Für den 37-Jährigen, der möglicherweise auf Damir Redzic (Knie) verzichten muss, kommt es zu einem Wiedersehen. Als Trainer von Sheffield Wednesday stand er Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup 2024/25 in Englands zweiter Liga zweimal gegenüber - und feierte zwei Siege gegen Norwich City (2:0, 3:2), das damals vom gleich alten Dänen betreut wurde.
Amane bei Rapid vor Abgang, Nosa Dahl bleibt
Bei Rapid drehte sich nach dem jüngsten 3:1-Sieg über Sturm Graz alles um mögliche Abgänge - die die entgangenen Europacup-Einnahmen kompensieren sollen.
Bei "Sechser" Romeo Amane steht vor dem Wechsel um kolportierte sechs bis sieben Millionen Euro zu RSC Anderlecht nach Belgien nur noch der Medizincheck aus. Das erklärte am Dienstag Sportdirektor Markus Katzer, der auch die angestrebte Leihe von Offensivmann Tobias Gulliksen - Medienberichten nach zu Kocaelispor in die Türkei - bestätigte.
Mit Petter Nosa Dahl bleibt ein weiterer zuletzt von Gerüchten umrankter Akteur aber in Hütteldorf. "Es war ein offizielles Angebot da", meinte Katzer, dieses dürfte aber nicht den grün-weißen Vorstellungen entsprochen haben. "Fakt ist, er wird im Bus sitzen, er wird auch morgen spielen und diesen Transfer nicht machen." Hoff Thorup forderte zwar explizit keinen Amane-Ersatz, wies aber auf den nötigen "Zug" im Kader hin: "Wir müssen sicherstellen, dass der Konkurrenzkampf so groß wie möglich ist."
In Salzburg sei Rotation angesagt, "wir müssen frische Spieler auf den Platz stellen", betonte Hoff Thorup.
Jakob Schöller steht dabei mit einem muskulären Problem nicht zur Verfügung, Stürmer Claudy Mbuyi dürfte nach seiner Meniskusblessur aber wieder mit von der Partie sein - spätestens am Samstag beim Cupspiel bei Austria Klagenfurt.
Die größte Gefahr für die Gäste geht wohl von Salzburg-Stürmer Haris Tabakovic aus, der beim 4:1 über die Austria zuletzt sein erstes BL-Saisontor bzw. seinen sechsten Pflichtspieltreffer 2026/27 markierte.
Der 1,96-m-Mann habe den Gegner noch variabler gemacht. "Er ist eine echte Bedrohung, wir müssen ein Auge auf ihn haben." Dann sei in Wals-Siezenheim alles möglich. "Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir morgen mehr als gute Chancen haben, wenn wir so spielen, wie wir spielen wollen - und wie wir es in vielen Spielen bereits gezeigt haben."
Schlusslicht Austria gegen die WSG gefordert
Die Austria kämpft vor dem Duell mit Lustenau mit den bereits bekannten Startschwierigkeiten. Europäisch - durchaus erwartbar - aus dem Rennen, lief es in der Liga bisher alles andere als rund. Nur Hartberg konnte mit 2:0 bezwungen werden, gegen den WAC (0:3), Meister LASK (0:2) und zuletzt Salzburg (1:4) war nichts zu holen.
Trainer Stephan Helm blieb naturgemäß bemüht, das Bild nicht in zu dunklen Farben zu malen. "Wir hatten in 41 Tagen elf Spiele, von denen wir sehr viele positiv gestalten konnten", meinte der Burgenländer. Zustimmung gab es von Goalie Samuel Sahin-Radlinger. Abgesehen von den Partien gegen den WAC und Salzburg seien die Leistungen "in Ordnung bis gut" gewesen, stellte der Routinier fest. Und deswegen sei auch die "Stimmung ganz gut."
Helm: "Wir wollen in die Top sechs kommen"
Helm, dem gegen die Wattener neben Verteidiger Ibrahim Buhari nach seinem Mittelhandknochenbruch auch Daniel Nnodim zur Verfügung steht, wollte die Lage freilich nicht kleinreden. "Wir müssen schon gewarnt sein", stellte er fest. Die Situation biete aber - gerade den jungen Spielern - einmal mehr die Chance zur Entwicklung.
"Das wird die Mannschaft in den nächsten Wochen deutlich stärker machen", befand Helm, der weiter fest an die Saisonziele glaubt. "Wir wollen in die Top sechs kommen. Und ich bin der Überzeugung, dass wir uns über die nächsten 18 Spiele hinweg durchsetzen und unser Etappenziel erreichen können."
Umso wichtiger sind die kommenden Partien gegen die WSG, Austria Lustenau und beim GAK, Ausrutscher eigentlich verboten. Ein Sieg am Mittwoch würde Violett ins Tabellenmittelfeld katapultieren.
Bei der WSG herrscht leichte Aufbruchsstimmung. Mit dem 4:0 über Aufsteiger Lustenau gelang in der Vorwoche der erste Sieg, am Montag jubelte man über die Verlängerung mit Mittelfeldstütze Matthäus Taferner. Die Auslands-Hoffnungen des 25-Jährigen zerschlugen sich, in Wien steht er vor dem ersten Saisoneinsatz für die WSG.