Salzburg - Lustenau: Röhl will "gewinnen und vorlegen"
Für die "Bullen" zählt bei der Jagd auf den drei Punkte voranliegenden Tabellenführer Rapid nur ein Sieg gegen Austria Lustenau. "Wir wollen gewinnen und vorlegen, aber dafür brauchen wir eine gute Leistung", betonte Trainer Danny Röhl.
Der Deutsche ist nach dem Cup-Überraschungssieg der Vorarlberger über Sturm gewarnt. "Da haben sie ein Ausrufezeichen gesetzt. Deshalb gilt es, hochkonzentriert und fokussiert zu sein."
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"Doch es gilt, nicht zu jammern, sondern zu schauen, was zur Verfügung steht. Wir haben viele hungrige und willige Spieler", meinte Röhl.
Selbstvertrauen getankt
Die Lustenauer haben fünf ihrer jüngsten sechs Ligamatches verloren, tankten aber am Donnerstag gegen Sturm viel Selbstvertrauen.
"Die letzten Spiele waren alles andere als leicht für uns. Deswegen ist es ein umso geileres Gefühl, dass wir uns jetzt mit dem Sieg belohnt haben. Ich hoffe, das gibt uns schon für Sonntag Aufschwung", erklärte Lenn Jastremski, Doppeltorschütze gegen die Grazer.
Austria - Rapid: "Veilchen" im Heimderby als klarer Underdog
Die Austria gewann in der vergangenen Saison drei von vier Derbys, aktuell spricht aber praktisch nichts für einen violetten Erfolg. Rapid eilt an der Spitze von Sieg zu Sieg und befindet sich derzeit damit auf einem Rekordlauf. 20 Punkte trennen die Erzrivalen nach nur zehn Runden bereits.
"Es gibt kein besseres Spiel als ein Derby, um das Ruder herumzureißen", sagte Max Uhlig. Versucht der Helm-Nachfolger bei der Austria, den Negativlauf der vergangenen Wochen zu beenden, rätselt Rapids Johannes Hoff Thorup noch ein bisschen über die taktische Ausrichtung seines Gegenübers.
Um die Auswirkungen des Trainerwechsels besser beurteilen zu können, wurde nicht nur Austrias Cup-Niederlage gegen Hartberg, sondern auch einige Young-Violets-Partie unter der Leitung von Uhlig analysiert.
"Sie spielen im Aufbau vielleicht mit ein bisschen mehr Risiko. Doch am Ende kommt es auf unsere Performance an", sagte der in Derbys noch sieglose Hoff Thorup. Der Däne zeigte Respekt vor den Austrianern: "Sie wissen, dass sie im Derby eine große Chance haben, zurück in die Spur zu finden."
Rapid verzichtet auf die Fans
Von übertriebener Euphorie hält der Rapid-Trainer trotz zuletzt sieben Pflichtspielsiegen en suite wenig. "Wir haben Ende Oktober, da sind wir noch weit weg davon, einen Titel zu gewinnen", meinte Hoff Thorup.
Dieser Ansicht schloss sich Geschäftsführer Markus Katzer an. "Wir sind nicht nur Rekordmeister, sondern auch Zwischenstandsweltmeister", scherzte der Ex-Profi.
Rapid verzichtet in Wien-Favoriten wieder auf seine Fans. Uhlig sah dennoch einem "speziellen Moment" bei seinem ersten "richtigen Derby" entgegen. Der 33-Jährige sah relativ klare Vorzeichen, meinte aber auch: "Den vermeintlichen Gap so wenig wie möglich sichtbar zu machen wird unser Ziel sein." Rapid sei unter Hoff Thorup zu Beginn durch eine schwierige Zeit gegangen.
"Aber sie haben ihren Fußball durchgezogen." Chancenlos sei die Austria aber nicht, hielt Uhlig fest: "Es gibt auch Punkte, wo sie nicht so gut sind und wir sie erwischen können." Verteidiger Philipp Wiesinger steht nach langer Verletzungspause wieder im Kader.