es." Auch in der aktuellen Trainingswoche sei "mit Zug" gearbeitet worden.

In St. Pölten wollen die Kärntner jedenfalls beweisen, dass sie zurecht auf Rang neun stehen. Ibertsberger ist mit Blick auf die Bilanzen - St. Pölten hält aktuell bei acht Runden ohne Sieg, der WAC hat in den jüngsten zehn neunmal verloren - aber auch eines bewusst: "Das Spiel ist fast Not gegen Elend, was die Tabelle betrifft."

Sein Gegenüber Didi Kühbauer kämpft im fünften Auftritt als SKN-Trainer um den ersten Sieg mit seinem neuen Team.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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