Parensen mit klarer Haltung zur Zukunft von Trainer Ingolitsch
Steht nach den schwachen Leistungen zuletzt nun auch Trainer Fabio Ingolitsch zur Disposition? Dieser Frage hat sich Sportchef Michael Parensen gestellt.
Mit dem Ausscheiden im Achtelfinale des ÖFB-Cups und zwei Remis in der ADMIRAL Bundesliga hat der SK Sturm Graz zuletzt mehrere Rückschläge hinnehmen müssen.
Das erhöht selbstverständlich auch den Druck auf das Trainerteam rund um Cheftrainer Fabio Ingolitsch. Die Situation erinnert an das Vorjahr, als man unter Jürgen Säumel zwar noch das Cup-Achtelfinale überstand, dann aber wettbewerbsübergreifend fünf sieglose Spiele folgten. Im Winter kam es schließlich zur Trennung.
Fehlende "mentale Frische" als Mitgrund für Talfahrt
Ein ähnliches Szenario ist für Geschäftsführer Sport Micheal Parensen aktuell überhaupt nicht vorstellbar. Der 40-jährige Deutsche steht komplett hinter Fabio Ingolitsch, wie er gegenüber der "Krone" betont:
"Wir haben in dieser Phase keinen einzigen Gedanken darüber verschwendet, ob Fabio Ingolitsch der richtige Trainer für uns ist. Bei ihm gibt es für mich keinerlei Zweifel, ich sehe die Weiterentwicklung im Spiel, sehe Schritte, die wir nach vorne machen."
Aktuell sei das Hauptproblem die fehlende "mentale Frische der Mannschaft". Doch man müsse sich auch den Vorwurf gefallen lassen, "dass wir teilweise gegen tiefer stehende Gegner nicht die Lösungen finden, um auch gefährlich zu werden", so der Geschäftsführer Sport.
Erschwerend kommt die enge Personaldecke hinzu. "Unsere jungen Spieler müssen dann in diesen Situationen gleich Leistungsträger sein - und das in englischen Wochen mit drei Spielen", gibt Parensen zu bedenken. Es sei normal, dass Spieler in diesem Alter dann "Schwankungen unterliegen".
"Abenteuerliche Meldungen" zur Zukunft von Weinhandl
Einer, der in den letzten Wochen und Monaten mehrfach aufgezeigt hat, ist Luca Weinhandl. Dafür wurde er jüngst auch mit einer A-Team-Nominierung belohnt. Bereits seit längerem machen Gerüchte, wonach das 17-jährige Mittelfeld-Juwel den amtierenden Vizemeister im Winter verlassen könnte, die Runde.
Im Interview mit der "Krone" ordnet Parensen die Spekulationen ein: "Wir oder auch Luca selbst lassen uns hier nicht von irgendwelchen Gerüchten verrückt machen, zumal da oft auch abenteuerliche Meldungen kursieren, von denen nicht einmal jemand in Lucas familiärem Umfeld etwas gehört hat."
Auf einen möglichen Wintertransfer angesprochen, folgt ein klares Dementi: "Eine hundertprozentige Sicerheit gibt es im Leben zwar nicht, aber ich sehe aktuell kein Szenario, in dem Luca, der die Matura noch vor sich hat, im kommenden Winter den Verein verlässt."