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Rapid als Derby-Favorit - Sturm auf Wiedergutmachung aus

Die Hütteldorfer sind allerdings vor den kriselnden Veilchen gewarnt. Sturm peilt nach dem Cup-Aus in der Liga einen Sieg an und Salzburg plagen Verletzungen.

Rapid als Derby-Favorit - Sturm auf Wiedergutmachung aus Foto: © GEPA
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Selten waren vor einem Wiener Fußball-Derby die Rollen so klar verteilt!

Spitzenreiter Rapid geht am Sonntag (17 Uhr im LIVE-Ticker und bei ORF 1, Sky) als klarer Favorit ins 351. Duell mit dem gastgebenden Vorletzten Austria, der nach zehn Runden schon 20 Punkte Rückstand auf den Erzrivalen hat.

Sturm Graz plant auswärts gegen Schlusslicht WAC (14:30 Uhr) eine Wiedergutmachung für das Cup-Out am Donnerstag bei Austria Lustenau, Red Bull Salzburg will im Heimspiel gegen Lustenau (14:30 Uhr) einen Sieg.

Sturm Graz - WAC: Steirer wollen Rehabilitierung

Vor dem Kräftemessen mit den Wolfsbergern liegt den Steirern das Ausscheiden im Cup-Achtelfinale in Lustenau noch schwer im Magen. "Trotzdem müssen wir jetzt wieder den Schalter umlegen, den Mund abputzen und weitermachen, denn es wartet schon die nächste schwere Aufgabe auf uns", warnte Trainer Fabio Ingolitsch.

Man werde "in der kurzen Phase zwischen Landung aus Vorarlberg und Busreise nach Kärnten versuchen, bestmöglich zu regenerieren und neben den Beinen vor allem auch den Kopf wieder frei, frisch und bereit für ein wichtiges Bundesligaspiel zu bekommen". Großes Ziel sei ganz klar ein voller Erfolg, betonte Ingolitsch.

WAC will die Trendwende

Die Wolfsberger haben die jüngsten sechs Runden verloren und verabschiedeten sich zuletzt auch gegen Zweitligist Hertha Wels aus dem Cup. Zudem sind die Kärntner seit 363 Spielminuten ohne Tor. Der mit zwei Niederlagen gestartete Trainer Manfred Schmid fordert von seinen Kickern die Trendwende.

"In so einer Situation muss man zusammenrücken. Wir kommen da nur raus, wenn wir harte und konsequente Arbeit abliefern." An der Einstellung seiner Schützlinge sollte es nicht scheitern. "Ich habe nicht das Gefühl, dass die Spieler nicht wollen", erklärte Schmid.

Verlegung abgelehnt

Sturm sei trotz der Cup-Enttäuschung klarer Favorit. "Unabhängig davon will ich einen mutigeren Auftritt von uns sehen, dass wir gemeinsam durchs Feuer gehen, die Defensive stärken und gut nach vorne spielen", sagte Schmid.

Sein Klub ärgerte sich darüber, dass Sturm einer Verlegung von 14.30 Uhr auf 19.00 Uhr nicht zustimmte. Der WAC hätte aufgrund der am Nachmittag stattfindenden Gräbersegnung zu Allerheiligen gerne später gespielt.

Sturm argumentierte, dass eine späte Anpfiffzeit den Rhythmus vor der nächsten Europacup-Woche zu sehr beeinträchtigt hätte.

Salzburg - Lustenau: Röhl will "gewinnen und vorlegen"

Salzburg - Lustenau: Röhl will "gewinnen und vorlegen"
Danny Röhl und seine Bullen wollen weiter gewinnen.
Foto: ©IMAGO / STEINSIEK.CH

Für die "Bullen" zählt bei der Jagd auf den drei Punkte voranliegenden Tabellenführer Rapid nur ein Sieg gegen Austria Lustenau. "Wir wollen gewinnen und vorlegen, aber dafür brauchen wir eine gute Leistung", betonte Trainer Danny Röhl.

Der Deutsche ist nach dem Cup-Überraschungssieg der Vorarlberger über Sturm gewarnt. "Da haben sie ein Ausrufezeichen gesetzt. Deshalb gilt es, hochkonzentriert und fokussiert zu sein."

Die Ausfallliste bei den Salzburgern ist lang, im Freitag-Training zog sich auch noch der zuletzt starke Jesper Lindström eine Muskelverletzung zu. Zudem fehlt Sota Kitano länger >>>

"Doch es gilt, nicht zu jammern, sondern zu schauen, was zur Verfügung steht. Wir haben viele hungrige und willige Spieler", meinte Röhl.

Selbstvertrauen getankt

Die Lustenauer haben fünf ihrer jüngsten sechs Ligamatches verloren, tankten aber am Donnerstag gegen Sturm viel Selbstvertrauen.

"Die letzten Spiele waren alles andere als leicht für uns. Deswegen ist es ein umso geileres Gefühl, dass wir uns jetzt mit dem Sieg belohnt haben. Ich hoffe, das gibt uns schon für Sonntag Aufschwung", erklärte Lenn Jastremski, Doppeltorschütze gegen die Grazer.

Austria - Rapid: "Veilchen" im Heimderby als klarer Underdog

Austria - Rapid: "Veilchen" im Heimderby als klarer Underdog
Debüt für Max Uhlig in der Liga ausgerechnet gegen Rapid.
Foto: ©GEPA

Die Austria gewann in der vergangenen Saison drei von vier Derbys, aktuell spricht aber praktisch nichts für einen violetten Erfolg. Rapid eilt an der Spitze von Sieg zu Sieg und befindet sich derzeit damit auf einem Rekordlauf. 20 Punkte trennen die Erzrivalen nach nur zehn Runden bereits.

"Es gibt kein besseres Spiel als ein Derby, um das Ruder herumzureißen", sagte Max Uhlig. Versucht der Helm-Nachfolger bei der Austria, den Negativlauf der vergangenen Wochen zu beenden, rätselt Rapids Johannes Hoff Thorup noch ein bisschen über die taktische Ausrichtung seines Gegenübers.

Um die Auswirkungen des Trainerwechsels besser beurteilen zu können, wurde nicht nur Austrias Cup-Niederlage gegen Hartberg, sondern auch einige Young-Violets-Partie unter der Leitung von Uhlig analysiert.

"Sie spielen im Aufbau vielleicht mit ein bisschen mehr Risiko. Doch am Ende kommt es auf unsere Performance an", sagte der in Derbys noch sieglose Hoff Thorup. Der Däne zeigte Respekt vor den Austrianern: "Sie wissen, dass sie im Derby eine große Chance haben, zurück in die Spur zu finden."

Rapid verzichtet auf die Fans

Von übertriebener Euphorie hält der Rapid-Trainer trotz zuletzt sieben Pflichtspielsiegen en suite wenig. "Wir haben Ende Oktober, da sind wir noch weit weg davon, einen Titel zu gewinnen", meinte Hoff Thorup.

Dieser Ansicht schloss sich Geschäftsführer Markus Katzer an. "Wir sind nicht nur Rekordmeister, sondern auch Zwischenstandsweltmeister", scherzte der Ex-Profi.

Rapid verzichtet in Wien-Favoriten wieder auf seine Fans. Uhlig sah dennoch einem "speziellen Moment" bei seinem ersten "richtigen Derby" entgegen. Der 33-Jährige sah relativ klare Vorzeichen, meinte aber auch: "Den vermeintlichen Gap so wenig wie möglich sichtbar zu machen wird unser Ziel sein." Rapid sei unter Hoff Thorup zu Beginn durch eine schwierige Zeit gegangen.

"Aber sie haben ihren Fußball durchgezogen." Chancenlos sei die Austria aber nicht, hielt Uhlig fest: "Es gibt auch Punkte, wo sie nicht so gut sind und wir sie erwischen können." Verteidiger Philipp Wiesinger steht nach langer Verletzungspause wieder im Kader.

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