Fix! Sturm schießt Heiko Vogel ab

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Jetzt ist es offiziell!

Heiko Vogel ist nicht mehr Trainer des SK Sturm Graz. Wie der Verein am Montag bekannt gibt, wird der 42-jährige Deutsche "nach eingehenden beratenden Gesprächen mit sofortiger Wirkung dienstfrei gestellt".

Die Grazer zogen nach nur einem Sieg in zuletzt 14 Bewerbsspielen die Reißleine. Günther Neukirchner und Joachim Standfest werden die kommenden Trainingseinheiten interimistisch leiten. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt, als Top-Favorit gilt Roman Mählich.

Vogels Freistellung bedeutete den bereits fünften Trainerwechsel in dieser Bundesliga-Saison. Mattersburgs Gerald Baumgartner musste im August gehen und wurde durch Klaus Schmidt ersetzt. Danach folgte Anfang Oktober Dietmar Kühbauer bei Rapid Goran Djuricin nach. Aufgrund Kühbauers Amtsantritt in Hütteldorf wurde Ranko Popovic als neuer SKN-Betreuer engagiert. Und zuletzt ersetzte die Admira vor einer Woche Ernst Baumeister durch den Deutschen Reiner Geyer.

Kreissl: "Wäre wahrscheinlich für jeden Verein ein Problem"

Die Begründung von Geschäftsführer Sport Günter Kreissl liest sich wie folgt:

"Da die zuletzt großteils guten Leistungen nicht im Einklang mit den erreichten Resultaten stehen, befanden wir uns nach dem Innsbruck-Spiel vor einer außerordentlich schwierigen Entscheidung. Final haben wir uns aus mehreren Gründen dazu entschlossen, eine Veränderung auf der Trainerposition vorzunehmen. Das neue Ligaformat, durch welches viel früher in der Saison Druck entsteht, war ebenso Teil der Analyse wie der Wunsch aus der Situation von 'Ultimatumspielen' herauszukommen. Am einfachsten darzulegen ist die Entscheidungsgrundlage aber damit, dass nur ein Sieg in einer Serie von 14 Bewerbsspielen wahrscheinlich für nahezu jeden Verein ein Problem darstellt und erst recht für die Ansprüche des SK Sturm Graz. Im Namen des Vereins möchte ich mich aber ausdrücklich bei Heiko Vogel für seinen Einsatz und sein erfolgreiches Wirken für den SK Sturm bedanken!"

Schwierige Aufgabe als Foda-Nachfolger und Cup-Titel

Vogel durfte nicht ganz ein Jahr bei den Grazern werken. Er hatte die schwierige Aufgabe, Franco Foda bei seinem Herzensklub zu ersetzen, nachdem dieser im Dezember 2017 zum österreichischen Teamchef bestellt wurde.

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Vogel nahm im Jänner 2018 das Training bei den Schwarz-Weißen auf. Seitdem stand der gebürtige Bad Dürkheimer in 38 Spielen in der Coachingzone, davon wurden 15 gewonnen, acht endeten mit Remis und 15 Partien gingen verloren.

Gekrönt hat Vogel seine Zeit in Graz mit dem Cup-Sieg und Vizemeistertitel in der Saison 2017/18. Damit ist er der erst dritte Trainer in der Sturm-Geschichte, der einen Titel nach Graz holen konnte.

Präsident Jauk: "Cupsieg war Sahnehäubchen"

Präsident Christian Jauk meint über die Zeit und die Trennung von Vogel:

"Die einstimmig getroffene Entscheidung war für uns keine einfache. Wir konnten mit Heiko einen tollen Saisonabschluss 2018 feiern. Der Cupsieg war das Sahnehäubchen. Für seine Arbeit, welche wir mit größtem Respekt achten, möchte ich mich herzlich bedanken. Als einer der wenigen Trainer, der einen Pokal mit dem SK Sturm in die Luft stemmen konnte, wird Heiko einen Fixplatz in der Sturmgeschichte haben."

Neben dem bisherigen Cheftrainer muss auch der mit Vogel nach Graz gewechselte Spielanalyst Patrick Dippel den Verein verlassen.

Vogel nimmt es mit Fassung

Auch Vogel selbst blickt nochmal auf seine Zeit in Graz zurück und nimmt den Abschied scheinbar mit Fassung:

"Ich möchte mich bei der gesamten Sturmfamilie für die vergangenen elf Monate bedanken. Die Fans haben uns in dieser Zeit in erfolgreichen und weniger erfreulichen Momenten frenetisch nach vorne gepeitscht. Der Vizemeistertitel und vor allem der Cup-Sieg in Klagenfurt vor 27.000 großteils Sturm-Fans bleibt unvergesslich. Ich wünsche den Schwarz-Weißen viel Erfolg für die Zukunft."

Die Interims-Lösung mit Neukirchner und Standfest soll nur vorübergehend sein. Wann ein neuer Cheftrainer präsentiert wird, steht noch nicht fest.

Textquelle: © LAOLA1.at

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