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Berater: Piatkowski schwänzte wegen Wechselwunsch Training

Der Berater spricht davon, dass der Pole mit Jaissle nicht zurecht kam. Salzburg soll ihm des Öfteren einen Wechselwunsch verweigert haben.

Berater: Piatkowski schwänzte wegen Wechselwunsch Training Foto: © GEPA

Kamil Piatkowski kam beim FC Red Bull Salzburg kaum zum Zug, unter Cheftrainer Matthias Jaissle wurde er kaum eingesetzt, auch unter Struber war er im Herbst nicht immer erste Wahl.

Die Folge: Eine Leihe nach Spanien zu Granada. Jetzt verrät Berater Marcin Lewicki gegenüber "Przeglad Sportowy", warum es für den Verteidiger aus seiner Sicht gelaufen ist. Piatkoswki unterschrieb bereits einige Monate vor dem Sommer 2021 seinen Vertrag in Salzburg, durfte allerdings erst im Juli wechseln.

Der Abgang von Jesse Marsch zu RB Leipzig soll Lewicki zufolge der Grund für den misslungenen Start gewesen sein. Zur gleichen Zeit holte Salzburg Brenden Aaronson, der sich sofort dem Klub anschloss. 

Gefühl von Anfang an nicht gut

"Wir sind im Klub immer auf dem Gang an ihm vorbeigegangen. Kamil unterschrieb seinen Vertrag Anfang Februar 2021, Brenden zu einem ähnlichen Zeitpunkt. Der einzige Unterschied war, dass der Amerikaner sofort nach Salzburg wechselte und bereits ein halbes Jahr mit Marsch gearbeitet hatte. Piatkowski musste zu Raków zurückkehren, um die Saison zu beenden", so der Berater des Polens.

Aaronsen schaffte in der Mozartstadt seinen Durchbruch, folgte am Ende Marsch zu Leeds in die Premier League.

Die Ankunft von Piatkowski beim Meister war beschwerlich. "Erst nach einem halben Jahr kommt man in den Verein und die Leute, die einen geholt haben, sind nicht mehr da. Ein neuer Trainer sieht sich einen solchen Spieler an und fragt sich, wer er ist. Wir hatten von Anfang an das Gefühl, dass es nicht klappen würde. Wir haben zwei Wochen mit Kamil in Salzburg verbracht. Alle im Verein haben uns gesagt, dass wir ruhig bleiben sollen, weil alles gut werden würde. Der Vertrag lief über fünf Jahre. Aber es war praktisch von Anfang an nicht gut", berichtet der Piatkowski-Manager.

Der Pole sei dem Berater zufolge zu Unrecht nicht aufgestellt worden. Jaissle und der Abwehr-Mann hätten sich "gelinde gesagt, nicht verstanden". Ein Knöchelbruch machte die Sache noch schwieriger.

Salzburg legte Veto ein

Bereits nach einem halben Jahr wollte Piatkowski weg. "Aber im Verein wurde ein Veto eingelegt: Kamil muss bleiben. Später hat dieses Tauziehen seinen Tribut an der Form des Spielers gefordert. Der Kopf funktioniert anders, man fängt sich kleinere Verletzungen ein. Man wird frustriert", meint Lewicki.

Erst eineinhalb Jahre nach seiner Ankunft in Salzburg durfte der Pole im Jänner 2023 für das Frühjahr Belgien zu Gent wechseln.

"Kamil ist dann in Belgien gelandet, wo man von Anfang an von ihm begeistert war. Sie wollten ihn fest verpflichten, aber Red Bull hat einen Preis von 10 Millionen Euro genannt. Ich kann verraten, dass wir zu diesem Zeitpunkt auch mit Bologna im Gespräch waren. Giovanni Sartori ist zu Gesprächen nach Warschau geflogen, um Kamil näher kennenzulernen. Er wollte ihn schon früher zu Atalanta holen, aber er ist auch an den Forderungen von Raków gescheitert. Wir haben uns mit ihm über alle Bedingungen geeinigt, aber Red Bull hat wieder einen Preis genannt wie bei den Belgiern. Der Transfer kam nicht zustande", so der Manager.

Piatkowski schwänzte Training

Salzburg legte sich quer, und so blieb er im Herbst in Salzburg, wo er unter Neo-Coach Struber auch nicht zum Stamm gehörte.

Zu diesem Zeitpunkt war Kamil so verzweifelt, dass er nicht zum ersten Training erschienen ist. Letztendlich haben sie uns gehen lassen", sagte Lewicki.

Beinahe hätte Piatkowski bei Las Palmas unterschrieben aber, "im Winter war Granada für Kamil besser geeignet". Granada benötigte nämlich dringender eine neue Kraft für die Abwehr.

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