Schlussstrich! Austria feuert Coach Thorsten Fink

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Thorsten Fink ist bei der Wiener Austria Geschichte!

Was nach dem 1:2 gegen die Admira bereits unvermeidlich erschien, ist nun fix. Die Wiener reagieren sofort auf die Talfahrt und trennen sich vom deutschen Chefbetreuer.

Erst einmal musste Fink jedoch zum Rapport im Trainingszentrum in Steinbrunn antanzen, wo ihm die Entscheidung des Vereins kurz nach 11 Uhr mitgeteilt wurde.

Wie die Wiener bestätigen, übernimmt der bisherige Assistent Egbert Zimmermann vorerst das Training, auch Niko Vidovic und Tormanntrainer Franz Gruber bleiben. Neben Fink wurde jedoch auch Assistent Sebastian Hahn von seinen Aufgaben entbunden.

Angeblich soll aber ein Nachfolger schon im nächsten Spiel auf der Bank sitzen. Vorstand Markus Kraetschmer und Sportdirektor Franz Wohlfahrt befinden sich bereits auf der Suche nach einer Interimslösung. Amateure-Trainer Andreas Ogris ist ebenso ein Thema wie schon seit längerer Zeit ÖFB-U21-Teamchef Werner Gregoritsch. Insider Peter Linden bringt ab Sommer sogar Ex-ÖFB-Teamchef Marcel Koller ins Spiel.

"Wir haben bereits erste persönliche Telefonate geführt, weitere werden im Laufe des Tages folgen. Hauptziel ist es, so rasch wie möglich jemanden zu finden, der mit uns bis zum Saisonende alles unternimmt, um unser Minimalziel Europa League noch zu schaffen", so Kraetschmer.

LAOLA1 zeigt alle Trainer der Wiener Austria seit 1990:

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Herbert Prohaska Bild 2 von 71
28. März 1990 - 9. Juni 1992 Bild 3 von 71
Hermann Stessl Bild 4 von 71
1992/93 Bild 5 von 71
Josef Hickersberger Bild 6 von 71
1993/94 Bild 7 von 71
Egon Coordes Bild 8 von 71
1994/95 Bild 9 von 71
Horst Hrubesch Bild 10 von 71
1995/96 Bild 11 von 71
Walter Skocik Bild 12 von 71
Juni 1996 - April 1997 Bild 13 von 71
Wolfgang Frank Bild 14 von 71
26. April 1997 - 9. April 1998 Bild 15 von 71
Robert Sara (interimistisch) Bild 16 von 71
9. April 1998 - 17. Mai 1998 Bild 17 von 71
Zdenko Verdenik Bild 18 von 71
17. Mai 1998 - 2. April 1999 Bild 19 von 71
Friedl Koncilia (interimistisch) Bild 20 von 71
2. April 1999 - 30. Mai 1999 Bild 21 von 71
Herbert Prohaska Bild 22 von 71
30. Mai 1999 - 3. Mai 2000 Bild 23 von 71
Ernst Baumeister (interimistisch) Bild 24 von 71
4. Mai 2000 - 31. Mai 2000 Bild 25 von 71
Heinz Hochhauser Bild 26 von 71
1. Juni 2000 - 12. März 2001 Bild 27 von 71
Arie Haan Bild 28 von 71
12. März 2001 - 12. August 2001 Bild 29 von 71
Walter Hörmann/Toni Pfeffer Bild 30 von 71
12. August 2001 - 21. Dezember 2001 Bild 31 von 71
Didi Constantini Bild 32 von 71
22. Dezember 2001 - Mai 2002 Bild 33 von 71
Walter Schachner Bild 34 von 71
2. Juni 2002 - 4. Oktober 2002 Bild 35 von 71
Christoph Daum Bild 36 von 71
4. Oktober 2002 - 2. Juni 2003 Bild 37 von 71
Joachim Löw Bild 38 von 71
4. Juni 2003 - 24. März 2004 Bild 39 von 71
Günter Kronsteiner Bild 40 von 71
24. März 2004 - 6. Mai 2005 Bild 41 von 71
Lars Söndergaard (Spartentrainer und Sportmanager Kronsteiner) Bild 42 von 71
30. März 2004 - 6. Mai 2005 Bild 43 von 71
Peter Stöger/Frenkie Schinkels (Stöger ab 11. Dezember 2005 Sportdirektor) Bild 44 von 71
6. Mai 2005 - 23. Oktober 2006 Bild 45 von 71
Georg Zellhofer Bild 46 von 71
23. Oktober 2006 - 19. März 2008 Bild 47 von 71
Didi Constantini (interimistisch) Bild 48 von 71
20. März 2008 - 26. April 2008 Bild 49 von 71
Karl Daxbacher Bild 50 von 71
21. Mai 2008 - 21. Dezember 2011 Bild 51 von 71
Ivica Vastic Bild 52 von 71
9. Jänner 2012 - 31. Mai 2012 Bild 53 von 71
Peter Stöger Bild 54 von 71
1. Juni 2012 - 12. Juni 2013 Bild 55 von 71
Nenad Bjelica Bild 56 von 71
17. Juni 2013 - 16. Februar 2014 Bild 57 von 71
Herbert Gager Bild 58 von 71
16. Februar 2014 - 16. Mai 2014 Bild 59 von 71
Gerald Baumgartner Bild 60 von 71
27. Mai 2014 - 22. März 2015 Bild 61 von 71
Andi Ogris Bild 62 von 71
22. März 2015 - 4. Mai 2015 Bild 63 von 71
Thorsten Fink Bild 64 von 71

5. Mai 2015 - 25. Februar 2018

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Thomas Letsch

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27. Februar 2018 - 11. März 2019

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Thomas Ibertsberger

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11. März 2019 - 30. Juni 2019

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Christian Ilzer

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ab 1. Juli 2019

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"Maßnahmen, um den Turnaround zu schaffen"

Fink war seit Sommer 2015 bei den Violetten im Amt. Nach nur einem Sieg in den letzten neun Pflichtspielen sah sich der Verein jedoch zum Handeln gezwungen.

Vor allem, da sich auch nach der Winterpause keine Besserung einstellte. Im Gegenteil. Drei Frühjahrspartien gegen den LASK (1:3), Mattersburg (1:2) und die Admira (1:2) gingen unter seiner Führung verloren.

Vor allem sehen die Favoritner ihre angestrebten Ziele in Gefahr. Der Rückstand des Tabellensiebenten auf den ersten fixen Europacup-Rang beträgt bereits zwölf Punkte.

"Wir sind zum Schluss gekommen, dass wir jetzt Maßnahmen setzen müssen, um den Turnaround zu schaffen. Wir haben noch zwölf Runden und glauben an unsere Chance, deswegen haben wir diese Veränderung vorgenommen", begründet Kraetschmer den Schritt der Austria.

Bei der Entscheidung wurde auch der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Katzian miteinbezogen, wie Kraetschmer betont: "Die Position des Cheftrainers ist ein aufsichtsratpflichtiges Geschäft und deswegen haben wir uns da das Okay geholt."

Wohlfahrt bedankt sich bei Fink

Trotz der Trennung will Sportdirektor Franz Wohlfahrt kein schlechtes Wort über den Deutschen verlieren:

"Unser Dank gilt Thorsten Fink, der in den vergangenen zweieinhalb Jahren sehr erfolgreich bei uns gearbeitet hat, einmal Dritter und Zweiter war und uns zweimal in die Gruppenphase der Europa League geführt hat. Zudem haben wir tolle Transfererlöse in dieser Zeit gemeinsam erzielen können."

Auch Fink ließ es sich nicht nehmen, in der offiziellen Austria-Aussendung mit einem Zitat Abschied zu nehmen und seine Sicht zu schildern: "Das Positive überwiegt, denn wir hatten erfolgreiche Jahre. Zuletzt haben aber die Ergebnisse nicht gepasst und da hat man als Klub keine Zeit, um wochenlang auf eine Verbesserung zu warten. Ich wünsche dem Klub alles Gute für die Zukunft."

Keine Rückendeckung mehr von Kraetschmer

Das Ende war schon nach dem Schlusspfiff abzusehen.

FAK-Vorstand Markus Kraetschmer vermied es im Gespräch mit "Sky", dem Deutschen Rückendeckung zu geben, als er konkret auf dessen Zukunft angesprochen wird:

"Es wäre ganz, ganz falsch, hier irgendwelche Durchhalteparolen zu sagen. Ich bitte um Verständnis, dass ich im Moment extrem sauer und angefressen bin. Ich habe gelernt, dass man versuchen soll, die Emotionen ein bisschen sacken zu lassen. Aber es gibt meiner Meinung nach in dieser Situation überhaupt kein Tabu, das man etwas nicht andiskutieren kann. Wir müssen den Turnaround schaffen."

Kein Tabu war demnach auch, sich für einen Trainerwechsel zu entscheiden.

Fink sah das Ende kommen

Unter der Woche habe man versucht, "mit vielen Gesprächen wachzurütteln". Auch Fink war sich schon unter der Woche bewusst, dass es für ihn ganz, ganz eng werden könnte. Der Deutsche plante viele Einzelgespräche und Videoanalysen mit der Mannschaft.

"Auch mit den oberen Leuten muss man schauen, was es da zu besprechen gibt", kündigte Fink bereits vor dem Admira-Spiel an. "Wir können jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und sagen: 'Wir machen jetzt einfach mal so weiter'", erklärte der 50-Jährige.

Vertrauen bröckelte! Fink widersprach Kraetschmer

Für Aufregung sorgte dann zudem auch noch, dass Fink seinem Vorgesetzten Kraetschmer in aller Öffentlichkeit widersprach - spätestens da war abzusehen, dass die Beziehung nicht mehr zu kitten sein wird.

Vorstand Kraetschmer zeigte sich in diesem Zusammenhang bei "Sky" unzufrieden mit Trainer Thorsten Fink. Bei der Analyse im Winter habe man besprochen, taktisch flexibler auftreten zu wollen, das sei bei den Niederlagen gegen den LASK und Mattersburg aber nicht der Fall gewesen.

Der Coach selbst sieht das ganz anders. "Das stimmt nicht, was Kraetschmer gesagt hat. Über taktische Flexibilität haben wir nicht gesprochen", erwidert der Deutsche bei "Sky".

Er habe in der vergangenen Woche "von innen keinen Druck gespürt", versichert der FAK-Trainer.

Textquelle: © LAOLA1.at

Scharfe Kritik der Austria-Fans an Trainer Thorsten Fink

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