"Altach ist am besten Weg zum Titel"

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Am Sonntag gastiert Rapid zum Abschluss der Herbstsaison bei Tabellenführer SCR Altach (So., 16:30 Uhr).

Im Fokus steht natürlich Damir Canadi, der die Vorarlberger im November verließ und in Wien neuer Cheftrainer wurde.

"Es war eine schöne Zeit, aber ich habe am 14. November unterschrieben und konzentriere mich auf die Arbeit hier. Aktuell ist es für mich ein Spiel wie jedes andere auch, schauen wir, wie es am Sonntag ist", sagt der 46-Jährige am Freitag bei der Pressekonferenz.

Der Wiener weiter: "Ich war lange Jahre in Altach tätig, es war eine erfolgreiche Zeit, in der ich meinen Teil beitragen konnte, dass der Verein auf gesunden Beinen steht."

Platz für Sentimentalitäten?

Sentimentalitäten haben bei Canadi aber keinen Platz, zumindest bis Schlusspfiff dieser Partie nicht. "Sie wollen mich vorab mit Verabschiedungen ein wenig einlullen. Nein, das freut mich natürlich, ist es eine Wertschätzung", sagt der Trainer, der seine Winterpause nicht in Wien verbringen wird.

"Ich habe danach drei Wochen Zeit, mich von allen dort richtig zu verabschieden. Denn ich werde meinen Urlaub in Vorarlberg verbringen. Der Mannschaft schulde ich ja auch noch ein Abschiedsessen."

Und die Fans? "Ich glaube nicht, dass es von irgendwelchen Parolen geprägt sein wird. Die Altacher Fan-Szene ist sehr in Ordnung."

Nüchtern hält Canadi aber die Ausgangslage fest: "Altach ist zwölf Punkte vor uns, Altach ist Favorit. Sie haben zu Hause keine Niederlage erlitten und wollen zu Hause immer gewinnen. Rapid hat dort die letzten drei Mal kein Tor erzielt, wir haben dort Dinge zu erledigen."

Altach wie Leicester City?

Der Rapid-Coach kennt Altach in- und auswendig, Interimstrainer Werner Grabherr wiederum seinen Ex-Chef. Überraschungen sind de facto auszuschließen. "Ich denke nicht, dass es die geben wird. Beide spielen mit dem selben System. Ich habe die Mannschaft auf die Dreierkette vorbereitet. Es wird an Kleinigkeiten liegen."

Vorteil Altach: Die Vorarlberger spielen in dem System deutlich länger und haben mehr Lösungen defensiv wie offensiv parat. Das Selbstvertrauen der Tabellenführung hilft.

Ob Altach ähnlich wie Leicester City überraschend Meister werden kann? "Sie sind am besten Weg", attestiert Canadi nun aus der Ferne.

"Es war auch vor der Saison unser Ziel, ich habe das in einem Interview kundgetan. Auch wenn es viele nicht glauben, war es unser Ziel ganz vorne zu landen. Ob es reichen wird, hängt aber auch von anderen Klubs ab. Für mich ist es indes sehr schön, wenn man eine Mannschaft übergibt, und sie funktioniert weiterhin."

Kommen Lukse und Netzer?

Vielleicht kommt den Altachern im Winter aber der eine oder andere Spieler abhanden. Canadi hat eine hohe Meinung von seinen Ex-Kickern - wodurch nicht ausgeschlossen ist, dass etwa Andreas Lukse (oder Philipp Netzer) im Winter nach Wien-Hütteldorf gelotst werden könnte.

In diesem Zusammenhang betonte Canadi, es gebe zwar interessante Altach-Profis für Rapid, es hätten aber keine Gespräche stattgefunden und existiere auch keine Wunschliste von ihm.

In der Winterpause könnte er sich diesbezüglich auch mit Neo-Sportchef Fredy Bickel auf halbem Wege in der Schweiz treffen. "Wir werden uns gut austauschen, werden in Wien auch ein kleines starkes Gremium aufbauen und dann Entscheidungen treffen. So denke ich, so ticke ich, ich bin ein Teamplayer."

Geht noch was im Frühjahr?

Während Altach möglicherweise ganz oben überwintert, muss Canadi 2017 von hinten angreifen. Das dürfte ihn nicht weiter stören.

"Es taugt mir nach Lösungen zu suchen, etwas weiterzuentwickeln", so der Rapid-Trainer, der den Abstand auf Altach auf neun Punkte verkürzen will. Das würde auch für zusätzliche Motivation in der Winterpause sorgen.

"Es geht darum, dass wir am Sonntag unsere Dinge erledigen. Wir schauen auf uns und schauen von Spiel zu Spiel. Vielleicht geht dann noch etwas im Frühjahr. Dass vier Teams umkippen, glaube ich nicht, aber vielleicht schwächelt der eine oder andere. Wir wollen im Frühjahr das Bestmögliche herausholen, sprechen aber nicht von einer Platzierung."

Am Sonntag dürfte Steffen Hofmann erstmals seit Anfang Oktober wieder im Kader stehen, Mario Sonnleitner (Oberschenkelprobleme) und Giorgi Kvilitaia (Knieprobleme) sind fraglich.

SCR Altach - SK Rapid Wien

Altach, Cashpoint-Arena, Sonntag, 16.30 Uhr/live ORF eins und Sky, SR Muckenhammer
Bisherige Saisonergebnisse: 1:0 (h), 1:1 (a)

Altach: Lukse - Zech, Netzer, Galvao - Jäger - Lienhart, Ngwat-Mahop, Prokopic, Schreiner - Ngamaleu, Oberlin

Ersatz: Kobras - Müller, Harrer, Sakic, Luxbacher, Zivotic, Salomon

Es fehlen: Zwischenbrugger, Aigner (beide im Aufbautraining), Ortiz (private Gründe)

Rapid: Strebinger - M. Hofmann, Sonnleitner/Dibon, Wöber - Dibon/Grahovac - Thurnwald, Szanto, Schaub, Schrammel - Joelinton, Kvilitaia/Tomi

Ersatz: Knoflach/Gartler - Auer, Malicsek, S. Hofmann, Murg, Jelic

Es fehlen: Schwab (Knöchelbruch), Pavelic (Muskelfasereinriss im Oberschenkel), Schobesberger (Knochenmarksödem im Knie), Novota (Schulterprobleme), Schößwendter (Muskelfasereinriss im Oberschenkel), Mocinic (gesperrt), Traustason (Rippenverletzung)

Fraglich: Sonnleitner (Oberschenkelprobleme), Kvilitaia (Knieprobleme)

Textquelle: © LAOLA1.at

Alaba will ein Leben lang bei Bayern bleiben

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare